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Deere & Company: Rückläufige Geschäftszahlen im dritten Quartal und den ersten neun Monaten

Deere & Company verzeichnete im dritten Quartal und den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres rückläufige Gewinne und Umsatzerlöse. Trotz Konjunkturschwäche blieben alle Sparten profitabel, was die Widerstandsfähigkeit des Unternehmens unterstreicht.

Analyse der Quartalsergebnisse und Neunmonatsbilanz

Deere & Company verzeichnete im dritten Quartal des Geschäftsjahres, das am 31. Juli endete, einen Gewinn von 511,6 Millionen US-Dollar, was 1,53 US-Dollar pro Aktie entspricht. Im Vorjahreszeitraum lag der Gewinn bei 850,7 Millionen US-Dollar beziehungsweise 2,33 US-Dollar pro Aktie. Für die ersten neun Monate des Geschäftsjahres belief sich der Gewinn auf 1,589 Milliarden US-Dollar oder 4,67 US-Dollar pro Aktie, verglichen mit 2,513 Milliarden US-Dollar oder 6,79 US-Dollar pro Aktie im Vorjahr.

Die weltweiten Umsatzerlöse und sonstigen Erträge sanken im dritten Quartal um 20 Prozent auf 7,594 Milliarden US-Dollar. In den ersten neun Monaten betrug der Rückgang 18 Prozent auf 22,147 Milliarden US-Dollar. Die Netto-Umsatzerlöse der Maschinensparten erreichten im dritten Quartal 6,840 Milliarden US-Dollar (Vorjahr: 8,723 Milliarden US-Dollar) und in den ersten neun Monaten 19,843 Milliarden US-Dollar (Vorjahr: 24,918 Milliarden US-Dollar).

Die Ergebnisse des dritten Quartals spiegeln den anhaltenden Einfluss der Konjunkturschwäche bei Landmaschinen wider sowie eine geringere Nachfrage nach Baumaschinen. Dennoch blieben alle Geschäftssparten des Unternehmens durchweg profitabel, wobei sich die sorgfältige Umsetzung unserer Geschäftspläne und der Erfolg bei unseren Bemühungen reaktionsschnellere Kostenstrukturen zu schaffen vorteilhaft auswirkten. Im Ergebnis bleibt das Unternehmen gut dabei aufgestellt, seinen Kunden technologisch fortschrittliche Produkte und Dienstleistungen an die Hand zu geben, seine Wachstumspläne zu finanzieren und Anlegern zu Erträgen zu verhelfen.

Geschäftsverlauf der Maschinensparten

Die weltweiten Umsätze der Maschinensparten reduzierten sich im dritten Quartal um 22 Prozent und in den ersten neun Monaten um 20 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Positive Preiseffekte von jeweils zwei Prozentpunkten konnten diesen Rückgang nicht vollständig kompensieren. Ungünstige Umrechnungskurse belasteten die Ergebnisse mit sechs Prozentpunkten im Quartal und vier Prozentpunkten in den ersten neun Monaten.

In den Vereinigten Staaten und Kanada sanken die Maschinenumsätze im dritten Quartal um 21 Prozent und in den ersten neun Monaten um 17 Prozent. Außerhalb dieser Regionen verzeichneten die Umsätze im dritten Quartal einen Rückgang von 23 Prozent und in den ersten neun Monaten von 26 Prozent. Hierbei wirkten sich ungünstige Umrechnungskurse mit zwölf Prozentpunkten im dritten Quartal und neun Prozentpunkten in den ersten neun Monaten besonders stark aus.

Der Betriebsgewinn der Maschinensparten lag im dritten Quartal bei 601 Millionen US-Dollar (Vorjahr: 1,135 Milliarden US-Dollar) und in den ersten neun Monaten bei 1,842 Milliarden US-Dollar (Vorjahr: 3,387 Milliarden US-Dollar). Der Rückgang ist primär auf geringere Liefermengen, ein weniger vorteilhaftes Lieferprogramm und ungünstige Wechselkurse zurückzuführen. Positive Effekte ergaben sich aus besseren Preisen und niedrigeren Produktionskosten im dritten Quartal sowie zusätzlich geringeren Vertriebs-, Verwaltungs- und Gemeinkosten in den ersten neun Monaten.

Der Gewinn der Maschinensparten belief sich im dritten Quartal auf 344 Millionen US-Dollar (Vorjahr: 1,109 Milliarden US-Dollar) und in den ersten neun Monaten auf 680 Millionen US-Dollar (Vorjahr: 2,061 Milliarden US-Dollar). Ein niedrigerer effektiver Steuersatz wirkte sich in beiden Zeiträumen vorteilhaft aus.

Finanzierungsgeschäft

Im Finanzierungsgeschäft wurde im dritten Quartal ein Gewinn von 153,4 Millionen US-Dollar erzielt (Vorjahr: 162,3 Millionen US-Dollar). In den ersten neun Monaten stieg der Gewinn auf 480,0 Millionen US-Dollar (Vorjahr: 452,2 Millionen US-Dollar).

Der Gewinnrückgang im Quartal resultierte hauptsächlich aus verringerten Zinsspannen, teilweise ausgeglichen durch niedrigere Vertriebs-, Verwaltungs- und Gemeinkosten. Der Gewinnanstieg in den ersten neun Monaten ist auf den Erlös aus dem Verkauf des Ernteversicherungsgeschäfts, höhere Erträge bis zum Verkauf, Wachstum im Finanzierungsbestand und niedrigere Vertriebs-, Verwaltungs- und Gemeinkosten zurückzuführen. Niedrigere Zinsspannen schmälerten das Ergebnis teilweise. Ein niedrigerer effektiver Steuersatz begünstigte die Ergebnisse der Sparte in den ersten neun Monaten.

Erwartungen für das Geschäftsjahr 2015

Für das Geschäftsjahr 2015 wird ein Rückgang der Maschinenumsätze um voraussichtlich 21 Prozent erwartet, wobei im vierten Quartal ein Rückgang von 24 Prozent prognostiziert wird. Diese Einschätzung berücksichtigt ungünstige Umrechnungskurse von vier Prozentpunkten für das Geschäftsjahr und fünf Prozentpunkten für das vierte Quartal. Der auf Deere & Company entfallende Gewinn für das Geschäftsjahr 2015 wird voraussichtlich etwa 1,8 Milliarden US-Dollar erreichen.

Das Ergebnis unterstreicht den Erfolg des Unternehmens bei der Ausweitung seiner Ertragsquellen und der Schaffung eines robusten Geschäftsmodells. Indem wir auch unter schwierigen Umfeldbedingungen solide Erträge erwirtschaften, zeigt das Unternehmen gegenüber vorangegangenen Einbrüchen der Agrarkonjunktur seine hohe Widerstandsfähigkeit und verbesserte Leistungsfähigkeit.

Langfristig bleibt die Zuversicht in die Perspektiven des Unternehmens bestehen.

Wir glauben, dass sich John Deere durch die anhaltenden Investitionen in neue Produkte und Märkte weltweit für eine wachsende Anzahl von Kunden zum bevorzugten Anbieter entwickelt und dass die Auswirkungen dieser Investitionen besonders deutlich werden, wenn sich die Märkte erholen. Aus unserer Sicht werden die positiven Trends wie eine wachsende, wohlhabendere und mobilere Gesellschaft hinreichend Bestand haben. Deshalb vertrauen wir dem gegenwärtigen Kurs des Unternehmens und seiner Fähigkeit, Kunden wie auch Anlegern in den nächsten Jahren einen deutlichen Mehrwert zu bieten.

Ergebnisse der Maschinensparten im Detail

Landtechnik und Maschinen für die Rasen- und Grundstückspflege

Die Umsätze sanken im dritten Quartal um 24 Prozent und in den ersten neun Monaten um 25 Prozent, hauptsächlich bedingt durch geringere Liefermengen und ungünstige Umrechnungskurse. Bessere Preise wirkten sich positiv aus. Der Betriebsgewinn erreichte 472 Millionen US-Dollar (Vorjahr: 941 Millionen US-Dollar) im dritten Quartal und 1,378 Milliarden US-Dollar (Vorjahr: 2,967 Milliarden US-Dollar) in den ersten neun Monaten. Die niedrigeren Ergebnisse resultierten aus geringeren Liefermengen, einem weniger vorteilhaft zusammengesetzten Produktionsprogramm und ungünstigen Wechselkursen. Positive Effekte ergaben sich aus besseren Preisen und niedrigeren Produktionskosten im dritten Quartal sowie zusätzlich geringeren Vertriebs-, Verwaltungs- und Gemeinkosten in den ersten neun Monaten.

Bau- und Forstmaschinen

Die Umsätze mit Bau- und Forstmaschinen gingen im dritten Quartal um 13 Prozent zurück, erreichten aber in den ersten neun Monaten das Vorjahresniveau. Der Rückgang im Quartal ist primär auf geringere Liefermengen und ungünstige Wechselkurse zurückzuführen, teilweise kompensiert durch bessere Preise. In den ersten neun Monaten wurden die Erträge durch gestiegene Liefermengen und bessere Preise erzielt, jedoch durch ungünstige Wechselkurse beeinträchtigt. Der Betriebsgewinn dieser Sparte lag bei 129 Millionen US-Dollar (Vorjahr: 194 Millionen US-Dollar) im dritten Quartal und 464 Millionen US-Dollar (Vorjahr: 420 Millionen US-Dollar) in den ersten neun Monaten. Der Rückgang im Quartal ist auf geringere Liefermengen und ungünstige Wechselkurse zurückzuführen, teilweise ausgeglichen durch bessere Preise. In den ersten neun Monaten wirkten sich bessere Preise, geringere Vertriebs-, Verwaltungs- und Gemeinkosten sowie gestiegene Liefermengen positiv aus, während ungünstige Wechselkurse die Ergebnisse belasteten.

Marktlage und Ausblick

Landtechnik und Maschinen für die Rasen- und Grundstückspflege

Für das Geschäftsjahr 2015 wird ein Rückgang der weltweiten Umsätze mit Landtechnik und Maschinen für die Rasen- und Grundstückspflege um etwa 25 Prozent prognostiziert, wobei ungünstige Umrechnungskurse mit fünf Prozentpunkten berücksichtigt sind. Die Nachfrage nach Landmaschinen bleibt aufgrund niedriger Erzeugerpreise und sinkender landwirtschaftlicher Einkommen unter Druck, insbesondere bei leistungsstarken Modellen. Der Viehzuchtsektor in den Vereinigten Staaten entwickelt sich vorteilhafter und begünstigt den Verkauf kleinerer Maschinen. In den Vereinigten Staaten und Kanada wird ein Umsatzrückgang von 25 Prozent erwartet.

In den EU28-Märkten wird ein Rückgang der Umsätze um etwa zehn Prozent erwartet, bedingt durch niedrigere Erzeugerpreise, sinkende landwirtschaftliche Einkommen und Druck auf Milcherzeuger. In Südamerika wird aufgrund wirtschaftlicher Unsicherheit und gestiegener Zinsen bei staatlich geförderten Finanzierungsprogrammen in Brasilien ein Rückgang der Umsätze bei Traktoren und Mähdreschern um etwa 20 bis 25 Prozent erwartet. In Asien wird ein moderater Umsatzrückgang prognostiziert, insbesondere in Indien und China. In den GUS-Märkten werden die Umsätze aufgrund der wirtschaftlichen Lage und mangelnder Kreditverfügbarkeit voraussichtlich deutlich niedriger ausfallen. Die Umsätze der Branche mit Maschinen für die Rasen- und Grundstückspflege in den Vereinigten Staaten und Kanada werden 2015 voraussichtlich stabil bleiben oder um bis zu fünf Prozent steigen, bedingt durch das allgemeine Wirtschaftswachstum.

Bau- und Forstmaschinen

Die weltweiten Umsätze des Unternehmens mit Bau- und Forstmaschinen werden 2015 voraussichtlich um etwa fünf Prozent nachgeben, wobei ungünstige Umrechnungskurse mit etwa drei Prozent berücksichtigt sind. Dieser Rückgang spiegelt den Einfluss des sich abschwächenden Energiesektors in Nordamerika sowie Umsatzrückgänge außerhalb der Vereinigten Staaten und Kanadas wider. Im Vergleich zum Vorjahr werden die Umsätze im Forstmaschinenbereich voraussichtlich stabil bleiben oder um bis zu fünf Prozent anwachsen, wobei Zuwächse in den Vereinigten Staaten Umsatzrückgänge in anderen Regionen ausgleichen dürften.

Finanzierungsgeschäft

Der auf Deere & Company entfallende Gewinn im Finanzierungsgeschäft wird sich im Geschäftsjahr 2015 voraussichtlich auf etwa 630 Millionen US-Dollar belaufen. Die verbesserte Prognose gegenüber dem Vorjahr basiert primär auf den Erlösen aus dem Verkauf der Ernteversicherung sowie dem Wachstum des durchschnittlichen Finanzierungsbestandes. Weniger vorteilhafte Zinsspannen, ein ungünstigerer effektiver Steuersatz und höhere Rückstellungen zur Deckung von Kreditrisiken dürften die Ergebnisse jedoch schmälern.

23.08.2015

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John Deere Walldorf GmbH & Co. KG

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