Die Bedeutung der Waldkalkung für vitale Wälder
Die Frage nach dem Zustand deutscher Waldböden, dem Einfluss anthropogener Säureeinträge und der Rolle von Bodenschutzkalkungen für die Waldgesundheit wird in einer neuen Infobroschüre thematisiert. Die Publikation „Waldkalkung für vitale Wälder“ bereitet diese komplexen Sachverhalte verständlich auf.
Aktuelle Waldzustandsberichte der Bundesländer zeigen, dass etwa ein Drittel der deutschen Waldböden weiterhin stark versauert ist. In diesen Bereichen besteht Handlungsbedarf. Die Düngekalk-Hauptgemeinschaft (DHG) hat passend zum Internationalen Tag des Waldes eine Infobroschüre veröffentlicht. Sie richtet sich an Waldbesitzer und Fachleute im Forstbereich und bietet grundlegendes Wissen zur Waldkalkung. Die Broschüre erklärt wissenschaftlich fundiert, wie Kalk den vom Menschen verursachten Säureeinträgen im Waldboden entgegenwirkt und so die Böden stabilisiert.
Hintergrund und Praxis der Waldkalkung
Deutschland verfügt über 11,1 Millionen Hektar Waldfläche, wovon ein erheblicher Teil auf saurem Untergrund liegt. Dort haben sich über Jahre Säuren im Boden angereichert. Experten schätzen, dass jährlich etwa eine Million Tonnen Kalk benötigt würden, um die betroffenen Flächen auf einen gesunden pH-Wert zu bringen. Derzeit werden von Waldbesitzern rund 200.000 Tonnen Kalk zum Schutz der Wälder eingesetzt.
Neben aktuellen Zahlen veranschaulicht die Broschüre mittels Infografiken die chemischen Prozesse im Waldboden. Fotos geben zudem Einblicke in die praktischen Abläufe der Waldkalkung vor Ort. Die Infobroschüre „Waldkalkung für vitale Wälder“ ist als Download im Internet verfügbar und kann kostenfrei als Print-Exemplar über das Sekretariat der DHG angefordert werden. Eine E-Mail mit der vollständigen Postanschrift an Brigitte Kayser (brigitte.kayser@kalk.de) ist hierfür ausreichend.
