Grüne Oase für soziale Brennpunkte in Kapstadt
Höfer Gartenbau aus Eggstätt, Mitglied im Verband Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau Bayern, engagiert sich in der arbeitsfreien Winterzeit in gemeinnützigen Projekten. Aktuell kooperiert der Meisterbetrieb mit der südafrikanischen Non-Profit-Organisation Amandla, um in Kapstadt eine Grünanlage in einem sozialen Brennpunkt zu realisieren.
Amandla ist in Südafrika und Deutschland aktiv und konzentriert sich auf Bildungs- und Freizeitangebote für sozial Benachteiligte. Die Organisation entwickelte das Safe-Hub®-Modell, das Begegnungs- und Sportstätten für junge Menschen bereitstellt. Ziel dieser Einrichtungen ist es, die Jugendkriminalität und -arbeitslosigkeit zu reduzieren sowie schulische Leistungen, soziales Verhalten und die Gesundheit der Kinder und Jugendlichen zu verbessern.
Im Rahmen einer Kooperation von Amandla EduFootball mit der Oliver Kahn-Stiftung und weiteren Partnern wurde 2016 das Safe-Hub Gugulethu-Manenberg eröffnet. Dieses befindet sich in den Townships vor Kapstadt und dient bis zu 1.500 Jungen und Mädchen pro Woche als Förderstätte durch Fußball und Bildung. Neben dem Jugend- und Bildungszentrum existiert ein Kunstrasenplatz, der an die Intshukumo Gesamtschule angrenzt.
Das Potenzial des weitläufigen Außenbereichs wurde bisher nicht vollständig genutzt. Dies veranlasste Höfer Gartenbau, sich im Sinne seiner Firmenphilosophie des sozialen Garten- und Landschaftsbaus einzubringen und ein 567 Quadratmeter großes Gelände umzugestalten.
Um ein landschaftsgärtnerisches Projekt dieser Dimension, geplant ist ein Budget zwischen 20.000 und 30.000 Euro und eine Ausführungszeit von rund drei Wochen, an einem weit entfernten Ort durchführen zu können, benötigen wir einen zuverlässigen, lokalen Partner. Dieser muss die Kraft haben, monatelange Planungen, die Beschaffung von Arbeitskräften, Material und Maschinen, das Einholen von Genehmigungen und sonstige Bürokratie zu schultern. Mit Amandla, die wir seit Jahren sehr gut kennen und mit der bereits ein ausgeprägtes Vertrauensverhältnis besteht, haben wir diesen Partner gefunden, um mit den uns anvertrauten Spendengeldern ideal und zielführend wirtschaften zu können.
So erläutert Geschäftsführer Georg Höfer die Zusammenarbeit. Die Planungen für das Safe-Hub Gugulethu-Manenberg sehen einen Außenbereich vor, der sowohl den Anforderungen der Schule als auch den Besuchern gerecht wird. Die Grünanlage soll sich zudem einladend von der Umgebung innerhalb der Townships abheben.
Einerseits möchten wir Räume zur Erholung und Schattenbereiche nach einem kräftezehrenden Training schaffen und andererseits eine Außensportanlage für gemeinsame Aktivitäten und Zusammenkünfte kreieren. Damit ermöglichen wir den Kindern und Jugendlichen, an ihrer Geschicklichkeit, Kraft und Ausdauer zu feilen.
Das Konzept zielt auf ein modernes Gelände zum Lernen, Spielen und Trainieren ab, das nachhaltig zum Erfolg des Safe-Hubs beitragen soll. Sämtliche Planungs- und Ausführungsarbeiten werden von dem Fachbetrieb ehrenamtlich durchgeführt. Das Unternehmen bindet zudem lokale Landschaftsgärtner in den Bauprozess ein und schult diese Fachkräfte für die spätere Instandhaltung und Pflege der Grünanlage.
Höfer ist überzeugt, dass das Engagement den Horizont der Mitarbeiter erweitert und nicht nur dem Safe-Hub in Kapstadt zugutekommt, sondern auch dem gesamten Team sowie langfristig Kunden und Geschäftspartnern als Teil einer globalen, verantwortungsbewussten Gesellschaft.


