Allgemeines, Pflanzen und Pflanzenteile

Internationale Forschung zur Pflanzenernährung etabliert sich

Ein neues Institut, das Institute of Applied Plant Nutrition (IAPN), widmet sich der praxisorientierten Forschung im Bereich der Pflanzenernährung. Es wurde als gemeinsame Einrichtung der Universität Göttingen und der K+S KALI GmbH gegründet.

Eröffnung und Ausstattung des IAPN

Die Räumlichkeiten des Instituts wurden kürzlich eröffnet. Nach Angaben des wissenschaftlichen Leiters des IAPN, Prof. Dr. Klaus Dittert, stehen Arbeitsmöglichkeiten für bis zu sechs Wissenschaftler zur Verfügung. Die Labore werden mit moderner Analytik ausgestattet.

Dies ist ein wichtiger Schritt für die Forschung und Lehre in der angewandten Pflanzenernährung an der Fakultät für Agrarwissenschaften und eine Stärkung der international ausgerichteten Forschungs- und Studienmöglichkeiten an der Universität Göttingen.

Das IAPN stellt die dritte Einrichtung an der Göttinger Fakultät für Agrarwissenschaften dar, die im Rahmen eines Public-Private-Partnership betrieben wird.

Bedeutung der Kooperation und Forschungsziele

Prof. Dr. Ulrike Beisiegel, Präsidentin der Universität Göttingen, betonte die wachsende Bedeutung von Kooperationen mit Wirtschaftspartnern für Hochschulen, um grundlagenwissenschaftliche Erkenntnisse für die Gesellschaft nutzbar zu machen. Prof. Dr. Andreas Gransee, Leiter Angewandte Forschung und Beratung der K+S KALI GmbH, begründete das Engagement des Unternehmens mit dem Rückgang von Forschungsvorhaben zur angewandten Pflanzenernährung, trotz zunehmender Herausforderungen bei der Erzeugung von Lebensmitteln und Agrarrohstoffen.

Dr. Ernst Andres, Mitglied der Geschäftsführung der K+S KALI GmbH, hob die sich wandelnden Rahmenbedingungen der Landwirtschaft hervor. Eine wachsende Weltbevölkerung, veränderte Konsumgewohnheiten, der Klimawandel und der Rückgang der pro Kopf verfügbaren Ackerfläche erfordern eine standortgerechte Optimierung des Ertragsniveaus. Insbesondere in sich entwickelnden Ländern und in kleinbäuerlichen Strukturen können durch verbesserte Düngung noch Ertragsreserven erschlossen werden.

Vor diesem Hintergrund konzentriert sich das international ausgerichtete IAPN auf Lösungsbeiträge in den Bereichen Ernährungssicherung, Ressourceneffizienz und Wissenstransfer in die Praxis. Ein Forschungsschwerpunkt liegt auf der effizienteren Wassernutzung durch Pflanzen und der Erzielung guter Erträge auch bei Trockenheit. Dabei wird die Rolle der Nährstoffversorgung von Nutzpflanzen untersucht.

04.05.2012

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