Büroorganisation und Verwaltung

Importpreise im Januar 2024 um 5,9 % unter Vorjahresniveau

Die Importpreise in Deutschland sanken im Januar 2024 um 5,9 % im Vergleich zum Vorjahr. Dies ist das erste Ergebnis nach der Umstellung auf das neue Basisjahr 2021. Auch die Exportpreise verzeichneten einen Rückgang.

Entwicklung der Exportpreise im Januar 2024

Die Exportpreise verzeichneten im Januar 2024 einen Rückgang von 1,3 % gegenüber Januar 2023. Im Dezember 2023 lag die Jahresveränderungsrate bei -1,4 %. Im Vergleich zum Vormonat Dezember 2023 stiegen die Exportpreise leicht um 0,1 %.

Energiepreise beeinflussen Importkosten maßgeblich

Der Rückgang der Importpreise im Jahresvergleich ist maßgeblich auf niedrigere Energiepreise zurückzuführen. Energieeinfuhren waren im Januar 2024 um 27,7 % günstiger als im Januar 2023 und um 1,6 % günstiger als im Dezember 2023.

Besonders prägend für die Jahresveränderungsrate war der Preisrückgang bei Erdgas um 47,2 % gegenüber Januar 2023. Auch andere importierte Energieträger verbilligten sich erheblich: Die Preise für elektrischen Strom sanken um 34,1 %, für Steinkohle um 31,0 %, für Mineralölerzeugnisse um 12,6 % und für Erdöl um 3,2 %.

Im Monatsvergleich fielen die Preise für Erdgas (-5,6 %) und Steinkohle (-3,8 %), während elektrischer Strom (+12,1 %) teurer wurde. Ohne Berücksichtigung der Energiepreise lagen die Importpreise im Januar 2024 um 2,5 % unter dem Vorjahresniveau, stiegen jedoch um 0,1 % gegenüber Dezember 2023.

Entwicklung bei Vorleistungs-, Investitions- und Konsumgütern

Die Preise für importierte Vorleistungsgüter waren im Januar 2024 um 7,2 % niedriger als im Vorjahresmonat und fielen um 0,5 % gegenüber Dezember 2023. Insbesondere verbilligten sich Düngemittel und Stickstoffverbindungen (-41,6 %), Papier und Pappe (-16,8 %), Kunststoffe in Primärformen (-14,4 %) sowie Metalle (-13,8 %).

Die Preise für Investitionsgüter stiegen im Jahresvergleich um 0,6 % und im Monatsvergleich um 0,2 %. Konsumgüter waren gegenüber Januar 2023 um 0,3 % teurer (+0,7 % gegenüber Dezember 2023).

Importierte landwirtschaftliche Güter verteuerten sich um 0,1 % gegenüber Januar 2023 (+1,8 % gegenüber Dezember 2023). Hier waren insbesondere Kakaobohnen (+73,4 %), Erdbeeren (+56,8 %) und lebende Schweine (+16,8 %) teurer. Im Gegensatz dazu wurden Weizen (-27,1 %) und Rohkaffee (-9,0 %) zu deutlich niedrigeren Preisen importiert.

Exportpreise nach Gütergruppen im Detail

Die Preise für Energieexporte lagen im Januar 2024 um 22,9 % unter dem Vorjahresniveau (-7,4 % gegenüber Dezember 2023). Dieser Rückgang ist hauptsächlich auf die um 33,8 % gesunkenen Erdgaspreise zurückzuführen. Gegenüber dem Vormonat wurde Erdgas um 20,2 % billiger.

Mineralölerzeugnisse kosteten weiterhin weniger als vor einem Jahr (-9,7 %), verteuerten sich jedoch um 1,1 % gegenüber Dezember 2023. Die Preise für den Export landwirtschaftlicher Güter waren 7,7 % niedriger als im Vorjahr (-0,2 % gegenüber Dezember 2023).

Exportierte Vorleistungsgüter verbilligten sich um 4,6 % gegenüber Januar 2023 (-0,1 % gegenüber Dezember 2023). Im Gegensatz dazu wurden Investitionsgüter zu 2,8 % höheren Preisen exportiert, und die Preise für exportierte Konsumgüter lagen ebenfalls über denen des Vorjahres (+0,6 %).

22.03.2024

Zurück