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Kirschenernte 2021: Erwarteter Rückgang um 8,4 Prozent

Die deutschen Obstbaubetriebe prognostizieren für 2021 eine geringere Kirschenernte. Eine erste Schätzung geht von 45.800 Tonnen aus, ein Rückgang von 8,4 Prozent gegenüber 2020. Ursachen sind Spätfröste, Hagel und Starkregen.

Prognose für Süßkirschen: Erwarteter Rückgang und Anbaugebiete

Die Ernte von Süßkirschen wird 2021 voraussichtlich bei knapp 34.700 Tonnen liegen, was einem Rückgang von 5,8 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht. Im Vergleich zum Durchschnitt der letzten zehn Jahre ist die erwartete Erntemenge jedoch um 6,0 Prozent höher. Dies ist insbesondere auf die geringeren Erntemengen der Jahre 2017, 2013 und 2012 zurückzuführen.

Der Schwerpunkt der Anbauflächen für Süßkirschen liegt in Baden-Württemberg, wo auf fast 2.800 Hektar angebaut wird. Dies entspricht rund 45,8 Prozent der bundesweiten Fläche von 6.000 Hektar. Die erwartete Erntemenge in Baden-Württemberg beträgt 14.300 Tonnen, was etwa 41,2 Prozent des Bundesergebnisses ausmacht.

Sauerkirschen: Deutlicher Ernte- und Flächenrückgang

Die erwartete Sauerkirschenernte von 11.100 Tonnen liegt deutlich unter dem Vorjahreswert von 13.200 Tonnen, was einem Rückgang von 15,8 Prozent entspricht. Gegenüber dem Zehnjahresdurchschnitt von 15.200 Tonnen beträgt der Rückgang sogar 26,8 Prozent.

Dieser Rückgang ist unter anderem auf sinkende Anbauflächen zurückzuführen. Im aktuellen Berichtsjahr werden bundesweit auf 1.800 Hektar Sauerkirschen angebaut. Im Vergleich dazu war die Fläche im Jahr 2011 mit 2.900 Hektar noch fast 60 Prozent größer.

Das Bundesland mit der größten Anbaufläche für Sauerkirschen ist Rheinland-Pfalz mit 560 Hektar, gefolgt von Sachsen (360 Hektar) und Baden-Württemberg (280 Hektar).

30.06.2021

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