Dünger und Substrate

DLG entwickelt neue Prüfrichtlinien für Kultursubstrate

Die DLG hat neue Prüfrichtlinien für Kultursubstrate entwickelt, um Verbrauchern Orientierung zu bieten. Die TerraBrill-Blumenerden wurden als erste Produkte ausgezeichnet. Eine unabhängige Prüfungskommission sichert die Neutralität der Tests.

Unabhängige Prüfungskommission sichert Neutralität und Qualität

Ein wesentliches Merkmal der DLG-Prüfungen ist die Einbindung ehrenamtlicher Prüfungskommissionen. Diese bestehen aus Experten und Endanwendern und tragen maßgeblich zur Erstellung der Prüfrichtlinien bei. Ihre Aufgabe ist es, alle relevanten Parameter für die Prüfung festzulegen und den Bewertungsmaßstab zu definieren.

Durch die Beteiligung von Fachleuten und Praktikern gewährleistet die DLG die Neutralität und Unabhängigkeit ihrer Prüfverfahren. Dies stellt sicher, dass die Prüfergebnisse objektiv sind und die Produktqualität zuverlässig bewertet wird.

Umfassender Prüfumfang für Kultursubstrate

Für einen erfolgreichen Pflanzenanbau, sowohl im privaten Bereich als auch in der professionellen Gärtnerei, ist eine gleichbleibend hohe Qualität der Kultursubstrate unerlässlich. Die DLG-Experten berücksichtigen bei der Qualitätsprüfung von Pflanz- und Blumenerden neben gesetzlichen Anforderungen, wie der Düngemittelverordnung (DüMV), auch weitere physikalische, chemische und biologische Parameter, die für den Verbraucher relevant sind.

Bei den physikalischen Eigenschaften werden die Füllmenge bei abgepackter Ware, das Volumengewicht, die Trockensubstanz und die Korngrößenverteilung untersucht. Ein besonderes Augenmerk liegt auf dem sogenannten „Überkorn“: Unverrottete Bestandteile aus Kompost können die Homogenität des Substrats beeinträchtigen. Hier gilt ein Grenzwert von maximal 5 % des Volumens für Korngrößen über 20 mm.

Die chemische Analyse umfasst die wichtigsten löslichen Makro- und Mikronährstoffe. Zudem werden die Pflanzerden auf die Einhaltung von Grenzwerten für Schwermetall- und Schadstoffbelastungen überprüft. Auch der Salzgehalt und der pH-Wert gehören zu den im Labor bestimmten Parametern.

Hinsichtlich der biologischen Qualität müssen Pflanz- und Blumenerden frei von humanpathogenen Keimen wie Salmonellen oder Schimmelpilzen sein. Sie dürfen zudem maximal drei keimende Unkrautsamen oder austreibende Pflanzenteile pro Liter Substrat enthalten. Eine der wichtigsten Prüfungen ist die auf Pflanzenverträglichkeit, bei der pflanzenschädigende Stoffe im Keimpflanzentest ausgeschlossen werden.

Kontinuierliche Qualitätsüberwachung

Hersteller, die am DLG-Qualitätssiegelprogramm teilnehmen, verpflichten sich zu einer dauerhaften und neutralen Überwachung ihrer Produktqualität durch die DLG. Im Rahmen dieser Überwachung werden jährlich mehrere unangekündigte Proben durch geschulte Probenehmer beim Hersteller oder im Handel entnommen und analysiert.

Die Gebr. Brill Substrate GmbH & Co. KG hat mit ihrer TerraBrill-Blumenerde als erstes Unternehmen die DLG-Anforderungen für das Qualitätssiegel für Kultursubstrate erfüllt und diese Auszeichnung erhalten.

22.12.2014

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