Der Garten als Zukunftsfaktor: Erkenntnisse vom Kongress „Zukunft Garten“

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Der Kongress „Zukunft Garten“ beleuchtete die vielfältigen Aspekte des Freizeitgartenbaus und der Gartenkultur, um die Bedeutung des Gartens in Politik und Gesellschaft stärker zu verankern. Rund 350 Mitwirkende gestalteten die Veranstaltung, die acht Fachvorträge, fünf Workshops und ein Bühnenprogramm umfasste.

Die Rolle des Gartens in Gesellschaft und Wirtschaft

Karl Zwermann, Präsident der DGG, betonte die Begeisterung der Akteure und die sichtbare Vielfalt des Freizeitgartenbaus und der Gartenkultur. Er hob hervor, dass die Botschaften der zahlreichen Verbände und Organisationen, die insgesamt 6,5 Millionen Menschen in Deutschland repräsentieren, gebündelt und fortgeschrieben werden müssen. Insbesondere gelte es, Politiker von der herausragenden und wachsenden Bedeutung des Gartens für das Leben und die Lebensgestaltung der Menschen zu überzeugen.

Die DGG versteht sich als Dachorganisation, die die Interessen der Natur bündelt und sich unter dem Motto „Gärtnern um des Menschen und der Natur willen“ für diese einsetzt. Bundesministerin Ilse Aigner, Schirmherrin der Veranstaltung, sicherte in einer Videobotschaft den Verbänden und Organisationen unter dem Dach der DGG Unterstützung für Aktivitäten zu, die den Freizeitgartenbau und die Gartenkultur in Deutschland fördern.

Der Kongress bot hochkarätige Informationen und zukunftsweisende Aussagen. Dr. Hans-Hermann Bentrup, Staatssekretär a.D., manifestierte den Status des Freizeitgartenbaus in Politik und Gesellschaft. Hans-Jürgen Herr, Vorsitzender des Industrieverbandes Garten (IVG), untermauerte dessen wirtschaftliche Bedeutung. Professor Dr. Wulf Tessin von der Universität Hannover beleuchtete den Garten als gesellschaftliche Institution „zwischen Lust und Last“.

Dr. Roger Schmidt von den Kliniken Schmieder und der Universität Konstanz verdeutlichte die zentrale Rolle des Gartens im Sektor Gesundheit und Genesung. Professor Dr. Georg F. Backhaus, Präsident des Julius-Kühn-Instituts (JKI) für Pflanzenforschung, zeigte anhand von Beispielen auf, dass Pflanzenschutz nicht im Widerspruch zur Natur steht. Werner Ollig von der Gartenakademie Rheinland-Pfalz stellte das Projekt „Natur sucht Garten“ für naturnahe Gärten vor. Elisabeth Fleuchaus von der Bayerischen Gartenakademie präsentierte die Ergebnisse einer Umfrage, die für künftige Beratungsangebote relevant sind.

Workshops und der „Tag des Gartens“ als Höhepunkte

In den fünf Workshops am Samstag wurden Themen wie bürgerschaftliches Engagement, Pflanzenschutzkonzepte für den Freizeitgartenbau, Bildung, Erziehung und Nachwuchsarbeit im Garten, Biodiversität und Schutz von Pflanzensammlungen sowie der Garten als soziale Drehscheibe diskutiert. Die Ergebnisse und Thesen werden auf der DGG-Homepage veröffentlicht.

Der „Tag des Gartens“ bot ein informatives Bühnenprogramm, moderiert von Heike Boomgaarden. Oberbürgermeister Dr. Hofmann-Göttig begrüßte die Besucher und freute sich über den Zustrom zur BUGA 2011 mit über 2,1 Millionen Besuchern. Eine besondere Ehrung erfuhr die Stadt Koblenz an diesem Tag: Eine neue Taglilienzüchtung von Harald Juhr von der Gesellschaft der Staudenfreunde wurde auf den Namen „Koblenz“ getauft. Die Eröffnung erfolgte durch Dr. Achim Friedrich, Präsident des Bundesverbandes Deutscher Gartenfreunde (BDG).

Peter Bleser, Parlamentarischer Staatssekretär, betonte im Interview mit Heike Boomgaarden den wichtigen Beitrag der etwa 6,5 Millionen Menschen im Freizeitgarten zur Pflege der Landschaft. Er hob hervor, dass Gartenarbeit zu den zehn beliebtesten Freizeitaktivitäten der Deutschen zählt und der Freizeitgartenbau somit ein bedeutender Wirtschaftsfaktor mit beachtlicher Umweltwirkung ist. Mit einer Gesamtfläche von etwa einer Million Hektar, was 2,6 Prozent der Gesamtfläche Deutschlands entspricht, tragen Freizeitgärten wesentlich zu den Grünflächen bei und sind ein wichtiger Faktor für die Erhaltung und Förderung der Biodiversität, insbesondere in urbanen Gebieten.

Besucher des „Tag des Gartens“, einer Initiative des Bundesverbandes Deutscher Gartenfreunde in Kooperation mit der DGG, konnten sich im Freigelände auf der Festung und im i-Punkt Grün umfassend informieren. Die BundesArbeitsgemeinschaft PflanzenSammler (BAPS) der DGG bereicherte das Angebot mit einer Raritätenbörse, bei der 16 Sammler ausgefallene Züchtungen präsentierten.

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