Entwicklung der Exportpreise im Januar 2024
Die Exportpreise verzeichneten im Januar 2024 einen Rückgang von 1,3 % gegenüber Januar 2023. Im Dezember 2023 lag die Jahresveränderungsrate bei -1,4 %. Im Vergleich zum Vormonat Dezember 2023 stiegen die Exportpreise leicht um 0,1 %.
Energiepreise beeinflussen Importkosten maßgeblich
Der Rückgang der Importpreise im Jahresvergleich ist maßgeblich auf niedrigere Energiepreise zurückzuführen. Energieeinfuhren waren im Januar 2024 um 27,7 % günstiger als im Januar 2023 und um 1,6 % günstiger als im Dezember 2023.
Besonders prägend für die Jahresveränderungsrate war der Preisrückgang bei Erdgas um 47,2 % gegenüber Januar 2023. Auch andere importierte Energieträger verbilligten sich erheblich: Die Preise für elektrischen Strom sanken um 34,1 %, für Steinkohle um 31,0 %, für Mineralölerzeugnisse um 12,6 % und für Erdöl um 3,2 %.
Im Monatsvergleich fielen die Preise für Erdgas (-5,6 %) und Steinkohle (-3,8 %), während elektrischer Strom (+12,1 %) teurer wurde. Ohne Berücksichtigung der Energiepreise lagen die Importpreise im Januar 2024 um 2,5 % unter dem Vorjahresniveau, stiegen jedoch um 0,1 % gegenüber Dezember 2023.
Entwicklung bei Vorleistungs-, Investitions- und Konsumgütern
Die Preise für importierte Vorleistungsgüter waren im Januar 2024 um 7,2 % niedriger als im Vorjahresmonat und fielen um 0,5 % gegenüber Dezember 2023. Insbesondere verbilligten sich Düngemittel und Stickstoffverbindungen (-41,6 %), Papier und Pappe (-16,8 %), Kunststoffe in Primärformen (-14,4 %) sowie Metalle (-13,8 %).
Die Preise für Investitionsgüter stiegen im Jahresvergleich um 0,6 % und im Monatsvergleich um 0,2 %. Konsumgüter waren gegenüber Januar 2023 um 0,3 % teurer (+0,7 % gegenüber Dezember 2023).
Importierte landwirtschaftliche Güter verteuerten sich um 0,1 % gegenüber Januar 2023 (+1,8 % gegenüber Dezember 2023). Hier waren insbesondere Kakaobohnen (+73,4 %), Erdbeeren (+56,8 %) und lebende Schweine (+16,8 %) teurer. Im Gegensatz dazu wurden Weizen (-27,1 %) und Rohkaffee (-9,0 %) zu deutlich niedrigeren Preisen importiert.
Exportpreise nach Gütergruppen im Detail
Die Preise für Energieexporte lagen im Januar 2024 um 22,9 % unter dem Vorjahresniveau (-7,4 % gegenüber Dezember 2023). Dieser Rückgang ist hauptsächlich auf die um 33,8 % gesunkenen Erdgaspreise zurückzuführen. Gegenüber dem Vormonat wurde Erdgas um 20,2 % billiger.
Mineralölerzeugnisse kosteten weiterhin weniger als vor einem Jahr (-9,7 %), verteuerten sich jedoch um 1,1 % gegenüber Dezember 2023. Die Preise für den Export landwirtschaftlicher Güter waren 7,7 % niedriger als im Vorjahr (-0,2 % gegenüber Dezember 2023).
Exportierte Vorleistungsgüter verbilligten sich um 4,6 % gegenüber Januar 2023 (-0,1 % gegenüber Dezember 2023). Im Gegensatz dazu wurden Investitionsgüter zu 2,8 % höheren Preisen exportiert, und die Preise für exportierte Konsumgüter lagen ebenfalls über denen des Vorjahres (+0,6 %).
