Bauhöfe - Baustelle

SmartSite: Intelligente Steuerung im Straßenbau

Das Forschungsprojekt SmartSite hat seine Ergebnisse präsentiert. Eine Cloudlösung steuert Baumaschinen intelligent und vernetzt sie. Dies verbessert die Effizienz im Straßenbau und minimiert Energie- und Ressourcenverbrauch.

Ergebnisse des Forschungsprojekts SmartSite vorgestellt

Das Forschungsprojekt SmartSite, gefördert vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi), hat seine Ergebnisse präsentiert. Bei einem „Final Demonstrator“ in Filderstadt wurde die intelligente Steuerung von Baumaschinen mittels einer Cloudlösung auf einer realen Baustelle demonstriert. Zu den Gästen zählten unter anderem Winfried Hermann, Verkehrsminister von Baden-Württemberg, und Dr. Alexander Tettenborn vom Bundeswirtschaftsministerium.

Die Veranstaltung zeigte, wie autonome Baumaschinen über eine Cloudlösung gesteuert und miteinander vernetzt agieren. Das Projekt, das Teil des Programms Autonomik 4.0 ist, wurde mit drei Millionen Euro gefördert.

Die Ergebnisse zeigen, dass unsere Mühe sich gelohnt hat. Die entwickelte Cloudlösung verbessert deutlich die Effizienz im Straßenbau und minimiert künftig den Energie- und Ressourcenverbrauch.

Dies erklärte Dr. Burkard Seizer, Senior Projektpartner bei Drees & Sommer und Konsortialführer von SmartSite.

Ziele und Partner des Forschungsprojekts

Am Forschungskonsortium SmartSite waren neben dem Konsortialführer Drees & Sommer folgende Partner beteiligt: die Ammann Verdichtung GmbH, die ceapoint aec technologies GmbH, die Ed. Züblin AG, die Universität Hohenheim und die Topcon Deutschland positioning GmbH. Das gemeinsame Ziel war die Verbesserung der Qualität im Asphaltstraßenbau bei gleichzeitiger Reduzierung der Bauzeiten.

Dafür wurde eine cloudbasierte Plattform entwickelt. Diese ermöglicht die intelligente Steuerung automatisch agierender Baumaschinen und Anlagen. Die Plattform soll Transparenz für alle Beteiligten schaffen, die Prozessqualität erhöhen und Abläufe auf der Baustelle beschleunigen.

Praktische Demonstration auf der Baustelle

Die Konsortialpartner demonstrierten die Funktionsweise an einem realen Bauvorhaben: der Erneuerung eines Teilstücks der Landesstraße L1205 zwischen Sielmingen und Wolfschlugen. An vier Stationen konnten die Besucher den gesamten Bauprozess verfolgen, von der Asphaltherstellung über Logistik und Einbau bis zur Verdichtung.

Präsentiert wurden der dynamische Informationsaustausch zwischen Baumaschinen, die intelligente Prozesssteuerung und die Bauausführung. Zentrale Elemente sind die Darstellung des Gesamtprozesses in einem Dashboard für den Prozessmanager, die Erfassung von Ist-Daten während des Bauprozesses und die automatische Steuerung durch den Vergleich von digitalen Planungs- und Ist-Daten.

Die Besucher erhielten Einblicke, wie Störungen im Bauprozess vermieden und Potenziale für Verbesserungen und Einsparungen identifiziert werden können.

Das Projekt SmartSite zeigt den zukunftsweisenden nächsten Schritt, nämlich die Vernetzung aller Elemente im Asphaltstraßenbau. SmartSite ist also ein Projekt, bei dem die Bauwirtschaft und die Straßenbauverwaltung gemeinsam profitieren. Ich gratuliere allen Beteiligten zur gelungenen Umsetzung.

So Verkehrsminister Winfried Hermann.

Anwendung und Vorteile

Ab dem kommenden Jahr sollen die Ergebnisse von SmartSite in verschiedenen Projekten Anwendung finden. Davon profitieren insbesondere Straßenbau- und Maschinenbauunternehmen. Die Cloudlösung unterstützt sie dabei, Baumaßnahmen besser zu planen und schneller auf Störungen oder Änderungen zu reagieren.

Nutzer können den gesamten Prozess, von der Asphaltmischanlage über den Transport bis zur Verarbeitung durch einzelne Baumaschinen, durchgehend überwachen und steuern. Dies soll sich positiv auf den gesamten Straßenbau auswirken und den Energie- und Ressourcenverbrauch minimieren. Ziel ist es, Staus, erhöhte CO2-Emissionen und zusätzliche Kosten durch Bauverzögerungen zukünftig zu reduzieren.

23.09.2016

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