Die Grüne Stadt

Grüne Infrastruktur in Städten und Gemeinden: Herausforderungen und innovative Konzepte

Städte und Gemeinden stehen vor der Herausforderung, ihre grüne Infrastruktur trotz knapper Ressourcen zu erhalten und zu verbessern. Innovative Konzepte sind gefragt, um die Lebensqualität zu sichern und den Bedürfnissen der Bürger gerecht zu werden.

Die Rolle der grünen Infrastruktur für Lebensqualität und Stadtklima

Parkanlagen, Rasenflächen, Stadtwälder, Straßenbegleitgrün, Sport- und Freizeitanlagen, Friedhöfe sowie Dach- und Fassadenbegrünungen bilden die grüne Infrastruktur von Städten und Dörfern. Diese Grünflächen tragen nicht nur zum ästhetischen Erscheinungsbild bei, sondern verbessern auch das Stadtklima, die Luftqualität und bieten wichtige Nutzungs- und Freizeitmöglichkeiten, die zur Lebensqualität beitragen.

Bürger äußern in Umfragen häufig den Wunsch nach frei zugänglichen Grünflächen mit abwechslungsreicher Bepflanzung und vielfältigen Nutzungsmöglichkeiten. Dieser Wunsch steht jedoch oft im Konflikt mit den begrenzten Ressourcen vieler Kommunen für die Grünpflege. Sparzwänge führen vielerorts zu erheblichen Budgeteinschränkungen in Grünflächenämtern. In wachsenden Kommunen verstärkt der Bedarf an zusätzlichem Wohnraum den Druck, Grün- und Freiflächen zu erhalten.

Kreative Ansätze zur Grünflächenentwicklung

Einige Kommunen entwickeln kreative Konzepte, um Haushaltsengpässe und Interessenkonflikte zu bewältigen und gleichzeitig die Qualität ihrer Grünflächen zu verbessern. Solche Konzepte öffentlich zu machen und den Erfahrungsaustausch zwischen Kommunen zu fördern, ist das Ziel des Husqvarna Förderwettbewerbs, der zum zweiten Mal stattfindet. Städte und Gemeinden, Wohnungs- und Immobiliengesellschaften, Landschaftsarchitekten oder Landschaftsgärtner können sich bis zum 31. Januar 2018 mit ihren Projekten bewerben.

Im Kern geht es um innovative und gleichzeitig praxisnahe Ansätze zur Qualitätssicherung und -verbesserung des öffentlichen Grüns. Dabei ist uns vor allem die Berücksichtigung von Nachhaltigkeitsaspekten bei der Planung, Anlage und Pflege der Grünflächen wichtig.

Eingereicht werden können ausschließlich bereits realisierte Projekte.

Förderwettbewerb mit Auszeichnungen

Das Siegerkonzept des Wettbewerbs erhält ein Preisgeld von 10.000 Euro. Die Zweit- bis Fünftplatzierten erhalten Sachpreise. Alle nominierten Bewerbungen werden in der Fachpresse vorgestellt. Die Preisträger werden auf der Messe GaLaBau 2018 in Nürnberg (12.-15.09.2018) ausgezeichnet. Der Wettbewerb ist eine Kooperation von Husqvarna Deutschland und der Stiftung DIE GRÜNE STADT. Partner sind der Bundesverband Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau (BGL) e.V., der Bund deutscher Landschaftsarchitekten (bdla) e.V., der Bund deutscher Baumschulen (BdB) e.V., die Gartenamtsleiterkonferenz (GALK), die Hochschule für Wirtschaft und Umwelt Nürtingen-Geislingen (HfWU) sowie die Nürnberg-Messe mit der GaLaBau 2018.

Bedeutung der Grünpflege

Neben der Mindestanforderung an die Verkehrssicherheit gibt es gute wirtschaftliche Gründe für die konsequente Pflege des öffentlichen Grüns.

Peter Menke, Vorstand der Stiftung DIE GRÜNE STADT, betont, dass aus ökonomischer Sicht die werterhaltende Pflege ein absolutes Minimum darstellt. Eine vermeintliche Einsparung bei den Pflegekosten führe andernfalls zu einer Kostensteigerung.

Die regelmäßige Pflege der Grünanlagen ist sichtbarer Ausdruck der Wertschätzung des öffentlichen Grüns und ist in jedem Falle die preiswerteste und effizienteste Lösung. Entscheidend ist aus unserer Erfahrung ein schlüssiges Grünkonzept der Kommune, das für verschiedene Flächentypen auch verschiedene Pflegeintensitäten vorgibt.

19.12.2017

Weitere Informationen erhalten Sie hier:

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89079Ulm
Deutschland

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