Forschung zu künstlichen Huminstoffen als Torfersatz
Anabel Richter und Estella Lützen beschäftigten sich mit der Frage, wie der Anbau von Nahrungsmitteln auf trockenen und nährstoffarmen Böden in Brandenburg verbessert werden kann. Dabei suchten sie nach Alternativen zum im Gartenbau üblichen Torf zur Bodenverbesserung. Ihr Fokus lag auf künstlichen Huminstoffen als Torfersatz.
Die beiden Schülerinnen stellten diese Huminstoffe her, indem sie Bioabfälle wie Kartoffelschalen, Rinde oder Kastanienblätter in einem Reaktor zersetzten. Ihre Experimente zeigten, dass die selbst hergestellten Huminsäuren die Wasserspeicherkapazität des Bodens signifikant erhöhen können.
Engagement des BMEL für nachwachsende Rohstoffe
Das Bundeslandwirtschaftsministerium fördert mit dem Sonderpreis „Nachwachsende Rohstoffe“ auf Regional- und Bundesebene den Forschergeist junger Menschen und deren zukunftsweisende Ideen. Das Ministerium unterstützt unter anderem Forschungs- und Entwicklungsvorhaben zur Torfminderung und zum Moorbodenschutz. Auch Modell- und Demonstrationsvorhaben zum Torfersatz im Hobby- und Friedhofsgartenbau sowie zum Moorbodenschutz werden gefördert.
Die hierfür bereitgestellten Mittel stammen aus dem Klima- und Transformationsfonds (KTF). Im Jahr 2023 beteiligten sich über 9.000 Kinder und Jugendliche mit mehr als 5.000 Projekten am Wettbewerb „Jugend forscht“ unter dem Motto „Mach Ideen groß!“. Neben dem Bundespreis zeichnete das BMEL in der aktuellen Wettbewerbsrunde über 60 weitere Projekte auf regionaler Ebene aus. Diese Projekte befassten sich unter anderem mit biobasierten Produkten oder dem nachhaltigen Bauen mit nachwachsenden Rohstoffen.
