Naturschutz

Blühpakt Bayern wird durch Initiative „natürlich Bayern“ unterstützt

Der Blühpakt Bayern erhält zukünftig Unterstützung durch die landesweite Initiative „natürlich Bayern“. Diese wird vom Deutschen Verband für Landschaftspflegeverbände und den Bayerischen Landschaftspflegeverbänden getragen. Umweltminister Dr. Marcel Huber äußerte sich in Altötting zu dieser Entwicklung.

„natürlich Bayern“ stärkt den Blühpakt

Der Blühpakt Bayern erhält zukünftig Unterstützung durch die landesweite Initiative „natürlich Bayern“. Diese wird vom Deutschen Verband für Landschaftspflegeverbände und den Bayerischen Landschaftspflegeverbänden getragen. Umweltminister Dr. Marcel Huber äußerte sich in Altötting zu dieser Entwicklung.

Der Blühpakt ist Bayerns Antwort auf den Rückgang von Bienen und Insekten. Wir haben ein klares Ziel: Wir wollen Bayern zum Blühen bringen. Dafür investieren wir rund 2,7 Millionen Euro. Damit werden wir zusammen mit den Landschaftspflegeverbänden in den kommenden fünf Jahren eine bayernweite Kampagne starten und 30 insektenfreundliche Maßnahmen in den Kommunen umsetzen.

Ein Beispiel für die geplanten Maßnahmen ist die Gewinnung von Saatgut von geeigneten Spenderflächen. Mit diesem Saatgut sollen dann ungenutzte Flächen, sogenannte „eh-da-Flächen“, aufblühen.

Die Initiative wurde auf einer Blühfläche des Projekts „Biotopvernetzung auf Gemeindeflächen“ des Landschaftspflegeverbandes Altötting vorgestellt. Huber hob hervor, dass dies ein effektiver Naturschutz sei, bei dem Blühflächen vervielfacht würden. Durch das selbst gewonnene einheimische Saatgut versorge der Landschaftspflegeverband Altötting zahlreiche Flächen und schaffe so ein Blütenmeer auf Wiesen, Weg- und Straßenrändern sowie öffentlichen Flächen.

Ziele und Maßnahmen des Blühpakts Bayern

Der Blühpakt Bayern umfasst weitere Ziele und Maßnahmen:

  • Ein Blühpakt-Manager fungiert als Ansprechpartner für Bürger, Unternehmen, Kommunen und weitere Interessierte. Er koordiniert bayernweit Projekte und begleitet Initiativen. Dr. Stephan Niederleitner ist unter bluehpakt@stmuv.bayern.de erreichbar.
  • Der Wettbewerb „Blühender Betrieb“ startet, um bayerische Unternehmen zur Schaffung von Blühflächen auf ihren Betriebsgeländen zu motivieren. Die rund 2.400 Mitglieder des Umweltpakts Bayern sind hierbei die erste Zielgruppe.
  • Eine Informationskampagne für die Bevölkerung soll zur Gestaltung eines bienen- und insektenfreundlichen Umfelds auf Balkonen und in Gärten anregen.
  • Zusätzliche 10 Millionen Euro werden im Rahmen des Vertragsnaturschutzes zur Förderung von Umwelt- und Naturschutzmaßnahmen in der Landwirtschaft bereitgestellt. Bis 2019 sollen 100.000 Hektar landwirtschaftliche Fläche nach den Vorgaben des Vertragsnaturschutzes bewirtschaftet werden. Bis 2030 ist eine Verdopplung dieser Fläche vorgesehen. Ein Ziel ist dabei die Weiterentwicklung des Blühpakts.

Weitere Informationen zum Blühpakt sind auf einer neuen Homepage verfügbar.

11.10.2018

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