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Deere & Company: Rückläufige Ergebnisse im ersten Quartal durch schwache Agrarkonjunktur

Deere & Company verzeichnete im ersten Quartal des Geschäftsjahres einen deutlichen Gewinnrückgang. Die schwache Agrarkonjunktur führte zu geringerer Nachfrage nach Landtechnik. Trotzdem zeigt sich das Unternehmen langfristig optimistisch und erwartet weiterhin profitable Ergebnisse.

Analyse der Quartalsergebnisse und Geschäftsentwicklung

Im ersten Quartal des Geschäftsjahres, das am 31. Januar endete, verzeichnete Deere & Company einen Gewinn von 386,8 Millionen US-Dollar. Im Vorjahr lag dieser Wert noch bei 681,1 Millionen US-Dollar. Der Gewinn pro Aktie sank entsprechend von 1,81 US-Dollar auf 1,12 US-Dollar.

Die weltweiten Umsatzerlöse und sonstigen Erträge reduzierten sich im ersten Quartal um 17 Prozent auf 6,383 Milliarden US-Dollar, verglichen mit 7,654 Milliarden US-Dollar im Vorjahreszeitraum. Die Maschinenumsätze beliefen sich auf 5,605 Milliarden US-Dollar nach 6,949 Milliarden US-Dollar im Vorjahr.

Die Ergebnisse des ersten Quartals spiegeln die schleppende Konjunktur in der weltweiten Landwirtschaft wider, die zu schwächerer Nachfrage nach Landtechnik, insbesondere nach leistungsstarken Maschinen, führte sowie zu geringeren Umsätzen und Erträgen. Gleichzeitig verzeichneten die Bau- und Forstmaschinensparte und der Finanzierungsbereich höhere Gewinne, was den Vorteil eines ausgewogenen Geschäftsmodells deutlich macht. Die Ergebnisse spiegeln auch unsere Fortschritte bei der Schaffung flexiblerer und rasch anpassungsfähiger Kostenstrukturen wider.

Dies erklärte Samuel R. Allen, Verwaltungsratsvorsitzender und CEO von Deere & Company.

Geschäftsentwicklung der Sparten

Die Umsätze der weltweiten Maschinensparten gingen im ersten Quartal um 19 Prozent zurück. Dabei wirkten sich Preiserhöhungen mit einem Prozentpunkt positiv und ungünstige Wechselkurse mit zwei Prozentpunkten negativ aus. In den Vereinigten Staaten und Kanada sanken die Umsätze um 14 Prozent. Außerhalb dieser Regionen betrug der Rückgang 28 Prozent, wobei ungünstige Umrechnungskurse fünf Prozentpunkte ausmachten.

Der Betriebsgewinn der Maschinensparten erreichte im ersten Quartal 414 Millionen US-Dollar, gegenüber 891 Millionen US-Dollar im Vorjahr. Dieser Rückgang ist primär auf geringere Liefermengen und eine weniger vorteilhafte Zusammensetzung des Lieferprogramms zurückzuführen. Teilweise konnten diese Effekte durch geringere Verwaltungs- und Gemeinkosten sowie bessere Preise abgemildert werden. Der Gewinn der Maschinensparten belief sich auf 241 Millionen US-Dollar, nach 543 Millionen US-Dollar im Vorjahr.

Im Finanzierungsgeschäft stieg der auf Deere & Company entfallende Gewinn im ersten Quartal auf 156,8 Millionen US-Dollar, verglichen mit 142,2 Millionen US-Dollar im Vorjahr. Der Gewinnanstieg resultierte hauptsächlich aus einem Wachstum des Finanzierungsbestandes und höheren Gewinnspannen im Versicherungsgeschäft. Weniger vorteilhafte Zinsspannen dämpften diesen Effekt teilweise. Im Vorjahr hatte zudem ein niedrigerer effektiver Steuersatz die Ergebnisse positiv beeinflusst.

Ergebnisse der Maschinensparten im Detail

Landmaschinen & Maschinen für die Rasen- und Grundstückspflege

Die Umsätze in diesem Bereich sanken um 27 Prozent. Gründe hierfür waren geringere Liefermengen, der Verkauf von John Deere Landscapes und John Deere Water sowie ungünstige Wechselkurse. Bessere Preise konnten die Ergebnisse teilweise stabilisieren. Der Betriebsgewinn erreichte 268 Millionen US-Dollar, nach 797 Millionen US-Dollar im Vorjahr. Der Ergebnisrückgang war hauptsächlich auf geringere Liefermengen und ein weniger vorteilhaftes Lieferprogramm zurückzuführen, während niedrigere Verwaltungs- und Gemeinkosten sowie bessere Preise die Resultate verbesserten.

Bau- und Forstmaschinen

Die Umsätze mit Bau- und Forstmaschinen stiegen im ersten Quartal infolge gestiegener Lieferungen um 13 Prozent. Der Betriebsgewinn erreichte 146 Millionen US-Dollar, gegenüber 94 Millionen US-Dollar im Vorjahr. Der Gewinnanstieg war primär auf gestiegene Liefermengen zurückzuführen, wurde jedoch teilweise durch höhere Aufwendungen für Verkaufshilfen und ungünstige Wechselkurse kompensiert.

Ausblick und Erwartungen

Für das Geschäftsjahr 2015 werden die Maschinenumsätze voraussichtlich um etwa 17 Prozent unter denen des Vorjahres liegen. Im zweiten Quartal wird ein Rückgang von etwa 19 Prozent erwartet. Dabei sind ungünstige Umrechnungskurse mit drei Prozentpunkten für das Geschäftsjahr und vier Prozentpunkten für das zweite Quartal berücksichtigt. Der auf Deere & Company entfallende Gewinn für 2015 wird auf etwa 1,8 Milliarden US-Dollar geschätzt.

Trotz der anhaltenden Schwäche des Agrarsektors erwartet John Deere auch 2015 deutlich profitabel zu bleiben. Unsere Prognose liegt erheblich über dem Ertragsniveau früherer Rezessionen. Das zeigt unseren Erfolg bei der Erschließung neuer Ertragsquellen und der Schaffung eines beständigeren Geschäftsmodells.

Langfristig sieht das Unternehmen weiterhin positive Perspektiven. Samuel R. Allen betonte, dass das Wachstum der Weltbevölkerung und der steigende Lebensstandard starke Trends darstellen, die sich weitgehend unabhängig von Konjunkturschwankungen in der Landwirtschaft entwickeln. Er ergänzte:

Gleichzeitig machen unsere weitreichenden Pläne neue Märkte und Kundengruppen zu erschließen Fortschritte. Deshalb bleiben wir zuversichtlich, dass das Unternehmen über den gesamten Konjunkturzyklus hinweg zuverlässige Erträge erwirtschaften und auch in Zukunft von der Nachfrage nach produktiven Maschinen profitieren kann.

Marktlage und Prognosen für 2015

Landmaschinen & Maschinen für die Rasen- und Grundstückspflege

Die Umsätze mit Landmaschinen sowie Maschinen für die Rasen- und Grundstückspflege werden bei John Deere im Geschäftsjahr 2015 voraussichtlich um etwa 23 Prozent unter dem Vorjahresniveau liegen. Ungünstige Umrechnungskurse dürften dabei etwa vier Prozentpunkte ausmachen. Niedrigere Erzeugerpreise für landwirtschaftliche Rohstoffe und sinkende Einkommen der Landwirte beeinflussen die Nachfrage nach Landmaschinen, insbesondere bei großen Modellen. Der US-Viehzuchtsektor zeigt sich etwas stabiler und stützt die Nachfrage nach kleineren Maschinen.

In den Vereinigten Staaten und Kanada wird ein Rückgang der Branchenumsätze um etwa 25 bis 30 Prozent erwartet. In den EU-28-Märkten wird ein Rückgang von zehn Prozent prognostiziert, bedingt durch niedrigere Erzeugerpreise, geringere Einkommen der Landwirte und Druck auf den Milchsektor. In Südamerika, insbesondere in Brasilien, wird aufgrund wirtschaftlicher Unsicherheit ein Rückgang der Branchenumsätze um zehn bis 15 Prozent erwartet. Die Umsätze in den GUS-Märkten werden aufgrund der wirtschaftlich unsicheren Lage und knapper Finanzierungsangebote deutlich zurückgehen. In Asien, vor allem in China und Indien, wird ein leichter Rückgang erwartet. Die Umsätze der Branche mit Maschinen für die Rasen- und Grundstückspflege in den Vereinigten Staaten und Kanada werden 2015 voraussichtlich auf Vorjahresniveau bleiben oder um bis zu fünf Prozent steigen.

Bau- und Forstmaschinen

Die weltweiten Umsätze mit Bau- und Forstmaschinen sollen 2015 um etwa fünf Prozent anwachsen. Dieser Zuwachs basiert primär auf Wirtschaftswachstum und steigender Neubautätigkeit in den Vereinigten Staaten, wobei schwächere Rahmenbedingungen im Energiesektor und in energieproduzierenden Regionen negative Auswirkungen haben. Das weltweite Geschäft mit Forstmaschinen wird voraussichtlich auf dem Niveau von 2014 verbleiben, wobei Zuwächse in den Vereinigten Staaten und Europa Rückgänge in anderen Märkten ausgleichen dürften.

Finanzierungsgeschäft

Der auf Deere & Company entfallende Gewinn im Finanzierungsgeschäft wird sich 2015 voraussichtlich auf 630 Millionen US-Dollar belaufen. Dies berücksichtigt die Auswirkungen des Verkaufs des Ernteversicherungsgeschäfts und das Wachstum im durchschnittlichen Finanzierungsbestand. Diese positiven Effekte werden teilweise durch niedrigere Zinsspannen, den erwarteten Anstieg bei Rückstellungen zur Absicherung von Kreditrisiken (die 2014 auf niedrigem Niveau lagen) und einen weniger vorteilhaften effektiven Steuersatz kompensiert.

23.02.2015

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John Deere Walldorf GmbH & Co. KG

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69190Walldorf
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