Poesie und Natur: Goethes Ginkgo-Gedicht am Welttag der Poesie
Der Welttag der Poesie, von der UNESCO ins Leben gerufen, bietet Anlass, die Verbindung zwischen Dichtung und Natur zu beleuchten. In diesem Kontext rückt ein Gedicht von Johann Wolfgang von Goethe in den Mittelpunkt, das den Ginkgo-Baum thematisiert.
Goethes Werk „Gingo Biloba“ aus dem September 1815 reflektiert die einzigartige Blattform des Ginkgo-Baumes, die sowohl eine Einheit als auch eine Zweiteilung suggeriert. Diese poetische Betrachtung der Natur wird von der Deutschen Umweltstiftung aufgegriffen, die sich als größte und älteste deutsche Bürgerstiftung durch die Unterstützung von 2.124 Stifterinnen und Stiftern auszeichnet.
Dieses Baums Blatt, der von Osten
Meinem Garten anvertraut,
Gibt geheimen Sinn zu kosten,
Wie's den Wissenden erbaut.
Ist es Ein lebendig Wesen,
Das sich in sich selbst getrennt?
Sind es zwei, die sich erlesen,
Dass man sie als eines kennt.
Solche Frage zu erwidern,
Fand ich wohl den rechten Sinn.
Fühlst du nicht in meinen Liedern,
Dass ich Eins und doppelt bin.
Anlässlich des Welttages der Poesie hat die Deutsche Umweltstiftung eine besondere Aktion ins Leben gerufen. Für jede Person, die sich an diesem Tag als Stifterin oder Stifter engagiert, wird ein Ginkgo-Bäumchen gepflanzt. Diese Initiative verbindet die Wertschätzung für poetische Ausdrucksformen mit einem konkreten Beitrag zum Umweltschutz.
Jörg Sommer, der Vorstandsvorsitzende der Deutschen Umweltstiftung, unterstreicht die Bedeutung dieser Aktion und ruft dazu auf, die Information über diese Initiative weiterzuverbreiten.