Funktionale Zonen im Garten optimal gestalten
Die Gestaltung eines Gartens lässt sich mit der Einrichtung eines Hauses vergleichen: Die Grundstruktur ist gegeben, doch die individuelle Ausgestaltung macht ihn wohnlich und persönlich. Dies betrifft die Farbgebung in Beeten, die Auswahl des Gartenmobiliars und die funktionale Aufteilung der Bereiche.
Ein Gespräch mit einem Landschaftsgärtner kann hierbei hilfreich sein, um eigene Vorstellungen in ein stimmiges Konzept zu überführen und umzusetzen. Fachleute geben zudem wertvolle Hinweise zu Aspekten, die Gartenbesitzer oft nicht bedenken.
Experten empfehlen beispielsweise, in jedem Garten einen Sitzbereich vorzusehen. Dieser dient der Entspannung tagsüber und als Treffpunkt für gemeinsame Aktivitäten am Abend. Die südwestliche Seite des Hauses ist hierfür oft ideal, da sie abends noch die Wärme der Sonne bietet.
Soll ein Teich angelegt werden, ist es insbesondere bei Familien mit kleinen Kindern ratsam, diesen aus Sicherheitsgründen nahe der Terrasse zu platzieren. So bleiben die Kinder im Blick, und das Wasser trägt zu einem angenehmen Mikroklima am Sitzplatz bei. Für Kochbegeisterte kann ein Kräutergarten nahe am Haus sinnvoll sein, um kurze Wege zu frischen Zutaten zu gewährleisten und die Terrasse mit würzigen Düften zu bereichern.
Spielgeräte wie Schaukeln oder Klettergerüste finden ihren Platz idealerweise im hinteren Gartenbereich, wo Kinder ungestört toben können. Auch für Erwachsene, die Sport oder Yoga im Freien praktizieren möchten, lassen sich entsprechende Bereiche oder Meditationsplätze harmonisch zwischen Stauden und Gräsern integrieren.
„Es gibt viele Möglichkeiten, wie sich die individuellen Bedürfnisse und Hobbys auf attraktive Weise in den Garten integrieren lassen. Mit einer geschickten Planung muss man selbst auf einem kleineren Grundstück auf fast nichts verzichten.“
Dies erklärt Jungjohann vom BGL.
Der Garten im Wandel der Zeit und Bedürfnisse
Ein Garten ist einem stetigen Wandel unterworfen, insbesondere durch die Pflanzen, die sich im Jahresverlauf unterschiedlich präsentieren. Viele Stauden sind im Winter unsichtbar, treiben im Frühling neu aus, blühen im Sommer farbenprächtig und bilden im Herbst kunstvolle Strukturen mit ihren trockenen Blütenständen. Auch Laubgehölze, Halbsträucher, Zwiebelblumen und Knollengewächse verändern das Erscheinungsbild des Grundstücks über das Jahr hinweg.
Langfristig passt sich der Garten den sich ändernden Anforderungen seiner Besitzer an.
„Ein richtiger Traumgarten ist niemals statisch, sondern passt sich an die sich wandelnden Anforderungen der Besitzer an.“
So Jungjohann. Ein Sandkasten, der für Kindergartenkinder attraktiv ist, kann später einem Trampolin weichen. Im Jugendalter der Kinder könnte ein kleiner Pool für die Familie interessant werden. Der Garten kann somit in jeder Lebensphase die gewünschten Funktionen erfüllen.
Landschaftsgärtner empfehlen, zukünftige Veränderungen bereits bei der ersten Planung zu berücksichtigen. Dies dient als Orientierung für die Platzierung konstanter Elemente wie Wege, Treppen, Mauern, Terrassen, Lichtinstallationen oder imposante Hausbäume. Diese Elemente werden selten verändert und sollten daher vorausschauend angelegt werden.
„Die Ideen für die nächsten Jahre sind aber natürlich keinesfalls in Stein gemeißelt. Wie auch im Haus gilt: Die festen Elemente bilden nur den Rahmen, alles andere ist absolut individuell und wandelbar.“
Dies betont Jungjohann vom BGL.


