Qualitätsgemeinschaft Baumsanierung und Baumpflege verzeichnet Mitgliederzuwachs und intensiviert Kooperationen

Die Qualitätsgemeinschaft Baumsanierung und Baumpflege (QBB) hat ihren Mitgliederbestand verdoppelt und baut Kooperationen aus. Dies wurde auf der Mitgliederversammlung in Dresden bekannt gegeben. Die QBB will Synergiepotenziale nutzen und Projekte mit externen Partnern verwirklichen.

QBB: Mitgliederwachstum und verstärkte Zusammenarbeit

Die Qualitätsgemeinschaft Baumsanierung und Baumpflege (QBB) hat seit Sommer 2009 einen Mitgliederzuwachs von 100 Prozent verzeichnet. Dies wurde auf der Mitgliederversammlung am 18. Juni im Dorint Hotel Dresden bekannt gegeben. Die Versammlung fand im Rahmen der jährlichen Fortbildungsveranstaltung der QBB statt.

Der imposante Mitgliederzuwachs spricht für eine hohe Akzeptanz unserer Arbeit und steht für ein großes Vertrauen in die QBB als älteste und etablierteste Baumpflegevereinigung Deutschlands.

Dies erklärte der Vorsitzende der QBB, Hans Rhiem. Eine verstärkte Außenkommunikation und ein offener Dialog mit potenziellen Neumitgliedern hätten dazu beigetragen, dass sich in den letzten 24 Monaten zahlreiche Baumpflegebetriebe, die den Qualitätsanforderungen der QBB entsprechen, zum Beitritt entschlossen haben.

Durch die gestiegene Mitgliederzahl sieht sich die QBB gestärkt und gleichzeitig gefordert. Rhiem betonte, dass doppelt so viele Mitglieder auch doppelt so viel Input bedeuten würden. Aktuell würden zahlreiche neue Themen und Anliegen an die QBB herangetragen, denen man sich widme.

Das bundesweit breiter aufgestellte Verbandsnetzwerk ermöglicht es der QBB, der Forderung von Auftraggebern nach überregional agierenden und qualitativ einheitlichen Arbeitsgemeinschaften besser nachzukommen. Rhiem hob hervor, dass das Netzwerk nicht nur innerhalb der QBB, sondern auch nach außen hin ausgebaut werde. Man stehe in engem Kontakt zu vielen Institutionen und Verbänden und wolle künftig das Synergiepotenzial nutzen, um gemeinsam Projekte und Ideen mit externen Partnern zu verwirklichen.

Diese Absicht wurde durch einen einstimmigen Beschluss der Mitgliederversammlung vom 18. Juni in Dresden bekräftigt, die Zusammenarbeit mit anderen Verbänden und Institutionen zu intensivieren. Ein erster Schritt in diese Richtung war der gemeinsame Auftritt der QBB, des Fachverbandes Geprüfter Baumpfleger, der ISA Germany und des AK Baum im BGL auf den Baumpflegetagen 2011 in Augsburg.

Die drei Fachorgane demonstrierten an ihrem Informationsstand ihren Schulterschluss. Auch auf der QBB-Weiterbildungsveranstaltung am 17. und 18. Juni in Dresden präsentierten sich die QBB und der AK Baum partnerschaftlich. Die Baumpflegevereinigung richtet einmal jährlich eine Schulung für ihre Mitglieder aus und hatte in diesem Jahr zum dritten Mal gemeinsam mit dem AK Baum eingeladen. Die Resonanz auf die diesjährige Fortbildung war positiv: Rund 80 Mitarbeiter und Firmeninhaber aus dem Bereich Baumpflege nahmen an den Fachvorträgen der Experten der TU Dresden teil.

Fachvorträge und Exkursionen

Höhepunkt des ersten Seminartages waren die Ausführungen von Prof. Dr. Andreas Roloff zur Körpersprache von Bäumen. Roloff ist seit 1994 Professor für Forstbotanik an der TU Dresden und Direktor des Instituts für Forstbotanik und Forstzoologie sowie des Forstbotanischen Gartens Tharandt der TU Dresden. Er hält Vorlesungen in Botanik und Phytopathologie und beeinflusst mit seinen Studien die Schadensbeurteilung aufgrund morphologischer Merkmale in baumpflegerischen Gutachten.

Dem Vortrag von Prof. Dr. Roloff folgte ein Beitrag von Sten Giller, Wissenschaftlicher Mitarbeiter an der TU Dresden. Der Diplom-Forstwirt sprach über seine Untersuchungen zur Klimawandeltoleranz an Stadtbaumarten in Dresden. Der Seminartag endete mit einem Vortrag von Dr. Jürgen Kutscheidt, Sachverständiger für Baumpflege aus Krefeld. Er referierte über den Einsatz von Mykorrhiza bei der Neupflanzung und Altbaumsanierung. Mykorrhiza bezeichnet eine Symbiose von speziellen Wurzelpilzen und Pflanzen, bei der die Pilze mit dem Feinwurzelsystem einer Pflanze in Kontakt stehen.

Der Vormittag des 18. Juni war dem Forstbotanischen Garten in Tharandt gewidmet, der eng mit der forstwissenschaftlichen Fakultät der TU Dresden verbunden und gleichzeitig sächsisches Landesarboretum ist. Neben Sankt Petersburg war der Forstbotanische Garten Tharandt die erste forstbotanische Lehranstalt Europas. Prof. Dr. Roloff leitet ihn gemeinsam mit Dr. Ulrich Pietzarka. Pietzarka stellte den Teilnehmern ein Projekt vor, bei dem auf einem Areal von 15,4 Hektar 42 verschiedene Waldtypen Nordamerikas simuliert werden, um zu erforschen, welche nordamerikanischen Arten im sich verändernden deutschen Klima am besten gedeihen.

In Zeiten des Klimawandels, der die Vegetation in den Forsten stark beeinflusst, leistet der Forstbotanische Garten mit seinem Projekt einen elementaren Beitrag für den Erhalt und die klimaorientierte Entwicklung bewirtschafteter Wälder. Diese Initiative verdient größten Respekt und eine bestmögliche Förderung.

Dies war das Fazit des QBB-Vorsitzenden Hans Rhiem.

Über die QBB

Die Qualitätsgemeinschaft Baumpflege und Baumsanierung (QBB) befasst sich mit Baumdiagnose, Baumpflege, Baumsanierung und Baumpflanzung. Bereits in den 1970er Jahren schlossen sich Baumpfleger in der QBB zusammen, um Qualitätsstandards in der sich entwickelnden Branche zu setzen. Die Mitglieder der QBB sind bundesweit in Kuratorien, Gremien und Ausschüssen aktiv, die sich mit Ausbildung, Qualität und Innovation im Bereich Baumpflege beschäftigen. Mit Unterstützung der Baum-Experten entstanden Regelwerke wie die "Zusätzlichen Technischen Vertragsbedingungen und Richtlinien für Baumpflege", kurz "ZTV-Baumpflege", die über den Stand der Technik und korrekte Anwendungsmethoden informieren.

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