Deere & Company: Geschäftsentwicklung im ersten Quartal

Allgemeines

Deere & Company verzeichnete im ersten Quartal des Geschäftsjahres einen Gewinn von 193,8 Millionen US-Dollar. Trotz geringerer Quartalsumsätze und -gewinne als im Vorjahr bleiben alle Sparten in der Gewinnzone. Das Unternehmen profitiert von der Umsetzung seiner Geschäftspläne und einem breiteren Produktportfolio.

Quartalsergebnisse und strategische Ausrichtung

Deere & Company verzeichnete im ersten Quartal des Geschäftsjahres, das am 29. Januar endete, einen Gewinn von 193,8 Millionen US-Dollar. Dies entspricht 0,61 US-Dollar pro Aktie. Im Vorjahreszeitraum (31. Januar 2016) lag der Gewinn bei 254,4 Millionen US-Dollar oder 0,80 US-Dollar pro Aktie.

Die weltweiten Umsätze und sonstigen Erlöse stiegen um 2 Prozent auf 5,625 Milliarden US-Dollar, verglichen mit 5,525 Milliarden US-Dollar im Vorjahr. Die Umsätze im Maschinengeschäft beliefen sich auf 4,698 Milliarden US-Dollar, nach 4,769 Milliarden US-Dollar im Vorjahr.

John Deere ist trotz der anhaltend schwachen Konjunktur positiv in das neue Jahr gestartet. Obwohl die Quartalsumsätze und -gewinne etwas geringer ausfielen als im Vorjahr, bleiben alle Sparten weiterhin deutlich in der Gewinnzone. Dabei profitiert das Unternehmensergebnis von der sorgfältigen Umsetzung unserer Geschäftspläne, dem breiteren Produktportfolio und dem Einfluss der flexibleren Kostenstruktur. Gleichzeitig sehen wir nach vielen Jahren des Rückgangs Anzeichen für eine Stabilisierung der landwirtschaftlichen Kernmärkte.

Dies erklärte Samuel R. Allen, CEO und Verwaltungsratsvorsitzender von Deere & Company.

Geschäftsverlauf der Sparten

Die Umsätze der weltweiten Maschinensparten sanken im ersten Quartal um 1 Prozent. Positive Effekte durch bessere Preise (2 Prozentpunkte) und günstige Umrechnungskurse (1 Prozentpunkt) sind hierin bereits berücksichtigt. In den Vereinigten Staaten und Kanada gingen die Umsätze der Maschinensparten um 8 Prozent zurück. Außerhalb dieser Regionen stiegen die Umsätze um 11 Prozent, wobei günstige Umrechnungskurse einen Prozentpunkt beitrugen.

Die Maschinensparten erzielten im ersten Quartal einen Betriebsgewinn von 247 Millionen US-Dollar, gegenüber 214 Millionen US-Dollar im Vorjahr. Dieser Anstieg resultierte primär aus besseren Preisen, wurde jedoch teilweise durch Belastungen aus freiwilligen Aufhebungsverträgen für Mitarbeiter, höhere Garantiekosten und ungünstige Umrechnungskurse kompensiert. Ein Gewinn aus dem Teilverkauf der Beteiligung an Site-One Landscape Supply, Inc. wirkte sich ebenfalls positiv aus. Der Gewinn der Maschinensparten erreichte 80 Millionen US-Dollar (Vorjahr: 127 Millionen US-Dollar), beeinflusst durch einen ungünstigeren effektiven Steuersatz.

Im Finanzierungsgeschäft betrug der auf Deere & Company entfallende Gewinn 114,4 Millionen US-Dollar, nach 129,4 Millionen US-Dollar im Vorjahr. Das geringere Ergebnis war hauptsächlich auf weniger vorteilhafte Zinsspannen und Ausgaben für freiwillige Aufhebungsverträge zurückzuführen.

Erwartungen für das Geschäftsjahr

Für das Geschäftsjahr 2017 wird eine Erhöhung der Maschinenumsätze um etwa 4 Prozent prognostiziert. Im zweiten Quartal wird ein Anstieg von rund 1 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal erwartet. Wesentliche Einflüsse von Umrechnungskursen auf die Maschinenumsätze werden für das zweite Quartal und das Gesamtjahr 2017 nicht erwartet. Insgesamt rechnet das Unternehmen für 2017 mit einer Steigerung der Umsätze und Erträge um 4 Prozent und einem auf Deere & Company entfallenden Gewinn von 1,5 Milliarden US-Dollar.

Im vierten Quartal 2016 wurden in den USA freiwillige Aufhebungsverträge für Mitarbeiter angeboten, um die Kostenstruktur zu verbessern. Hierfür werden Ausgaben vor Steuern in Höhe von 111 Millionen US-Dollar erwartet. Davon wurden 11 Millionen US-Dollar im vierten Quartal 2016 und 94 Millionen US-Dollar im ersten Quartal 2017 verbucht. Die verbleibenden 6 Millionen US-Dollar werden im weiteren Jahresverlauf verbucht. Die Einsparungen aus diesem Programm werden für 2017 auf etwa 70 Millionen US-Dollar geschätzt.

Weiterhin sind unsere Ergebnisse deutlich besser als bei vorangegangenen Marktrückgängen. Das zeigt den anhaltenden Erfolg unserer Bemühungen, ein noch widerstandsfähigeres Geschäftsmodell zu entwickeln und ein weiteres Spektrum an Erlösquellen zu erschließen. Gleichzeitig greifen unsere Bemühungen effizienter zu werden und wir bleiben zuversichtlich, dass wir bis Ende 2018 strukturelle Kostenreduzierungen in Höhe von 500 Millionen US-Dollar erreichen werden. Diese Aktivitäten bestätigen unsere Überzeugung, dass das Unternehmen gut aufgestellt ist, um unseren Kunden und Investoren zukünftig erheblichen Mehrwert zu bieten.

Dies bekräftigte Samuel R. Allen.

Ergebnisse der Maschinensparten im Detail

Landmaschinen & Maschinen für die Rasen- und Grundstückspflege

Die Quartalsumsätze blieben unverändert. Geringere Liefermengen und höhere Garantiekosten wurden durch bessere Preise und günstigere Umrechnungskurse ausgeglichen. Der Betriebsgewinn erreichte 213 Millionen US-Dollar, verglichen mit 144 Millionen US-Dollar im Vorjahr. Der Ergebnisanstieg resultierte hauptsächlich aus dem Teilverkauf der Beteiligung an SiteOne Landscape Supply Inc. und höheren Preisen. Belastungen ergaben sich aus Ausgaben für freiwillige Aufhebungsverträge, höheren Garantiekosten und ungünstigen Umrechnungskursen.

Bau- und Forstmaschinen

Die Umsätze dieser Sparte sanken im ersten Quartal um 6 Prozent, primär aufgrund geringerer Liefermengen und höherer Ausgaben für Verkaufshilfen. Der Betriebsgewinn belief sich auf 34 Millionen US-Dollar, nach 70 Millionen US-Dollar im Vorjahr. Der Rückgang war hauptsächlich auf höhere Ausgaben für Verkaufshilfen und Zahlungen für freiwillige Aufhebungsverträge zurückzuführen.

Marktlage und Ausblick

Landmaschinen & Maschinen für die Rasen- und Grundstückspflege

Für das laufende Geschäftsjahr wird ein Anstieg der Umsätze mit Landmaschinen & Maschinen für die Rasen- und Grundstückspflege um voraussichtlich 3 Prozent erwartet, ohne wesentliche Auswirkungen von Umrechnungskursen. In den Vereinigten Staaten und Kanada wird ein Rückgang der Branchenumsätze um etwa 5 bis 10 Prozent prognostiziert. Dieser Rückgang, bedingt durch eine Schwäche im Tierhaltungssektor und niedrige Erzeugerpreise für pflanzliche Produkte, wird voraussichtlich sowohl leistungsstarke als auch kleinere Maschinen betreffen.

In den EU28-Märkten wird für 2017 ein Rückgang der Branchenumsätze um etwa 5 Prozent erwartet, verursacht durch niedrigere Erzeugerpreise und landwirtschaftliche Einkommen. In Südamerika wird aufgrund verbesserter wirtschaftlicher und politischer Rahmenbedingungen ein Anstieg der Branchenumsätze bei Traktoren und Mähdreschern um voraussichtlich 15 bis 20 Prozent erwartet. In Asien werden die Umsätze gleich bleiben oder leicht ansteigen, unter anderem durch höhere Umsätze in Indien.

Die Branchenumsätze mit Maschinen für die Rasen- und Grundstückspflege in den Vereinigten Staaten und Kanada werden 2017 voraussichtlich auf Vorjahresniveau liegen, wobei John Deere eine bessere Entwicklung als der Branchendurchschnitt erwartet.

Bau- und Forstmaschinen

Die weltweiten Umsätze mit Bau- und Forstmaschinen werden 2017 voraussichtlich um etwa 7 Prozent steigen, ohne wesentlichen Einfluss von Umrechnungskurseffekten. Dieser Ausblick spiegelt einen leichten Anstieg der weltweiten Konjunktur wider. Das globale Forstmaschinengeschäft dürfte gleich bleiben oder um bis zu 5 Prozent niedriger ausfallen, wobei der schwache Markt in Nordamerika durch ein höheres Niveau in anderen Ländern ausgeglichen wird.

Finanzierungsgeschäft

Der auf Deere & Company entfallende Gewinn im Finanzierungsgeschäft wird 2017 voraussichtlich etwa 480 Millionen US-Dollar erreichen. Im Vergleich zum Spartenergebnis von 2016 beinhaltet der Ausblick geringere Verluste bei Restwerten aus Leasinggeschäften, teilweise kompensiert durch geringere Zinsspannen und eine höhere Vorsorge für Kreditausfälle.

Weitere Informationen:

John Deere Walldorf GmbH & Co. KG

John-Deere-Strasse 1
69190 Walldorf
Deutschland

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