Detaillierte Entwicklung der Warenpreise im Mai 2021
Die Preise für Waren insgesamt erhöhten sich von Mai 2020 bis Mai 2021 um 3,1 Prozent. Besonders prägnant war der Anstieg bei den Energieprodukten, die sich um 10,0 Prozent verteuerten, nach einem Plus von 7,9 Prozent im April 2021. Dieser Anstieg ist auf aktuelle Preisentwicklungen sowie temporäre Sondereffekte zurückzuführen, darunter die Einführung der CO2-Abgabe zu Jahresbeginn und die niedrigen Energiepreise des Vorjahres (Basiseffekt), insbesondere bei Mineralölprodukten.
Innerhalb der Energieprodukte verteuerten sich Heizöl um 35,4 Prozent und Kraftstoffe um 27,5 Prozent. Die Strompreise blieben mit -0,1 Prozent nahezu konstant.
Die Preise für Nahrungsmittel stiegen im Jahresvergleich um 1,5 Prozent, was eine leichte Abschwächung gegenüber April 2021 (+1,9 Prozent) bedeutet. Teurer wurden unter anderem Speisefette und Speiseöle (+3,8 Prozent) sowie Brot und Getreideerzeugnisse (+2,2 Prozent). Der Preisanstieg bei Gemüse fiel mit +1,1 Prozent unterdurchschnittlich aus.
Weitere Preissteigerungen gab es bei Pflanzen und Blumen (+7,6 Prozent), Fahrrädern und E-Bikes (+4,2 Prozent) sowie Tabakwaren (+3,9 Prozent). Mobiltelefone wurden hingegen deutlich günstiger (-6,9 Prozent).
Inflationsrate ohne Energie und Dienstleistungen im Detail
Ohne Berücksichtigung der Energiepreise hätte die Inflationsrate im Mai 2021 bei +1,8 Prozent gelegen. Ohne Heizöl und Kraftstoffe betrug sie +1,6 Prozent. Die Preise für Dienstleistungen insgesamt erhöhten sich im Jahresvergleich um 2,2 Prozent.
Die Nettokaltmieten, die einen großen Anteil an den Konsumausgaben privater Haushalte haben, verteuerten sich um 1,4 Prozent. Deutlich höhere Preissteigerungen gab es bei Leistungen sozialer Einrichtungen (+5,7 Prozent) und Finanzdienstleistungen (+5,6 Prozent). Bahntickets wurden hingegen günstiger (-4,7 Prozent).
Monatliche Preisentwicklung im Vergleich zum Vormonat
Im Vergleich zum Vormonat April 2021 stieg der Verbraucherpreisindex um 0,5 Prozent. Die Preise für Energieprodukte erhöhten sich um 0,6 Prozent, wobei leichtes Heizöl um 4,0 Prozent teurer wurde. Die Nahrungsmittelpreise sanken hingegen leicht um 0,3 Prozent, insbesondere für frisches Gemüse, das um 4,6 Prozent günstiger war.
