Die Grüne Stadt

„INUGA“-Auftaktveranstaltung: Vernetzung im Urbanen Gartenbau

Zwölf Verbundprojekte des Urbanen Gartenbaus trafen sich in Berlin, um ihre Konzepte und Lösungen zu diskutieren. Diese Veranstaltung markierte den Beginn des „Innovationsnetzwerks Urbaner Gartenbau (INUGA)“.

Startschuss für das Innovationsnetzwerk Urbaner Gartenbau

Zwölf Verbundprojekte des Urbanen Gartenbaus trafen sich am 26. Juni 2023 in Berlin, um ihre Konzepte und Lösungen zu diskutieren. Die Veranstaltung diente dem Austausch untereinander sowie mit Vertretern aus Politik und einem Expertenteam.

Diese Zusammenkunft markierte den Beginn der Vernetzungs- und Transfermaßnahme „Innovationsnetzwerk Urbaner Gartenbau (INUGA)“. Das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) hat diese Maßnahme beauftragt, die von der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) begleitet wird.

Die beteiligten Konsortien aus Unternehmen und Forschungseinrichtungen widmen sich verschiedenen Forschungsfeldern. Dazu gehören die Messung von Ökosystemleistungen urbaner Begrünung zur Förderung der Biodiversität, die vertikale und Indoor-Produktion von Gemüse sowie die kreislaufbasierte Erzeugung von Pflanzengranulat. Ebenso werden bedarfsgerechte Belichtungssysteme entwickelt. Weitere Schwerpunkte sind digitale Lösungen für die Stadtgestaltung und soziale Innovationen, die städtische Bewohner bei ihren gärtnerischen Aktivitäten unterstützen.

Der Austausch zeigte Synergien zwischen den Forschungsthemen auf, die zukünftig genutzt werden können. Es wurde betont, dass die Einbindung und Partizipation aller relevanten Akteure aus lokaler Politik, Verwaltung, Wirtschaft und Zivilgesellschaft entscheidend für den Erfolg von Innovationen im urbanen Gartenbau ist.

Urbaner Gartenbau für eine lebenswerte Stadt

Dr. Burkhard Schmied, Abteilungsleiter im BMEL, hob in seinem Grußwort die Vorteile des urbanen Gartenbaus für die Lebensqualität und das Klima in Städten hervor. Er nannte die Produktion frischer Lebensmittel, die Förderung von Nachhaltigkeit und Umweltschutz durch reduzierte Transportwege, die Verbesserung der Luftqualität und die Schaffung von Grünflächen in städtischen Gebieten.

Deshalb muss der urbane Gartenbau in die Stadt- und Gebäudeplanung einbezogen werden, da er die Vorteile der Landwirtschaft mit den besonderen Herausforderungen und Möglichkeiten städtischer Umgebungen verbindet.

Für diese Integration seien innovative Ideen erforderlich.

Vernetzung und Wissenstransfer

Dr. Michaela Filipini, Abteilungsleiterin in der BLE, betonte, dass innovative Ideen allein nicht ausreichen. Die Vernetzung der Projekte und der Wissenstransfer seien entscheidend für die erfolgreiche Umsetzung von Zukunftsideen. Die Vernetzungs- und Transfermaßnahme wurde ins Leben gerufen, um dies zu ermöglichen, den Handlungsbedarf für Praxis, Forschung und Politik zu identifizieren und weiteren Forschungsbedarf zu ermitteln.

Neben der Vorstellung der zwölf Forschungs- und Entwicklungsprojekte präsentierte Prof. Hartmut Balder, Leiter des Instituts für Stadtgrün und Teil des INUGA-Teams, städtisch-gartenbauliche Aktivitäten entlang der Spree. Dabei wurden Chancen und Herausforderungen sowie mögliche Handlungsfelder für die Projekte diskutiert.

Hintergrund der Initiative

Im Rahmen des BMEL-Programms zur Innovationsförderung stehen insgesamt 6,3 Millionen Euro für die zwölf Forschungsvorhaben zum Urbanen Gartenbau zur Verfügung. Ziel ist es, den Gartenbausektor hinsichtlich seines Beitrags zur grünen Infrastruktur, einer nachhaltigen Pflanzenproduktion und sozialen Aspekten im urbanen Raum zu stärken. Die BLE fungiert als Projektträger. Für die Durchführung der begleitenden Vernetzungs- und Transfermaßnahme wurde CO CONCEPT S.à.r.l. durch das BMEL, vertreten durch die BLE, beauftragt.

29.06.2023

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