Die Grüne Stadt

DGNB-Platin für Stadtquartier Westend in Berlin

Das Projekt „Stadtquartier Westend“ in Berlin wurde von der DGNB mit „Platin“ ausgezeichnet. Die geplante Siedlung zählt damit zu den ersten DGNB-vorzertifizierten Stadtquartieren bundesweit, die einen Schwerpunkt auf Mietwohnungsbau legen.

Auszeichnung für nachhaltige Stadtentwicklung

Das Projekt „Stadtquartier Westend“ der Deutsche Wohnen in Berlin hat von der Deutschen Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen (DGNB) die Auszeichnung „Platin“ erhalten. Damit zählt die in Charlottenburg-Wilmersdorf geplante Siedlung zu den ersten DGNB-vorzertifizierten Stadtquartieren bundesweit, die einen Schwerpunkt auf Mietwohnungsbau legen.

Die Siedlung Westend befindet sich im Berliner Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf. Geplant ist, die bestehenden 212 Wohnungen aus den 1950er Jahren durch 600 neue Wohnungen zu ersetzen, die angemessene Preise und hohe Qualität bieten sollen. Bereits im zweistufigen Wettbewerbsverfahren, an dem nationale und internationale Architekturbüros teilnahmen, spielten Nachhaltigkeitsaspekte eine wichtige Rolle. Der Masterplan des Kopenhagener Architekturbüros Tegnestuen Vandkunsten überzeugte durch hochwertigen Städtebau und den weitgehenden Erhalt der bestehenden Bäume. Dies trägt zur Biodiversität, zur Freiraumqualität und zum stadtklimatischen Komfort bei.

Höchstbewertung Platin

Im Rahmen der DGNB-Vorzertifizierung wurden das Projekt und die Planungsarbeiten anhand von 45 Nachhaltigkeitskriterien bewertet. Dabei wurden die ökologische, technische, ökonomische und soziokulturelle Projektqualität sowie die Prozessqualität untersucht. Die Zertifizierung basiert auf dem Masterplan und mehreren Gutachten, die unter anderem die innovative Energieversorgung des Quartiers, nachhaltige Mobilität und die Freiraumgestaltung betreffen. Die DGNB bestätigte die Erfüllung dieser Nachhaltigkeitskriterien zu 83,1 Prozent.

Das Neubauvorhaben erhielt daraufhin ein Vorzertifikat mit der Höchstbewertung Platin.

Westend ist das größte Platin-zertifizierte Stadtquartier in Berlin und bundesweit eines der ersten DGNB-zertifizierten Stadtquartiere mit Schwerpunkt Mietwohnungsbau.

Dies bestätigte Rolf Messerschmidt, der das Neubauvorhaben als DGNB-Auditor begleitete.

Nachhaltigkeit und Zukunftsfähigkeit

Klaus Zahn, Leiter Neubau und Projektentwicklung bei der Deutsche Wohnen Construction and Facilities GmbH, betonte die ökologische und ökonomische Sinnhaftigkeit nachhaltigen Bauens für die Deutsche Wohnen. Der hohe Energiestandard der neuen Siedlung soll langfristig niedrige Heizkosten sichern, auch bei steigenden Ölpreisen. Dies fördert die Wertstabilität und die Vermietbarkeit der Immobilien. Auch das Mobilitätskonzept in Westend legt Wert auf Nachhaltigkeit.

Die Wegeführung durch das Quartier zur S-Bahn-Station „Olympiastadion“ und zu Bushaltestellen wird für Fußgänger kürzer und sicherer gestaltet, um die Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel attraktiver zu machen. Im Quartier sind zudem Car-Sharing-Stationen vorgesehen. Der Trinkwasserverbrauch und das Abwasseraufkommen sollen durch die neue Infrastruktur signifikant reduziert werden. Mieterinformationsveranstaltungen, Mieterbefragungen, ein Vor-Ort-Büro und eine dialogorientierte Internetseite ermöglichen bereits eine aktive Beteiligung der Bewohner. Im weiteren Planungsprozess sollen diese Instrumente um zusätzliche Partizipationsmöglichkeiten ergänzt werden.

Insgesamt entsteht mit dem Stadtquartier Westend ein modernes nutzungsgemischtes Stadtquartier, das lebendige Nachbarschaften möglich macht.

So Projektleiter Klaus Zahn.

17.02.2016

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