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Deere & Company: Solides Jahresergebnis trotz Agrarkonjunktur-Abschwächung

Deere & Company erzielte ein solides Jahresergebnis, obwohl die Agrarkonjunktur sich abschwächte. Trotz Umsatzrückgang gelang es dem Unternehmen, Kosten und Aktiva zu kontrollieren und finanziell stabil zu bleiben. Ein erheblicher Teil des Cashflows wurde an Investoren zurückgegeben.

Finanzielle Leistung im Überblick

Deere & Company verzeichnete im vierten Quartal des Geschäftsjahres einen Gewinn von 649,2 Millionen US-Dollar, was 1,83 US-Dollar pro Aktie entspricht. Das Ergebnis für das gesamte Geschäftsjahr belief sich auf 3,162 Milliarden US-Dollar oder 8,63 US-Dollar pro Aktie.

Die weltweiten Umsatzerlöse und sonstigen Erträge sanken im vierten Quartal auf 8,965 Milliarden US-Dollar und im gesamten Geschäftsjahr auf 36,067 Milliarden US-Dollar, jeweils um 5 Prozent. Die Maschinensparten erzielten im vierten Quartal einen Umsatz von 8,043 Milliarden US-Dollar und im Geschäftsjahr von 32,961 Milliarden US-Dollar.

John Deere erzielte ein weiteres solides Jahresergebnis trotz der Abschwächung der Agrarkonjunktur, die gegenüber dem Rekordjahr 2013 zu einem Rückgang von Umsatz und Gewinn führte. Die Konjunkturabschwächung traf vor allem den Verkauf von großen Landmaschinen, darunter viele unserer ertragreichsten Modelle. Dennoch ermöglichen unser Erfolg, Kosten und Aktiva unter Kontrolle zu halten und der Aufbau eines breit aufgestellten Geschäftes, dass wir stabile Ergebnisse erwirtschaften konnten und finanziell fundiert aufgestellt bleiben.

Dies erklärte Samuel R. Allen, Verwaltungsratsvorsitzender und CEO von Deere & Company. Er betonte zudem, dass das Unternehmen im abgelaufenen Jahr einen soliden Cashflow generiert habe, wovon ein erheblicher Teil in Form von Dividenden und Aktienrückkäufen an die Investoren zurückgegeben wurde. Die Dividenden und Rückkäufe beliefen sich 2014 auf insgesamt 3,5 Milliarden US-Dollar.

Geschäftsverlauf der Maschinensparten

Die Umsätze der weltweiten Maschinensparten gingen im vierten Quartal um 7 Prozent und im Geschäftsjahr um 6 Prozent zurück. Höhere Preise trugen im vierten Quartal mit einem Prozentpunkt und im Geschäftsjahr mit zwei Prozentpunkten positiv bei. Ungünstige Umrechnungskurse belasteten die Umsätze in beiden Zeiträumen mit jeweils einem Prozentpunkt.

In den Vereinigten Staaten und Kanada sanken die Maschinenumsätze im vierten Quartal um 10 Prozent und lagen im Geschäftsjahr 8 Prozent unter dem Vorjahresniveau. Außerhalb dieser Regionen verzeichneten die Umsätze einen Rückgang von 2 Prozent im Quartal und 3 Prozent im Geschäftsjahr, wobei ungünstige Umrechnungskurse hier mit zwei Prozentpunkten im Quartal und einem Prozentpunkt im Geschäftsjahr zu Buche schlugen.

Der Betriebsgewinn der Maschinensparten erreichte 910 Millionen US-Dollar im vierten Quartal und 4,297 Milliarden US-Dollar im Geschäftsjahr. Der Rückgang im vierten Quartal resultierte hauptsächlich aus einer weniger vorteilhaften Zusammensetzung des Produktionsprogramms, geringeren Liefermengen, gedrosselter Produktion und höheren Produktionskosten, insbesondere im Zusammenhang mit Abgasnormen für Motoren. Hinzu kamen gestiegene Garantiekosten und Wertberichtigungen bei Anlagen in China.

Im gesamten Geschäftsjahr wirkten sich geringere Liefermengen, gedrosselte Produktion, eine weniger vorteilhafte Produktangebot-Zusammensetzung, ungünstige Umrechnungskurse sowie höhere Produktionskosten aufgrund von Abgasnormen auf die Ergebnisse aus. Positive Preiseffekte konnten die Ergebnisrückgänge in beiden Zeiträumen teilweise ausgleichen. Die Vorjahresergebnisse waren zudem durch Wertberichtigungen bei John Deere Landscapes und John Deere Water belastet.

Der Gewinn der Maschinensparten betrug 488 Millionen US-Dollar im vierten Quartal und 2,548 Milliarden US-Dollar im Geschäftsjahr. Im Finanzierungsgeschäft erreichte der Gewinn 172,2 Millionen US-Dollar im vierten Quartal und 624,5 Millionen US-Dollar im Geschäftsjahr. Dieser Anstieg war primär auf einen gewachsenen Finanzierungsbestand zurückzuführen, wurde jedoch durch geringere Erträge aus der Ernteversicherung, gestiegene Vertriebs- und Verwaltungskosten sowie höhere Rückstellungen für Kreditrisiken teilweise gemindert. Ein niedrigerer effektiver Steuersatz begünstigte das Jahresergebnis.

Erwartungen für 2015

Für 2015 wird ein Rückgang der Maschinenumsätze um etwa 15 Prozent erwartet, im ersten Quartal sogar um 21 Prozent. Das Jahresergebnis soll voraussichtlich 1,9 Milliarden US-Dollar erreichen.

Trotz der deutlichen Umsatzrückgänge und einer anhaltenden Abschwächung des weltweiten Agrarsektors erwartet John Deere auch 2015 solide Ergebnisse. Die Gewinnprognose spiegelt dabei unsere Bemühungen wider, ein widerstandsfähigeres Geschäftsmodell zu entwickeln und dabei deutlich bessere Resultate zu erzielen als bei früheren Konjunktureinbrüchen.

Allen betonte die langfristig positiven Zukunftsperspektiven des Unternehmens. Die grundlegenden Trends wie das Wachstum der Weltbevölkerung und der steigende Wohlstand blieben von zyklischen Schwankungen der Agrarkonjunktur unberührt. Die Pläne, einen weltweit wachsenden Kundenkreis zu bedienen, machten Fortschritte. Das Unternehmen sei gut aufgestellt, um über den gesamten Konjunkturzyklus hinweg solide Ergebnisse zu erzielen und vom weltweit wachsenden Bedarf an Nahrungsmitteln, Wohnraum und Infrastruktur zu profitieren.

Ergebnisse der Maschinensparten im Detail

Landtechnik und Maschinen für die Rasen- und Grundstückspflege

Die Umsätze dieser Sparte sanken im vierten Quartal um 13 Prozent und im Geschäftsjahr um 9 Prozent. Dies war hauptsächlich auf geringere Liefermengen, den Verkauf von John Deere Landscapes und John Deere Water sowie ungünstige Umrechnungskurse zurückzuführen. Bessere Preise wirkten sich in beiden Zeiträumen positiv aus. Der Betriebsgewinn erreichte 682 Millionen US-Dollar im vierten Quartal und 3,649 Milliarden US-Dollar im Geschäftsjahr.

Das schwächere Ergebnis im Quartal resultierte aus geringeren Liefermengen, gedrosselter Produktion, einem weniger vorteilhaft zusammengesetzten Produktionsprogramm, höheren Produktionskosten im Zusammenhang mit Abgasnormen für Motoren, gestiegenen Garantiekosten und Wertberichtigungen bei Anlagen in China. Der Rückgang des Betriebsgewinns im Geschäftsjahr war ebenfalls auf geringere Liefermengen, gedrosselte Produktion, ein weniger vorteilhaftes Produktprogramm, ungünstige Umrechnungskurse und gestiegene Produktionskosten aufgrund von Abgasnormen zurückzuführen. Preisverbesserungen konnten die Rückgänge in beiden Zeiträumen teilweise kompensieren. Die Vorjahresergebnisse waren zudem durch Abschreibungen auf den Unternehmenswert bei John Deere Landscapes und John Deere Water beeinträchtigt.

Bau- und Forstmaschinen

Die Umsatzerlöse im Bau- und Forstmaschinengeschäft stiegen im vierten Quartal um 23 Prozent und im Geschäftsjahr um 12 Prozent, bedingt durch gestiegene Liefermengen und bessere Preise. Ungünstige Umrechnungskurse schmälerten das Ergebnis. Der Betriebsgewinn erreichte 228 Millionen US-Dollar im vierten Quartal und 648 Millionen US-Dollar im Geschäftsjahr.

Im vierten Quartal wirkten sich gestiegene Liefermengen und geringere Vertriebs- und Verwaltungskosten positiv aus. Im Geschäftsjahr begünstigten gestiegene Liefermengen, geringere Vertriebs- und Verwaltungskosten sowie bessere Preise die Resultate, während ungünstige Umrechnungskurse negativ zu Buche schlugen.

Marktlage und Ausblick

Landtechnik und Maschinen für die Rasen- und Grundstückspflege

Aufgrund der Konjunkturschwäche in der weltweiten Landwirtschaft werden die Umsätze des Unternehmens mit Landmaschinen und Maschinen für die Rasen- und Grundstückspflege 2015 voraussichtlich um 20 Prozent sinken. Niedrigere Erzeugerpreise und rückläufige Einkommen in der Landwirtschaft belasten die Nachfrage, insbesondere bei großen Maschinen. Bessere Rahmenbedingungen in der Viehzucht der Vereinigten Staaten begünstigen den Verkauf kleinerer Maschinen. Die Umsätze der Branche in den Vereinigten Staaten und Kanada dürften 2015 um etwa 25-30 Prozent niedriger ausfallen.

In den EU28-Ländern wird ein Rückgang der Umsätze um etwa 10 Prozent erwartet, bedingt durch rückläufige Erzeugerpreise im Ackerbau und möglichen Druck auf Milcherzeuger. Auch in Südamerika dürften die Umsätze mit Traktoren und Mähdreschern aufgrund von Beeinträchtigungen der landwirtschaftlichen Produktion um etwa 10 Prozent zurückgehen. In den GUS-Märkten wird sich das Geschäft unter anderem wegen mangelnder Kreditverfügbarkeit voraussichtlich weiter verschlechtern. Auch in Asien, insbesondere in China, werden die Umsätze voraussichtlich zurückgehen.

Aufgrund der verbesserten Konjunkturlage werden die Umsätze der Branche mit Rasen- und Grundstückspflege-Maschinen beziehungsweise leichten Nutzfahrzeugen in den Vereinigten Staaten und Kanada voraussichtlich stabil bleiben oder um bis zu 5 Prozent anwachsen.

Bau- und Forstmaschinen

Die weltweiten Umsätze mit Bau- und Forstmaschinen werden 2015 voraussichtlich um etwa 5 Prozent anwachsen. Dieser Zuwachs spiegelt die Konjunkturerholung und die Neubautätigkeit im Bausektor in den Vereinigten Staaten und Kanada wider sowie Umsatzzuwächse außerhalb Nordamerikas. Das weltweite Forstmaschinengeschäft wird auf dem stabilen Niveau des Vorjahres erwartet.

Finanzdienstleistungen

Im Finanzierungsgeschäft wird der Gewinn 2015 voraussichtlich etwa 610 Millionen US-Dollar erreichen. Der Gewinnrückgang resultiert aus höheren Rückstellungen zur Deckung von Kreditrisiken im Vergleich zum niedrigen Niveau von 2014 sowie aus weniger günstigen Steuersätzen. Diese Effekte sollen jedoch durch einen wachsenden Finanzierungsbestand und höhere Erträge aus der Ernteversicherung teilweise ausgeglichen werden.

26.11.2014

Weitere Informationen erhalten Sie hier:

John Deere Walldorf GmbH & Co. KG

John-Deere-Strasse 1
69190Walldorf
Deutschland

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