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Deere & Company: Einmaleffekte der US-Steuerreform beeinflussen Quartalsergebnis

Deere & Company verzeichnete im ersten Quartal 2018 einen Verlust von 535,1 Millionen US-Dollar, maßgeblich bedingt durch Einmaleffekte der US-Steuerreform. Ohne diese Effekte hätte das Unternehmen einen Gewinn erzielt. Für das Gesamtjahr wird eine deutliche Umsatz- und Gewinnsteigerung erwartet.

Auswirkungen der US-Steuerreform auf das Quartalsergebnis

Deere & Company verzeichnete im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2018 einen Verlust von 535,1 Millionen US-Dollar. Dieser Verlust ist maßgeblich auf Einmaleffekte der US-Steuerreform zurückzuführen. Ohne Berücksichtigung dieser Effekte hätte das Unternehmen einen Gewinn von 430,0 Millionen US-Dollar erzielt. Die Märkte für Land- und Baumaschinen zeigen eine Stabilisierung, und für das Gesamtjahr 2018 wird eine deutliche Umsatz- und Gewinnsteigerung erwartet.

Der Verlust von 535,1 Millionen US-Dollar, oder 1,66 US-Dollar je Aktie, steht im Kontrast zum Vorjahresgewinn von 199 Millionen US-Dollar (0,62 US-Dollar je Aktie). Die Anpassungen der Rückstellungen für Ertragssteuern infolge der US-Steuerreformgesetzgebung vom 22. Dezember 2017 führten zu einem vorläufigen Ertragssteueraufwand. Dieser beinhaltet eine Abschreibung auf aktive latente Steuern in Höhe von 715,6 Millionen US-Dollar, bedingt durch die Senkung des US-Körperschaftssteuersatzes von 35 % auf 21 %.

Zusätzlich wirkten sich verpflichtende Rückführungen von bisher unversteuerten Nicht-US-Gewinnen in Höhe von 261,6 Millionen US-Dollar negativ aus. Ein Vorteil der Steuerreform war eine Reduzierung der Steuerbelastung um 12,1 Millionen US-Dollar. Ohne diese Anpassungen hätte der Nettogewinn im ersten Quartal 430,0 Millionen US-Dollar oder 1,31 US-Dollar je Aktie betragen.

Die weltweiten Umsätze und sonstigen Erlöse stiegen um 23 % auf 6,913 Milliarden US-Dollar. Die Maschinenumsätze erreichten 5,974 Milliarden US-Dollar. Samuel R. Allen, CEO und Verwaltungsratsvorsitzender von Deere & Company, kommentierte die Entwicklung:

Die Verkäufe sind im Quartal angestiegen, allerdings wirken sich Engpässe bei der Auslieferung und verspätete Liefertermine aus. Gemäß den verbesserten Marktbedingungen haben wir unsere Prognose hinsichtlich Umsatz und Gewinn angepasst. Wir sind sicher, dass wir die Nachfrage unserer Kunden im Laufe des Jahres befriedigen können.

Geschäftsentwicklung der Maschinensparten

Die Umsätze der weltweiten Maschinensparten erhöhten sich im ersten Quartal um 27 %. Die Übernahme der Wirtgen Group im Dezember 2017 trug 5 % zu diesem Anstieg bei, während günstige Umrechnungskurse einen Effekt von 3 % hatten. In den Vereinigten Staaten und Kanada stiegen die Umsätze der Maschinensparten um 24 %, wobei die Wirtgen Group 1 % beisteuerte. Außerhalb dieser Regionen erhöhten sich die Umsätze um 33 %, wovon 12 % auf die Wirtgen Group und 5 % auf günstige Umrechnungskurse entfielen.

Die Maschinensparten erzielten im ersten Quartal einen Betriebsgewinn von 419 Millionen US-Dollar. Dieses Ergebnis beinhaltet einen operativen Verlust von 92 Millionen US-Dollar durch die Wirtgen Group, bedingt durch Erwerbs- und Transaktionskosten. Ohne diesen Effekt resultierte der Anstieg hauptsächlich aus höheren Liefermengen und geringeren Garantiekosten, teilweise kompensiert durch höhere Produktionskosten. Auch der Verkauf der Beteiligung an SiteOne Landscape Supply, Inc. und Belastungen aus freiwilligen Aufhebungsverträgen beeinflussten das Ergebnis.

Der Verlust der Maschinensparten belief sich im ersten Quartal auf 964 Millionen US-Dollar. Dieser wurde zusätzlich durch den vorläufigen Ertragssteueraufwand und Anpassungen aufgrund der Steuerreform in Höhe von 1,243 Milliarden US-Dollar beeinflusst. Im Finanzierungsgeschäft erreichte der Gewinn 425,3 Millionen US-Dollar, primär aufgrund eines Ertragssteuervorteils von 278,1 Millionen US-Dollar im Zusammenhang mit der US-Steuerreform. Ein breiteres Produktprogramm und niedrigere Verluste bei Restwerten aus Leasinggeschäften trugen ebenfalls zum besseren Ergebnis bei.

Erwartungen für das Geschäftsjahr 2018

Für das Geschäftsjahr 2018 wird ein Anstieg der Maschinenumsätze um etwa 29 % prognostiziert. Im zweiten Quartal wird ein Anstieg von 30 % bis 40 % gegenüber dem Vorjahresquartal erwartet. Die Wirtgen Group soll 12 % zum Jahresumsatz und 16 % zum Umsatz des zweiten Quartals beitragen. Positive Umrechnungskurseffekte von 3 % für das Gesamtjahr und 4 % für das zweite Quartal werden ebenfalls erwartet.

Insgesamt wird eine Steigerung der Umsätze und Erträge von 25 % prognostiziert, mit einem erwarteten Gewinn von 2,1 Milliarden US-Dollar. Diese Prognose berücksichtigt einen ungünstigen Einfluss der Steuerreform von geschätzten 750 Millionen US-Dollar, resultierend aus negativen Einmaleffekten und dem Vorteil eines niedrigeren Steuersatzes auf die laufenden Ergebnisse. Ohne die Steuerreform würde der geschätzte Gewinn bei 2,85 Milliarden US-Dollar liegen.

Gleichwohl wird der Gewinn für das Quartal und das Jahr von den Vorlaufkosten durch die US-Steuerreform beeinflusst. Wir sind überzeugt, dass die Veränderungen die Steuerlast des Unternehmens reduzieren werden und sich vorteilhaft in der Zukunft auswirken.

Deere & Company sieht sich gut positioniert, um von der Belebung des Land- und Baumaschinenmarktes zu profitieren. Das Unternehmen investiert in neue Produkte, Geschäftsbereiche, Märkte und Technologien, um ein dauerhaftes Geschäftsmodell zu entwickeln und auch bei Marktschwankungen profitabel zu bleiben.

Ergebnisse der Maschinensparten im Detail

Landmaschinen & Maschinen für die Rasen- und Grundstückspflege

Die Umsätze in diesem Segment stiegen im ersten Quartal um 18 %, begünstigt durch höhere Liefermengen und günstige Umrechnungskurse. Der Betriebsgewinn erreichte 387 Millionen US-Dollar. Der Anstieg resultierte hauptsächlich aus höheren Liefermengen und niedrigeren Garantiekosten, während höhere Produktionskosten das Ergebnis belasteten. Der Verkauf von SiteOne wirkte sich positiv aus, während Ausgaben für freiwillige Aufhebungsverträge das Ergebnis minderten.

Bau- und Forstmaschinen

Die Umsätze dieser Sparte erhöhten sich im ersten Quartal um 57 %, wobei die Wirtgen Group 23 % dazu beitrug. Höhere Liefermengen und günstige Umrechnungskurseffekte trugen ebenfalls bei. Der Betriebsgewinn lag bei 32 Millionen US-Dollar. Die Übernahme der Wirtgen Group mit ihren Erwerbs- und Transaktionskosten von 92 Millionen US-Dollar beeinflusste das Ergebnis. Ohne die Wirtgen Group war die Verbesserung hauptsächlich auf größere Liefermengen zurückzuführen, teilweise belastet durch höhere Produktionskosten.

Marktlage und Ausblick

Landmaschinen & Maschinen für die Rasen- und Grundstückspflege

Für das Geschäftsjahr wird ein Anstieg der John Deere Umsätze mit Landmaschinen sowie Maschinen für die Rasen- und Grundstückspflege um 15 % erwartet, inklusive 3 % positiver Umrechnungskurseffekte. In den USA und Kanada wird ein Branchenwachstum von etwa 10 % erwartet, getrieben durch eine höhere Nachfrage nach Großmaschinen. In den EU28-Märkten wird ein Anstieg von etwa 5 % prognostiziert, beeinflusst durch verbesserte Bedingungen im Tierhaltungssektor. In Südamerika wird mit stabilen bis leicht steigenden Branchenumsätzen bei Traktoren und Mähdreschern gerechnet, insbesondere durch positive Rahmenbedingungen in Argentinien. Für Asien werden stabile Umsätze erwartet. Im Bereich Rasen- und Grundstückspflege in den USA und Kanada wird ein stabiles bis leicht positives Wachstum von bis zu 5 % erwartet. John Deere rechnet mit einer besseren Entwicklung als der Branchendurchschnitt, bedingt durch den Erfolg neuer Produkte.

Bau- und Forstmaschinen

Die weltweiten Umsätze mit John Deere Bau- und Forstmaschinen sollen 2018 um etwa 80 % steigen, mit einem positiven Einfluss von 2 % durch Umrechnungskurseffekte. Die Wirtgen Group wird voraussichtlich etwa 56 % des Umsatzwachstums dieser Sparte beisteuern. Dieser Ausblick basiert auf einer Zunahme im privaten Haus- und Wohnungsbau in den USA, höheren Investitionen im Öl- und Gassektor sowie weltweitem Wirtschaftswachstum. Das globale Forstmaschinengeschäft wird voraussichtlich um bis zu 5 % wachsen, getrieben durch eine stärkere weltweite Nachfrage, insbesondere in Nordamerika.

Finanzierungsgeschäft

Der Gewinn im Finanzierungsgeschäft wird 2018 voraussichtlich etwa 840 Millionen US-Dollar erreichen. Dies beinhaltet günstige Veränderungen durch die Steuerreform in Höhe von 320 Millionen US-Dollar. John Deere wird voraussichtlich von einem größeren Produktprogramm und geringeren Verlusten bei Restwerten aus Leasinggeschäften profitieren, teilweise kompensiert durch höhere Verkaufs-, Verwaltungs- und Gemeinkosten.

16.02.2018

Weitere Informationen erhalten Sie hier:

John Deere Walldorf GmbH & Co. KG

John-Deere-Strasse 1
69190Walldorf
Deutschland

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