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John Deere: Gewinnrückgang im dritten Quartal – Unsicherheiten belasten Geschäft

28.08.2025

Der Landmaschinenriese John Deere verzeichnet im dritten Quartal 2025 sinkende Umsätze und Gewinne, setzt aber auf neue Technologien und eine angepasste Produktion, um die Marktunsicherheiten abzufedern.

Der US-Landmaschinenhersteller Deere & Company (John Deere) hat im dritten Quartal des Geschäftsjahres 2025 einen deutlichen Gewinnrückgang verzeichnet. Das Unternehmen erwirtschaftete einen Nettogewinn von 1,289 Milliarden US-Dollar bzw. 4,75 US-Dollar je Aktie. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum (1,734 Milliarden US-Dollar bzw. 6,29 US-Dollar je Aktie) entspricht das einem Minus von rund 26 Prozent.

Auch der Umsatz ging zurück: Mit 12,018 Milliarden US-Dollar lagen die Erlöse neun Prozent unter dem Vorjahr. In den ersten neun Monaten des laufenden Geschäftsjahres summierten sich die Einnahmen auf 33,29 Milliarden US-Dollar (minus 18 Prozent).

Ursachen: schwache Nachfrage und volle Lager

CEO John C. May verwies auf die „proaktive Verwaltung des Lagerbestands“. Deere habe die Produktion an die schwächere Nachfrage angepasst, um auf die hohe Zahl gebrauchter Maschinen im Markt zu reagieren. „So schaffen wir einen nachhaltigeren Markt für Kunden, Händler und unser Unternehmen – selbst in diesen herausfordernden Zeiten“, so May.

Die einzelnen Geschäftsbereiche entwickelten sich unterschiedlich:

  • Großmaschinen und Präzisionslandtechnik: Umsatz minus 16 Prozent auf 4,27 Milliarden US-Dollar, Betriebsgewinn halbiert auf 580 Millionen US-Dollar.
  • Kompakte Landmaschinen und Rasenpflege: Umsatz fast stabil (minus 1 Prozent), Betriebsgewinn leicht rückläufig auf 485 Millionen US-Dollar.
  • Bau- und Forstmaschinen: Umsatz minus 5 Prozent, Gewinnrückgang um 47 Prozent auf 237 Millionen US-Dollar.
  • Finanzsparte: Überschuss deutlich gestiegen – 205 Millionen US-Dollar (plus 34 Prozent) dank geringerer Rückstellungen und Sondereffekten.

Ausblick: Prognose eingegrenzt

Für das Gesamtjahr 2025 erwartet John Deere einen Nettogewinn von 4,75 bis 5,25 Milliarden US-Dollar – weniger als im Vorjahr. Regional bleibt der Ausblick durchwachsen:

  • In den USA und Kanada wird für große Landmaschinen ein Absatzminus von rund 30 Prozent prognostiziert.
  • Europa dürfte stabil bis leicht rückläufig abschneiden (0 bis minus 5 Prozent).
  • Südamerika bleibt weitgehend unverändert, Asien könnte leicht wachsen (plus 5 Prozent).

Fokus auf Technologie

Trotz der schwierigen Lage setzt Deere auf Digitalisierung und Automatisierung. Technologien wie „See & Spray“ oder „Harvest Settings Automation“ sollen Landwirten helfen, ihre Produktivität zu steigern und Kosten zu senken. „Die positiven Ergebnisse dieser Technologien stärken unser Vertrauen in die Zukunft von Deere – trotz der aktuellen Unsicherheiten“, erklärte CEO May.

Weitere Informationen erhalten Sie hier:

John Deere Walldorf GmbH & Co. KG

John-Deere-Strasse 1
69190Walldorf
Deutschland

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