Vielfalt der Nadelgehölze: Von schuppenförmig bis nadelförmig
Der Begriff „Nadelgehölze“ leitet sich von der Blattform ab, obwohl nicht alle Arten dünne und spitze Nadeln besitzen. Lebensbäume (Thuja) und Scheinzypressen (Chamaecyparis) beispielsweise weisen schuppenförmige Blätter auf und werden häufig für Hecken verwendet. Eiben (Taxus) sind schnittverträglich, wachsen langsam und eignen sich als Formgehölze. Diese heimischen Nadelgehölze mit roten Beeren sind anpassungsfähig und kommen mit wenig Licht und Wurzelraum zurecht.
Die Zwerg-Muschelzypresse (Chamaecyparis obtusa) zeichnet sich durch fächerartig abstehende Seitenzweige aus, die an Muschelschalen erinnern. Die Zwerg-Fadenzypresse (Chamaecyparis pisifera) präsentiert sich mit einer flachkugeligen Form und langen, überhängenden, hellgrünen Zweigen.
Zwergkiefern (Pinus mugo) zeigen einen kriechenden Wuchs und sind durch eng zusammenstehende Bündel langer Nadeln gekennzeichnet. Die Schwarz-Kiefer (Pinus nigra), ein robuster und anspruchsloser Vertreter, wächst jung kegelförmig und entwickelt im Alter eine breitere, bizarre Krone. Sie gedeiht gut an sonnigen, trockenen Standorten.
Besondere Arten und ihre Eigenschaften
Echte Zypressen (Cupressus), bekannt als schlanke, hohe Bäume aus Italien, gedeihen in Mitteleuropa nur in milden, geschützten Regionen. Eine winterhärtere Alternative stellt die Arizona-Zypresse (Cupressus arizonica) dar, die der echten Zypresse optisch ähnelt.
Die Blaue Korea-Kiefer (Pinus koraiensis) wurde wegen ihrer ungewöhnlichen blauen Farbe nach Europa gebracht. Blaue Farbtöne lassen sich auch mit Wacholder (Juniperus) in den Garten integrieren, der als bodendeckender Teppich-Wacholder, buschig-breit oder schlank-säulenförmig wächst. Einige Fichten (Picea) fallen durch silbrige bis bläuliche Nadeln auf.
Eine Ausnahme unter den wintergrünen Nadelgehölzen bilden Lärchen (Larix). Ihre feinen Nadeln färben sich im Herbst goldgelb, fallen im Winter ab und treiben im Frühjahr hellgrün aus. Diese Bäume sind anspruchslos und widerstandsfähig. Neben der imposanten Europäischen Lärche gibt es auch kleinbleibende Sorten, wie eine japanische Zwergform.
Ideale Pflanzzeit im Herbst
Der Herbst ist die optimale Pflanzzeit für Nadelgehölze. Der Boden speichert noch die Wärme des Sommers, und regelmäßige Niederschläge gewährleisten eine ausreichende Feuchtigkeit für die Wurzeln. Gleichzeitig reduzieren kühlere Temperaturen die Wasserverdunstung. Dies ermöglicht den Gehölzen, vor dem Winter frische Wurzeln zu bilden und die kalte Jahreszeit am neuen Standort gut zu überstehen, um im Frühjahr kräftig auszutreiben.
