Ein Leben für die KANN Gruppe: Werdegang und Unternehmensentwicklung
Nach seiner Rückkehr aus amerikanischer Kriegsgefangenschaft absolvierte Horst Kann eine kaufmännische Ausbildung im Werk Bendorf. Im Jahr 1959 übernahm die Familie Kann die Anteile des Gesellschafters Pleines, woraufhin das Unternehmen in die KANN KG umgewandelt wurde. Nach dem unerwarteten Tod seines Vaters Paul Kann im Jahr 1960 übernahm der damals 32-jährige Horst Kann die alleinige Geschäftsführung.
Unter seiner Führung expandierte das Unternehmen in den 1960er und 1970er Jahren in die Bereiche Transportbeton und Betonwaren. Im Jahr 1983 erfolgte die Umfirmierung der KANN KG in die KANN GmbH & Co. KG, nachdem die langjährigen Geschäftsführer Dr. Heinz Geenen und Heinz Lauermann beteiligt wurden. In den 1990er Jahren engagierte sich das Unternehmen auch in den neuen Bundesländern.
Die KANN Gruppe entwickelte sich unter Horst Kann zu einem Verbund in der Baustoffindustrie, der Betonprodukte für den Hoch-, Tief- und Straßenbau sowie den Garten- und Landschaftsbau herstellt. Um die Fortführung des Unternehmens zu sichern, berief Horst Kann bereits 2005 seinen Sohn Paulhorst Kann und Jan Geenen an die Unternehmensspitze.
Würdigung und Vermächtnis eines engagierten Unternehmers
Mit Horst Kann verlor die deutsche mittelständische Wirtschaft einen Unternehmer, der sich durch unermüdlichen Einsatz und Verlässlichkeit auszeichnete. Seine vorausschauende Firmenpolitik und Innovationsbereitschaft prägten seine Tätigkeit. Für seine unternehmerischen und gesellschaftlichen Leistungen wurde er mit dem Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland ausgezeichnet.
Horst Kann verstarb am 17. April 2010 infolge eines Unfalls. Er hinterlässt seine Ehefrau Waldtraud Kann, vier Kinder, sechs Enkel und zwei Urenkel.
