Solidarität in der Lieferkette gefordert
Der Herstellerverband Haus & Garten (HHG) und der Industrieverband Garten (IVG) e.V. rufen angesichts der aktuellen Marktlage zu solidarischem und zukunftsorientiertem Handeln auf. Die Ausbreitung der Omikron-Variante des Coronavirus führt zu vermehrten krankheitsbedingten Ausfällen, Problemen in den Lieferketten und gestiegenen Rohstoffpreisen. Diese Faktoren erschweren die Produktionsbedingungen vieler Unternehmen erheblich.
Die Verbände betonen, dass gemeinsame Anstrengungen von Handel und Herstellern notwendig sind, um die Versorgung mit Renovierungs- und Gartenbedarfsartikeln in ausreichendem Umfang sicherzustellen.
Herausforderungen durch Pandemie und Lieferengpässe
Deutschland erlebt seit rund zwei Monaten eine neue, ansteckendere Coronavirus-Variante. Die stark gestiegenen Inzidenzzahlen haben zu zahlreichen krankheitsbedingten Ausfällen in den produzierenden Unternehmen der Baumarkt- und Gartenbranche geführt. Zusätzlich belasten die Betriebe die steigenden Rohstoffkosten und die angespannte Situation in den Lieferketten.
Besonders importierende Unternehmen sehen sich mit Herausforderungen beim Warenbezug aus Asien konfrontiert. Neben der Knappheit von Containern und deutlich erhöhten Frachtraten, die bereits zu erheblichen Verwerfungen in der Lieferkette führen, verschärft die Null-Corona-Politik in China die Situation zusätzlich.
Partnerschaftliches Zusammenwirken ist entscheidend
Die bevorstehende Garten- und Outdoorsaison stellt hohe Anforderungen an alle Beteiligten, da in kurzer Zeit eine große Menge an Waren verfügbar sein muss.
Nur im partnerschaftlichen, konstruktiven Zusammenwirken aller Wertschöpfungspartner werden wir die durch das Coronavirus ausgelösten Risiken sowie mögliche Versorgungsengpässe minimieren und den Bedarf der Endkunden bestmöglich decken können.
Dies erklärt Anna Hackstein, Geschäftsführerin des IVG. Der Appell der Verbände richtet sich an alle Unternehmen der Wertschöpfungskette, die unvorhersehbare Krisensituation gemeinschaftlich und mit fairem, besonnenem Umgang zu bewältigen. Dabei soll die eigene ökonomische Gewinnorientierung in dieser besonderen Marktsituation verantwortungsvoll abgewogen werden.
Nur ein offener, auf Augenhöhe stattfindender Dialog entlang der Lieferkette wird es uns ermöglichen, zusätzliche negative Auswirkungen in der Warenversorgung und unerwünschte Wettbewerbsverzerrungen zu vermeiden.
So Norbert Lindemann, Geschäftsführer des HHG.
