Ergebnisse und Einfluss der Steuerreform
Deere & Company verzeichnete im dritten Quartal des Geschäftsjahres einen Gewinn von 910,3 Millionen US-Dollar, was 2,78 US-Dollar je Aktie entspricht. Im Vorjahreszeitraum lag der Gewinn bei 641,8 Millionen US-Dollar oder 1,97 US-Dollar je Aktie. Für die ersten neun Monate des Geschäftsjahres belief sich der Gewinn auf 1,584 Milliarden US-Dollar (4,82 US-Dollar je Aktie), verglichen mit 1,649 Milliarden US-Dollar (5,11 US-Dollar je Aktie) im Vorjahr.
Die US-Steuerreformgesetzgebung vom 22. Dezember 2017 beeinflusste die Ergebnisse. Im dritten Quartal profitierte das Unternehmen von einer Reduzierung der Steuerbelastung um 62 Millionen US-Dollar. Die ersten neun Monate wurden hingegen durch Rückstellungen für Ertragssteuern in Höhe von 741 Millionen US-Dollar belastet. Ohne diese Anpassungen hätte der Gewinn im dritten Quartal 849 Millionen US-Dollar (2,59 US-Dollar je Aktie) und in den ersten neun Monaten 2,325 Milliarden US-Dollar (7,08 US-Dollar je Aktie) betragen.
Die weltweiten Umsätze und sonstigen Erlöse stiegen im dritten Quartal um 32 Prozent auf 10,308 Milliarden US-Dollar und in den ersten neun Monaten um 29 Prozent auf 27,942 Milliarden US-Dollar. Die Maschinenumsätze erreichten 9,286 Milliarden US-Dollar im dritten Quartal und 25,007 Milliarden US-Dollar in den ersten neun Monaten.
„John Deere hat im dritten Quartal von den guten Marktbedingungen und der starken Nachfrage nach unserem umfangreichen Sortiment an innovativen Produkten profitiert. Die Landmaschinenverkäufe sind in Nordamerika und Europa kräftig angestiegen und das Baumaschinengeschäft entwickelt sich weiterhin positiv. Hier spüren wir einen deutlichen Einfluss unserer Straßenbaumaschinensparte der Wirtgen Group. Gleichzeitig beobachten wir weiterhin steigende Rohstoff- und Frachtkosten, auf die wir mit einer Kombination aus Kostenreduzierungen und Preisanpassungen reagieren.“
Geschäftsverlauf der Maschinensparten
Die Umsätze der weltweiten Maschinensparten stiegen im Vergleich zum Vorjahr um 36 Prozent im dritten Quartal und um 33 Prozent in den ersten neun Monaten. Die Übernahme der Wirtgen Group im Dezember 2017 trug im Quartal 17 Prozent und in den ersten neun Monaten 12 Prozent zu diesem Wachstum bei. Ungünstige Umrechnungskurse beeinflussten das Quartalsergebnis mit minus 1 Prozent, während günstige Umrechnungskurse die ersten neun Monate mit plus 2 Prozent unterstützten.
In den Vereinigten Staaten und Kanada stiegen die Umsätze der Maschinensparten um 29 Prozent im Quartal und um 27 Prozent in den ersten neun Monaten. Die Wirtgen Group steuerte hier 6 Prozent bzw. 4 Prozent der Umsätze bei. Außerhalb dieser Regionen erhöhten sich die Umsätze im dritten Quartal um 45 Prozent und in den ersten neun Monaten um 42 Prozent. Der Beitrag der Wirtgen Group lag hier bei 31 Prozent bzw. 23 Prozent.
Der Betriebsgewinn der Maschinensparten erreichte im dritten Quartal 1,087 Milliarden US-Dollar und in den ersten neun Monaten 2,822 Milliarden US-Dollar. Darin enthalten ist ein operativer Gewinn der Wirtgen Group von 88 Millionen US-Dollar im Quartal und 37 Millionen US-Dollar in den ersten neun Monaten. Ohne den Wirtgen-Effekt resultierte der Anstieg hauptsächlich aus höheren Liefermengen, geringeren Garantiekosten und höheren Preisen. Dies wurde teilweise durch höhere Produktionskosten sowie gestiegene Forschungs- und Entwicklungskosten kompensiert.
Der Gewinn der Maschinensparten betrug im dritten Quartal 751 Millionen US-Dollar und in den ersten neun Monaten 889 Millionen US-Dollar. Hier wirkten sich der vorläufige Ertragssteueraufwand und die Anpassungen aufgrund der Steuerreform im ersten Quartal positiv mit 58 Millionen US-Dollar und in den ersten neun Monaten negativ mit 974 Millionen US-Dollar aus.
Im Finanzierungsgeschäft belief sich der Gewinn im dritten Quartal auf 151,2 Millionen US-Dollar und in den ersten neun Monaten auf 680,6 Millionen US-Dollar. Das höhere Ergebnis profitierte von einem breiteren Produktprogramm und einer niedrigen Risikovorsorge im Kreditgeschäft, teilweise kompensiert durch weniger vorteilhafte Zinsspannen.
Geschäftsausblick
Für das Geschäftsjahr 2018 wird ein Anstieg der Maschinenumsätze um etwa 30 Prozent prognostiziert. Im vierten Quartal wird ein Zuwachs von 21 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum erwartet, wobei die Wirtgen Group voraussichtlich 12 Prozent zum Umsatz beitragen wird. Für das gesamte Geschäftsjahr 2018 wird eine Steigerung der Umsätze und Erträge von 26 Prozent sowie ein Gewinn von 2,360 Milliarden US-Dollar prognostiziert.
Diese Gewinnerwartung berücksichtigt Rückstellungen für Ertragssteuern in Höhe von 741 Millionen US-Dollar aufgrund der Steuerreform. Ohne Berücksichtigung der Steuerreform wird ein Gewinn von 3,1 Milliarden US-Dollar erwartet.
„Wir sind weiterhin fest überzeugt, dass John Deere gut aufgestellt ist, um vom weiteren Wachstum auf den weltweiten Land- und Baumaschinenmärkten zu profitieren. Der Ersatzbedarf für große Landmaschinen steigert den Verkauf, ungeachtet der Spannungen auf den weltweiten Handelsmärkten und anderer geopolitischer Themen. Gleichzeitig ermutigt uns die positive Resonanz unserer Kunden auf die innovativen Merkmale und Technologien unserer Maschinen. Darüber hinaus sind die Trends hinsichtlich Bevölkerungswachstum sowie der zunehmenden Urbanisierung ungebrochen und wirken sich positiv auf die Zukunft unseres Unternehmens aus. Wir sind absolut überzeugt, dass unser Unternehmen auf dem richtigen Weg ist und wir weiterhin bestens vorbereitet sind, um unseren Kunden und Investoren in den kommenden Jahren erheblichen Mehrwert zu bieten.“
Ergebnisse der Maschinensparten im Detail
Landmaschinen & Maschinen für die Rasen- und Grundstückspflege
Die Umsätze in dieser Sparte stiegen im Quartal um 18 Prozent und in den ersten neun Monaten um 19 Prozent. Ursächlich hierfür waren höhere Liefermengen, geringere Garantiekosten und Preisrealisierungen. Der Betriebsgewinn belief sich im dritten Quartal auf 806 Millionen US-Dollar und in den ersten neun Monaten auf 2,249 Milliarden US-Dollar.
Bau- und Forstmaschinen
Die Umsätze der Sparte Bau- und Forstmaschinen erhöhten sich im dritten Quartal um 100 Prozent und in den ersten neun Monaten um 83 Prozent. Die Wirtgen Group trug hierzu mit 77 Prozent bzw. 56 Prozent bei. Der Betriebsgewinn erreichte im dritten Quartal 281 Millionen US-Dollar und 573 Millionen US-Dollar in den ersten neun Monaten. Der Gewinnbeitrag der Wirtgen Group lag bei 88 Millionen US-Dollar im Quartal und 37 Millionen US-Dollar in den ersten neun Monaten.
Marktlage und Ausblick
Landmaschinen & Maschinen für die Rasen- und Grundstückspflege
Für das Geschäftsjahr 2018 wird ein Anstieg der weltweiten Umsätze von John Deere mit Landmaschinen & Maschinen für die Rasen- und Grundstückspflege um 15 Prozent erwartet. In den Vereinigten Staaten und Kanada sollen die Branchenumsätze um etwa 10 Prozent steigen, getragen von der Nachfrage nach leistungsstarken Maschinen. In den EU28-Märkten wird trotz regionaler Trockenheit ein Zuwachs von 5 bis 10 Prozent prognostiziert. Für Südamerika wird ein stabiler bis leicht steigender Umsatz von bis zu 5 Prozent erwartet, beeinflusst durch den brasilianischen Markt. In Asien wird mit stabilen Umsätzen gerechnet.
Bau- und Forstmaschinen
Die weltweiten Umsätze mit John Deere Bau- und Forstmaschinen sollen 2018 um etwa 81 Prozent steigen. Die Wirtgen Group wird voraussichtlich 55 Prozent dieses Wachstums beisteuern. Dieser Ausblick basiert auf dem Anstieg im privaten Haus- und Wohnungsbau in den USA, höheren Investitionen im Öl- und Gassektor sowie dem weltweiten Wirtschaftswachstum. Für die Forstmaschinenindustrie wird ein Anstieg von bis zu 10 Prozent erwartet.
Finanzierungsgeschäft
Der auf Deere & Company entfallende Gewinn im Finanzierungsgeschäft wird für 2018 voraussichtlich 815 Millionen US-Dollar erreichen. Dies beinhaltet einen vorläufigen Ertragssteuervorteil der Steuerreform von 232 Millionen US-Dollar. Ohne diese Anpassung würde der erwartete Gewinn bei 583 Millionen US-Dollar liegen. Das Ergebnis profitiert von einem breiteren Produktprogramm, einer niedrigeren Risikovorsorge im Kreditgeschäft und geringeren Verlusten bei Restwerten von Leasinggeschäften.
