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Materialengpässe in der Industrie erreichen neuen Höchststand

Der Materialmangel in der deutschen Industrie hat im Dezember einen neuen Rekordwert erreicht, wobei 81,9 Prozent der Unternehmen über Engpässe bei der Beschaffung von Vorprodukten und Rohstoffen klagen. Dies führt zu einer paradoxen Situation, in der volle Auftragsbücher aufgrund eingeschränkter Lieferfähigkeit nicht abgearbeitet werden können.

Herausforderungen für Produktion und Branchen

Klaus Wohlrabe, Leiter der ifo Umfragen, beschreibt die aktuelle Situation als paradox: „Die Auftragsbücher sind voll. Der Materialmangel erlaubt es den Unternehmen aber nicht, ihre Produktion entsprechend hochzufahren.“ Dies verdeutlicht die Diskrepanz zwischen hoher Nachfrage und eingeschränkter Lieferfähigkeit.

Die Anzahl der Unternehmen mit Beschaffungsproblemen ist in nahezu allen Branchen gestiegen. Besonders stark betroffen sind die Hersteller von elektrischen Ausrüstungen, bei denen 94 Prozent der Firmen Engpässe melden. Dicht gefolgt von der Automobilindustrie mit 93 Prozent und dem Maschinenbau mit 91 Prozent.

Eine signifikante Verschlechterung ist auch im Papiergewerbe zu verzeichnen, wo der Anteil der betroffenen Unternehmen von 66 auf 89 Prozent gestiegen ist. Lediglich in der Lederindustrie zeigte sich eine leichte Entspannung, wobei hier immer noch knapp jedes zweite Unternehmen von Beschaffungsproblemen berichtet.

Folgen der Engpässe: Preisanpassungen

Die anhaltend schwierige Lage auf der Beschaffungsseite führt zu weiteren Preisanpassungen. Wohlrabe ergänzt hierzu: „Mindestens jedes zweite Unternehmen plant, seine Preise in den kommenden drei Monaten zu erhöhen.“ Dies deutet auf eine Fortsetzung des Preisauftriebs in der Industrie hin.

23.12.2021

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