Jahresdurchschnittliche Inflationsrate bleibt konstant
Die Verbraucherpreise in Deutschland sind im Jahresdurchschnitt 2025 um 2,2 % gegenüber dem Vorjahr gestiegen. Damit hat sich die Entwicklung der Verbraucherpreise stabilisiert, nachdem die Inflationsrate im Jahresdurchschnitt 2024 ebenfalls bei 2,2 % gelegen hatte und in den Jahren zuvor deutlich über 2 Prozent. Im Jahr 2023 betrug die Jahresdurchschnittsrate 5,9 %, 2022 waren es 6,9 % und 2021 lag sie bei 3,1 %.
Die monatliche Inflationsrate im Dezember 2025 erreichte 1,8 % im Vergleich zum Vorjahresmonat. Dies bedeutet eine Abschwächung zum Jahresende, da die monatliche Rate im Dezember erstmals im Jahr 2025 unter zwei Prozent fiel. Ein noch niedrigerer Wert wurde zuletzt im September 2024 mit 1,6 % verzeichnet.
Die Entwicklung der Verbraucherpreise hat sich damit stabilisiert. Im Jahresdurchschnitt 2024 hatte die Inflationsrate ebenfalls bei +2,2 % gelegen, in den Jahren zuvor deutlich über 2 Prozent.
Jahresteuerungsrate ohne Nahrungsmittel und Energie
Die sogenannte Kerninflation, die die Jahresteuerungsrate ohne Berücksichtigung von Energie und Nahrungsmitteln misst, lag 2025 bei 2,8 %. Dies ist ein Rückgang gegenüber 3,0 % im Jahr 2024 und 5,1 % im Jahr 2023. Obwohl sich dieser Wert 2025 abgeschwächt hat, lag er weiterhin über der Gesamtteuerung. Dies deutet darauf hin, dass die Teuerung in anderen Güterbereichen im Jahresdurchschnitt 2025 weiterhin hoch war.
Dienstleistungen mit überdurchschnittlicher Preissteigerung
Im Jahr 2025 verteuerten sich Dienstleistungen insgesamt überdurchschnittlich um 3,5 % im Vergleich zum Vorjahr. Bereits in den beiden Vorjahren stiegen die Preise für Dienstleistungen im Jahresdurchschnitt deutlich an (2024: 3,8 %; 2023: 4,4 %).
Besonders stark betroffen waren im Jahresdurchschnitt 2025 die Preise für kombinierte Personenbeförderung (+11,4 %), Dienstleistungen sozialer Einrichtungen (+8,7 %) und Versicherungen (+7,4 %). Auch stationäre Gesundheitsdienstleistungen (+6,7 %), Wartung und Reparatur von Fahrzeugen (+5,5 %), Pauschalreisen (+4,6 %) und Gaststättendienstleistungen (+4,0 %) verzeichneten deutliche Preisanstiege. Die Nettokaltmieten, ein wichtiger Faktor für die Preisentwicklung, erhöhten sich im Jahresdurchschnitt 2025 um 2,1 % und lagen damit knapp unter der Gesamtteuerung. Im Gegensatz dazu verbilligten sich Telekommunikationsdienstleistungen gegenüber 2024 um 1,1 %.
