Ein halbes Jahrhundert Engagement für den ländlichen Raum
Was einst als dörflicher Blumenwettbewerb begann, hat sich in den letzten 50 Jahren zu einer wichtigen Bürgerinitiative in Bayern entwickelt. Der Wettbewerb ist zu einem festen Bestandteil der bayerischen Politik für den ländlichen Raum geworden. Er fördert den Gemeinsinn und die Eigenverantwortung der Bürger, verbessert die Lebensverhältnisse auf dem Land und unterstützt die soziale, strukturelle und wirtschaftliche Entwicklung in den Dörfern.
Der anhaltend große Erfolg beruht auf Freiwilligkeit und Eigenleistung. Der Wettbewerb spricht den Wunsch nach einem ästhetischen und harmonischen Lebensraum ebenso an wie das Wirken in der Gemeinschaft. Nicht von oben verordnete Konzepte stehen im Mittelpunkt, sondern praktisches, bürgerschaftliches Miteinander unter fachlicher Begleitung. So wird das Bewusstsein für die Werte im eigenen Dorf geschärft und die gemeinschaftliche Weiterentwicklung der gewachsenen Strukturen möglich gemacht.
Seit seiner Einführung vor 50 Jahren haben sich etwa 26.600 Dörfer mit Zehntausenden Bürgern auf allen Ebenen – Landkreis, Bezirk, Land und Bund – am Wettbewerb beteiligt. Während in den Anfangsjahren der Fokus auf Blumenschmuck und Gartengestaltung lag, deckt der Wettbewerb heute ein breiteres Spektrum des dorflichen Lebens ab. Dazu gehören Entwicklungskonzepte, wirtschaftliche Initiativen, soziale und kulturelle Aktivitäten, Baugestaltung und -entwicklung, Grüngestaltung und -entwicklung sowie die Integration des Dorfes in die Landschaft.
Der Wettbewerb bietet eine Möglichkeit, die Zukunft der ländlichen Räume gemeinsam zu gestalten.