Neue Erkenntnisse zum Erhalt von Naturräumen auf Truppenübungsplätzen
Ein neuer Tagungsband des Bundesamtes für Naturschutz (BfN) beleuchtet Ansätze und Lösungswege für den Erhalt wertvoller Naturräume auf Truppenübungsplätzen. Der Erhalt und die Naturschutzmaßnahmen auf diesen Flächen sind aufgrund von Munitionsbelastung und Übungsbetrieb mit besonderen Schwierigkeiten verbunden.
Der Tagungsband gibt einen Überblick über etablierte und neuartige Managementverfahren zum Erhalt von Offenlandlebensräumen auf aktiven und ehemaligen Übungsplätzen. Die Bedeutung militärischer Übungsplätze für den Naturschutz ist unbestritten, da sich dort oft gefährdete Heiden, Trockenrasen und Binnendünen finden.
Herausforderungen und Managementverfahren
Die Erhaltung dieser Offenlandlebensräume stellt eine Herausforderung dar, insbesondere unter sich ändernden militärischen Anforderungen und durch Nutzungsänderungen, Vergrasung sowie Sukzession auf aufgegebenen Flächen. Zahlreiche gefährdete Pflanzen- und Tierarten, die in diesen Lebensräumen vorkommen, sind davon betroffen.
Im Rahmen einer BfN-Expertentagung in Bonn wurden Managementverfahren für den Erhalt wertvoller Offenlandlebensräume auf militärischen Übungsplätzen diskutiert. Dies geschah auch vor dem Hintergrund der Verpflichtungen aus der Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie der EU und des gesetzlichen Biotopschutzes. Der vorliegende Tagungsband dokumentiert Beiträge zu Managementmaßnahmen wie kontrolliertes Brennen, Beweidung, Mahd und Energieholznutzung.
Zudem werden die Tätigkeiten wichtiger Akteure auf militärischen Übungsplätzen, wie der Bundeswehr und der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben – Sparte Bundesforst, vorgestellt. Der Tagungsband richtet sich an Fachleute in Verwaltungen sowie an Praktiker, die mit der Offenhaltung und Pflege militärischer Übungsplätze befasst sind. Er enthält Anregungen und Hinweise zur konzeptionellen und praktischen Fortentwicklung von Managementmaßnahmen unter den spezifischen Rahmenbedingungen auf militärischen Übungsplätzen.