Die Grüne Stadt

Stadtbäume als Klimaanlage: Herausforderungen und Forschungsbedarf

Stadtbäume sind angesichts steigender Temperaturen essenziell für das Stadtklima, da sie Schatten spenden und kühlen. Der Bund deutscher Baumschulen (BdB) warnt jedoch vor den extremen Belastungen durch enge Pflanzgruben, Wassermangel und Schadstoffe. Um ihre Funktion zu sichern, fordert der BdB verstärkte Baumforschung zur Entwicklung klimaresistenter Sorten.

Die Rolle von Stadtbäumen im urbanen Hitzemanagement

Angesichts hochsommerlicher Temperaturen gewinnen Stadtbäume zunehmend an Bedeutung. Sie spenden nicht nur Schatten, sondern fungieren auch als natürliche Klimaanlagen im urbanen Raum. Diese Funktion ist entscheidend, da sich Gebäude und Straßen in Städten bei Hitze stark aufheizen.

Der Bund deutscher Baumschulen (BdB) weist jedoch darauf hin, dass Stadtbäume unter den extremen Bedingungen leiden.

„Der Stadtstandort ist immer auch ein Problemstandort. Die enge Pflanzgrube, der Wassermangel und die Schadstoffbelastung setzen den Bäumen zu. Viele angestammte Baumsorten leiden zudem unter dem einsetzenden Klimawandel“
, erklärt Markus Guhl, Hauptgeschäftsführer des BdB.

Um die wichtige Rolle der Stadtbäume langfristig zu sichern, fordert Guhl eine verstärkte politische Unterstützung für die Baumforschung. Ziel ist es, Baumsorten zu entwickeln, die auch unter den prognostizierten schwierigeren klimatischen Bedingungen in 30 bis 40 Jahren im Stadtgebiet gedeihen können. Nur so lässt sich ihre Funktion als Schattenspender und natürliche Kühlanlage für die Stadtbevölkerung erhalten.

05.07.2015

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