Historische Bedeutung und Initiatoren des Nationalparkprogramms
Das Nationalparkprogramm der ehemaligen DDR feiert sein 25-jähriges Bestehen. Bundesumweltministerin Barbara Hendricks würdigte anlässlich dieses Jubiläums die entscheidende Rolle ostdeutscher Naturschützer, die in der Umbruchzeit vor der Wiedervereinigung maßgeblich dazu beitrugen, 4,5 Prozent der damaligen DDR-Fläche unter Schutz zu stellen.
Der Umwelt- und Naturschutz war ein zentrales Anliegen vieler Bürger und prägte die politische Opposition im Herbst 1989 maßgeblich mit, neben Forderungen nach Reise- und Meinungsfreiheit sowie Rechtsstaatlichkeit. Hendricks hob in ihrer Rede die Initiatoren des Nationalparkprogramms hervor.
Zu diesen Persönlichkeiten zählen Prof. Michael Succow, der später für sein Engagement den alternativen Nobelpreis erhielt, Prof. Hans Dieter Knapp, Dr. Lebrecht Jeschke und Prof. Matthias Freude.
Ihnen gemeinsam ist es zu verdanken, dass vor genau 25 Jahren der Ministerrat der DDR in seiner allerletzten Sitzung und als allerletzten Tagesordnungspunkt das Nationalparkprogramm der DDR beschlossen hat. Auf einen Schlag und sprichwörtlich in letzter Minute wurde die historische Chance genutzt, den Grundstein für ein System von Großschutzgebieten im wiedervereinten Deutschland zu legen.
Ebenso betonte Hendricks die Bedeutung von Prof. Klaus Töpfer, einem ihrer Amtsvorgänger als Bundesumweltminister, für den Erfolg des Programms.
