Analyse der Geschäftszahlen und Marktlage
Deere & Company verzeichnete im zweiten Quartal des Geschäftsjahres einen Gewinn von 690,5 Millionen US-Dollar, was 2,03 US-Dollar je Aktie entspricht. Im ersten Halbjahr belief sich das Ergebnis auf 1,077 Milliarden US-Dollar oder 3,14 US-Dollar je Aktie.
Die weltweiten Umsatzerlöse und sonstigen Erträge sanken im zweiten Quartal um 18 Prozent auf 8,171 Milliarden US-Dollar. Im ersten Halbjahr betrug der Rückgang 17 Prozent, mit einem Gesamtumsatz von 14,554 Milliarden US-Dollar. Die Netto-Umsatzerlöse der Maschinensparten lagen im zweiten Quartal bei 7,399 Milliarden US-Dollar und im ersten Halbjahr bei 13,004 Milliarden US-Dollar.
Angesichts der anhaltend schwachen Konjunkturentwicklung in der Landwirtschaft sind die von John Deere erzielten Ergebnisse bemerkenswert. Unsere Resultate spiegeln die sorgfältige Umsetzung unserer Geschäftspläne wider sowie den Beitrag, den unser abgerundetes Produktangebot dazu leistet. Während unser Bau- und Forstmaschinen- bzw. das Finanzierungsgeschäft im zweiten Quartal höhere Ergebnisse erwirtschafteten, erzielte die Sparte Landtechnik und Maschinen für die Rasen- und Grundstückspflege trotz rückläufiger Nachfrage nach Großmaschinen noch deutliche Gewinne. Darüber hinaus verzeichneten wir Fortschritte bei der Entwicklung rasch reagierender Kosten- und Kapitalstrukturen, ein Umstand, der unseren Ergebnissen größere Widerstandsfähigkeit verleiht.
Geschäftsverlauf der Maschinensparten
Die Umsatzerlöse der weltweiten Maschinensparten gingen im zweiten Quartal und im ersten Halbjahr um jeweils 20 Prozent zurück. Positive Preiseffekte von 2 Prozentpunkten konnten die negativen Auswirkungen ungünstiger Umrechnungskurse von 5 Prozentpunkten im Quartal und 4 Prozentpunkten im Halbjahr nicht vollständig kompensieren. In den Vereinigten Staaten und Kanada sanken die Maschinenumsätze im Quartal und im ersten Halbjahr um 14 Prozent. Außerhalb dieser Regionen verzeichneten die Maschinenumsätze im zweiten Quartal und im Halbjahr einen Rückgang von 28 Prozent, wobei ungünstige Umrechnungskurse im zweiten Quartal mit 10 Prozentpunkten und im Halbjahr mit 8 Prozentpunkten zu Buche schlugen.
Der Betriebsgewinn der Maschinensparten erreichte im zweiten Quartal 828 Millionen US-Dollar und im ersten Halbjahr 1,242 Milliarden US-Dollar. Diese Rückgänge resultierten hauptsächlich aus geringeren Liefermengen, einer weniger vorteilhaften Zusammensetzung des Produktprogramms und negativen Wechselkurseffekten. Teilweise ausgeglichen wurden diese Faktoren durch bessere Preise und geringere Vertriebs-, Verwaltungs- und Gemeinkosten.
Der Gewinn der Maschinensparten belief sich im zweiten Quartal auf 524 Millionen US-Dollar und im Halbjahr auf 764 Millionen US-Dollar. Ein niedrigerer effektiver Steuersatz trug zusätzlich zu diesen Ergebnissen bei. Im Finanzierungsgeschäft erreichte der Gewinn im zweiten Quartal 169,8 Millionen US-Dollar und im ersten Halbjahr 326,6 Millionen US-Dollar. Der Anstieg im zweiten Quartal war primär auf den Gewinn aus dem Verkauf des Ernteversicherungsgeschäftes zurückzuführen, während niedrigere Zinsspannen das Ergebnis teilweise schmälerten. Im Halbjahr profitierten die Ergebnisse ebenfalls von der Veräußerung des Ernteversicherungsgeschäftes und einem höheren Finanzierungsbestand, wurden jedoch durch niedrigere Zinsspannen teilweise wieder ausgeglichen.
Ergebnisse nach Sparten
Die Sparte Landmaschinen & Maschinen für die Rasen- und Grundstückspflege verzeichnete im zweiten Quartal einen Umsatzrückgang von 25 Prozent und im Halbjahr von 26 Prozent. Dies war hauptsächlich auf geringere Liefermengen und ungünstige Wechselkurse zurückzuführen, die teilweise durch bessere Preise ausgeglichen wurden. Der Betriebsgewinn erreichte im zweiten Quartal 639 Millionen US-Dollar und im ersten Halbjahr 907 Millionen US-Dollar. Geringere Liefermengen und eine weniger vorteilhafte Produktzusammensetzung belasteten die Ergebnisse, während bessere Preise und niedrigere Kosten teilweise gegensteuerten.
Im Bereich Bau- und Forstmaschinen stiegen die Umsätze im zweiten Quartal um 2 Prozent und im ersten Halbjahr um 7 Prozent, primär bedingt durch höhere Liefermengen und bessere Preise. Der Betriebsgewinn erhöhte sich im Quartal auf 189 Millionen US-Dollar und im Halbjahr auf 335 Millionen US-Dollar. Bessere Preise und niedrigere Vertriebs-, Verwaltungs- und Gemeinkosten trugen zum Anstieg bei, während ungünstige Umrechnungskurse die Resultate belasteten.
Ausblick für das Geschäftsjahr 2015
Für das Geschäftsjahr 2015 wird ein Rückgang der Maschinenumsätze um voraussichtlich 19 Prozent erwartet, wobei im dritten Quartal ein Rückgang von etwa 17 Prozent prognostiziert wird. Ungünstige Umrechnungskurse werden mit 4 Prozentpunkten für das Geschäftsjahr und 6 Prozentpunkten für das dritte Quartal berücksichtigt. Der auf Deere & Company entfallende Gewinn wird für 2015 auf etwa 1,9 Milliarden US-Dollar geschätzt.
John Deere wird auch 2015 solide Gewinne erwirtschaften, wobei dieses Jahr in punkto Umsatz und Gewinn trotz des rückläufigen Geschäftes in der Landwirtschaft zu den besseren gerechnet werden kann. Dieses Ergebnis spiegelt unseren Erfolg bei der Ausweitung unserer Einnahmequellen und der Entwicklung eines robusteren Geschäftsmodells wider. Alles in allem sind wir zuversichtlich im Hinblick auf den eingeschlagenen Weg und die Fähigkeit des Unternehmens, seinen Kunden auch in den kommenden Jahren fortschrittliche Produkte und innovative Dienstleistungen anbieten zu können.
Marktlage und Prognosen
Im Bereich Landmaschinen & Maschinen für die Rasen- und Grundstückspflege wird für 2015 ein Umsatzrückgang von 24 Prozent erwartet, inklusive 5 Prozentpunkten aufgrund ungünstiger Wechselkurse. Niedrigere Rohstoffpreise und sinkende Einkommen der Landwirte belasten die Nachfrage nach Landmaschinen, insbesondere nach leistungsstarken Modellen. Positive Entwicklungen im Viehzuchtsektor der Vereinigten Staaten begünstigen den Verkauf kleinerer Maschinen.
Die Branchenumsätze in den Vereinigten Staaten und Kanada werden 2015 voraussichtlich um 25 Prozent sinken. In den EU28-Ländern wird ein Rückgang von etwa 10 Prozent erwartet, hauptsächlich aufgrund niedrigerer Getreidepreise und Drucks auf die Milcherzeugung. In Südamerika wird ein Rückgang der Umsätze mit Traktoren und Mähdreschern um 15-20 Prozent prognostiziert, bedingt durch wirtschaftliche Unsicherheit in Brasilien und höhere Zinsen. In den GUS-Märkten werden die Umsätze aufgrund wirtschaftlichen Drucks und Finanzierungsmangels deutlich niedriger ausfallen. In Asien wird ein leichter Rückgang erwartet, insbesondere in China und Indien.
Die weltweiten Umsätze mit Bau- und Forstmaschinen von John Deere werden 2015 voraussichtlich um etwa 2 Prozent steigen, wobei ungünstige Umrechnungskurse mit 3 Prozentpunkten berücksichtigt sind. Dieser Anstieg basiert auf dem Wirtschaftswachstum und dem Wohnungsbau in den Vereinigten Staaten, während sich eine Abschwächung im Energiesektor und in energieproduzierenden Regionen sowie außerhalb der Vereinigten Staaten und Kanadas abzeichnet. Die weltweiten Forstmaschinenumsätze dürften sich auf dem Niveau von 2014 stabilisieren, wobei Zuwächse in den Vereinigten Staaten und Europa durch Rückgänge in anderen Regionen geschmälert werden.
Der auf Deere & Company entfallende Gewinn im Finanzierungsgeschäft wird 2015 voraussichtlich 630 Millionen US-Dollar erreichen. Der Anstieg gegenüber dem Vorjahr ist primär auf den Verkauf des Ernteversicherungsgeschäftes und einen gewachsenen Finanzierungsbestand zurückzuführen. Weniger günstige Zinsspannen, ein erwarteter Anstieg der Rückstellungen zur Deckung von Kreditrisiken und ein weniger vorteilhafter effektiver Steuersatz werden das Ergebnis beeinträchtigen.