Marktentwicklung 2023: Rückgang durch externe Faktoren
„Das Jahr 2023 wird für den Gartenmarkt ganz sicher nicht in positiver Erinnerung bleiben“, so Klaus Peter Teipel. „Die in ihrer Breite und Ausmaß problematischen Rahmenbedingungen haben dem Markt ein nicht vorhersehbares Minus beschert.“
Nach einem witterungsbedingt schlechten Start führten politische Einflüsse, deren Auswirkungen auf das Konsum- und Sparverhalten, massive Preissteigerungen sowie die Reiselust der Deutschen zu einer spürbar sinkenden Nachfrage im Gartenbereich. Die Verunsicherung und Sorgen der Konsumenten hielten das Konsumklima auf einem niedrigen Niveau.
„Trotz eines hohen Interesses an der Vielfältigkeit der Produkte aus dem „Grünen Markt“ haben sich die Konsumenten angesichts stark steigender Preise einschränken und/oder auch ihre Ausgabeprioritäten verschieben müssen“, erläutert Teipel.
Angesichts dieser Rahmenbedingungen verzeichnete der Gartenmarkt einen Umsatz von rund 19,7 Milliarden Euro, was einem Minus von 3,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Das Segment biologisch-chemischer Bedarf konnte um 6,3 Prozent zulegen, während die Hartwarensegmente einen Umsatzrückgang von 5,8 Prozent hinnehmen mussten. Auch Lebendes Grün verzeichnete einen Verlust von 3,2 Prozent.
Ausblick 2024: Moderate Erwartungen für den Gartenmarkt
Die zurückgehenden Inflationsraten wecken Hoffnung auf einen leicht anziehenden Konsum in den mittel- und langfristigen Bedarfsbereichen. Allerdings tendiert die Konsumstimmung insgesamt weiterhin schwach. Durch den anhaltenden Reiseboom sind für den Gartenbereich im laufenden Jahr keine größeren positiven Impulse zu erwarten.
Laut Teipel dürfte eine maßvolle Preisgestaltung für den Gartenmarkt einer der Schlüsselfaktoren sein, um die Nachfrage wieder zu beleben.
