Die Bedeutung von Stadtbäumen im Klimawandel
Die anhaltende Hitzewelle in Deutschland setzt nicht nur Menschen, sondern auch Bäume unter erheblichen Stress. Besonders in urbanen Gebieten benötigen Bäume bei hohen Temperaturen und Trockenheit deutlich mehr Wasser, als sie normalerweise speichern können. Ein ausgewachsener Straßenbaum verbraucht täglich zwischen neun und 14 Liter Wasser. Jungbäume sind aufgrund ihrer geringeren Wasserreserven besonders anfällig für Trockenstress.
Kurze Gewitterregen reichen oft nicht aus, um das entstandene Feuchtigkeitsdefizit auszugleichen. Der Bund deutscher Baumschulen (BdB) appelliert daher an die Bevölkerung, Bäume, insbesondere an heißen Tagen, zusätzlich zu bewässern.
Stadtbäume als natürliche Klimaanlagen
Stadtbäume sind in Hitzeperioden extremen Belastungen ausgesetzt. Gebäude und versiegelte Flächen in Städten heizen sich schneller auf als ländliche Gebiete. Straßenbäume sowie Bäume in Parks und Grünanlagen spielen eine wichtige Rolle, indem sie einen Teil der Wärmestrahlung von Gebäuden abpuffern.
Gerade Stadtbäume stehen bei dieser Hitze unter extremen Stress. Die Gebäude und Straßen in der Stadt heizen schneller auf als im ländlichen Raum. Straßenbäume und Bäume in Parks und Grünanalgen puffern dabei einen Teil der entstandenen Wärmestrahlung der Gebäude ab.BdB-Hauptgeschäftsführer Markus Guhl
Markus Guhl vom BdB hebt hervor, dass Bäume als natürliche Klimaanlagen fungieren. Durch die Verdunstungskälte, die sie erzeugen, tragen sie zur Senkung der Lufttemperatur bei. Darüber hinaus verbessern Bäume die Luftqualität in Städten, indem sie Sauerstoff produzieren und Feinstaub filtern.
Angesichts dieser vielfältigen positiven Effekte ist es von großer Bedeutung, Bäume während der heißen Jahreszeit ausreichend mit Wasser zu versorgen und sie so vor dem Austrocknen zu schützen.
