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Auftragsbestände der Industrie auf Rekordniveau

Die deutsche Industrie verzeichnet aktuell die höchsten Auftragsbestände seit Beginn der Erhebungen im Jahr 1969. Dies ist vor allem auf fehlende Vorprodukte und Rohstoffe zurückzuführen, die eine vollständige Abarbeitung der Aufträge verhindern.

Historischer Höchststand bei den Auftragsbeständen

Die deutsche Industrie verzeichnet aktuell die höchsten Auftragsbestände seit Beginn der Erhebungen im Jahr 1969. Laut einer Umfrage des ifo Instituts reichen die vorhandenen Aufträge im Durchschnitt für eine Produktionsdauer von 4,5 Monaten. Dieser Wert markiert einen historischen Höchststand.

Ein wesentlicher Grund für diese Entwicklung ist, dass die in den vergangenen Monaten eingegangenen Aufträge aufgrund fehlender Vorprodukte und Rohstoffe nicht vollständig abgearbeitet werden konnten. Dies führt zu einem ungewöhnlich hohen Auftragsüberhang.

„Das gab es noch nie, seit wir diese Frage im Jahr 1969 zum ersten Mal gestellt haben. Die Auftragseingänge der vergangenen Monate konnten nicht abgearbeitet werden, weil den Unternehmen wichtige Vorprodukte und Rohstoffe fehlten“, erklärt Timo Wollmershäuser, Leiter der ifo Konjunkturprognosen.

Sollten sich die aktuellen Lieferengpässe in den kommenden Monaten auflösen, könnte dies zu einem deutlichen Anstieg der Industrieproduktion führen. Eine solche Entwicklung hätte positive Auswirkungen auf die gesamte Wirtschaftsleistung.

Besonders ausgeprägt ist der Auftragsüberhang in bestimmten Branchen. Die Automobilindustrie, einschließlich Hersteller und Zulieferer, verfügt über Aufträge, die eine Produktionsdauer von schätzungsweise 8,0 Monaten sichern. Im Maschinenbau reichen die Aufträge für 6,1 Monate und bei den Herstellern von Datenverarbeitungsgeräten für 5,0 Monate. Im Gegensatz dazu weisen die Drucker mit 1,9 Monaten die kürzeste Reichweite der Auftragsbestände auf.

10.02.2022

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