Die Grüne Stadt

Kleingärten als urbane Oasen: Tradition trifft auf neuen Trend

Kleingärten sind seit über 200 Jahren wichtige grüne Oasen in Städten. Die Bewegung des „Urban Gardening“ gewinnt an Bedeutung, besonders bei jungen Menschen. Der „Tag des Gartens“ feiert diese Entwicklung und informiert über urbanen Gartenbau.

Wachsende Nachfrage und lange Wartezeiten für urbane Gärten

Besonders in Großstädten führt der Trend zum Gärtnern zu einer hohen Nachfrage nach Kleingärten. In Berlin beispielsweise stehen rund 11.000 Interessenten auf Wartelisten, während jährlich nur etwa 3.000 bis 3.400 Gärten verfügbar werden. In Innenstadtbezirken müssen Gartenanwärter Wartezeiten von drei bis sechs Jahren in Kauf nehmen.

Am „Tag des Gartens“ auf der igs 2013 bietet der BDG sowohl Gartenneulingen als auch erfahrenen Hobbygärtnern die Möglichkeit, sich über Pflanztechniken zu informieren. Gartenfachleute des Bundesverbandes stehen für Fragen rund um den Gartenbau bereit. Auf den Marktplätzen „Lebendige Kulturlandschaften“ und „Sommerspaß“ veranstalten der BDG und die Deutsche Gartenbaugesellschaft eine Pflanzen-Raritätenbörse. Dort werden seltene Gartenpflanzen angeboten, darunter alte Apfel- und Birnensorten, exotische Sträucher und rare Buchsbaumsorten. Diese Seltenheiten dienen nicht nur als Blickfang, sondern tragen auch zum Erhalt der Artenvielfalt bei.

Der „Tag des Gartens“ bundesweit

Der „Tag des Gartens“ wird traditionell am zweiten Sonntag im Juni gefeiert, wobei zahlreiche Kleingartenanlagen bundesweit ihre Tore öffnen. Eingeführt wurde dieser Tag 1984 auf Anregung des damaligen BDG-Präsidenten Hans Stephan. Sein Ziel war es, die Bedeutung des Gartens, insbesondere des Kleingartens, für das psychische und physische Wohlbefinden der Menschen hervorzuheben und die Freude am Gärtnern zu vermitteln.

Gleichzeitig sollte der Aktionstag bereits damals auf die städtebauliche, ökologische und soziale Relevanz des Kleingartenwesens aufmerksam machen.

07.06.2013

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