Klimawandel in Nordrhein-Westfalen
Die Folgen des Klimawandels sind nicht nur für die Menschen und die Umwelt verheerend, sondern auch ökonomisch gravierend. Klimaschutzminister Remmel betonte: "Wir können uns auch in NRW nicht von den sich abzeichnenden Wetterextremen abkoppeln."
Nach Aussagen der Münchener Rückversicherung hat sich die Zahl der wetterbedingten Schadensereignisse in Deutschland in den letzten 40 Jahren bereits mehr als verdreifacht.
Neue Klima-Clips
Das Ministerium veröffentlicht zwei Film-Beiträge über den Klimawandel und seine Folgen für NRW sowie gelungene Anpassungsprojekte:
- 20. Mai:Klimawandel in NRW
Der Film zeigt die Auswirkungen auf Landwirtschaft, biologische Vielfalt, Städte und Ballungsräume. Außerdem werden Maßnahmen der Landesregierung vorgestellt, darunter:- Anlage eines „Klimawaldes“ mit Baumarten aus wärmeren Regionen
- Projekt „Klimawandelgerechte Stadt Köln“ mit Anpassungskonzepten für Hitzewellen und Starkregen
- 27. Mai:Aktion Klimaplus
Der Film zeigt die beiden Klimakommunen Bocholt und Saerbeck:- Umnutzung eines ehemaligen Munitionsdepots zu einem Bioenergiepark (Saerbeck)
- Ausbau von Schnellradwegen nach niederländischem Vorbild (Bocholt)
Remmel: "Die beiden Filme illustrieren, dass Nordrhein-Westfalen bereits heute die richtigen Schritte geht – sowohl beim Klimaschutz als auch bei der Begrenzung der negativen Folgen."
Studie des LANUV
Das Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz (LANUV) dokumentierte im Fachbericht Nr. 27 "Klima und Klimawandel in NRW" bereits deutliche Veränderungen:
- Vegetationszeit: Beginn seit 1951 um etwa 16 Tage früher.
- Jahresverläufe: Frühling, Sommer und Herbst verschieben sich nach vorne. Herbst verlängert sich um ca. 17 Tage, Winter verkürzt sich um ca. 21 Tage.
- Niederschläge: Zunehmende Verschiebung vom Sommer in den Winter.
- Starkregentage: Deutlich mehr Ereignisse mit über 20 mm Niederschlag pro Tag, besonders im Winterhalbjahr.
- Bodenerosion: Signifikante Zunahme durch Starkregen, im Ruhrgebiet +20 % pro Dekade (1973–2007).
- Gewässertemperatur: Rhein hat sich seit 1978 um 1,2 °C erwärmt. 1998 erstmals Wassertemperaturen über 25 °C.
Weitere Informationen
Beide Filme können bald zusammen mit einer Broschüre als Info-Paket zum Klimawandel bestellt werden. Der erste Film ist bereits auf der Website des Klimaschutzministeriums sowie im Videokanal "EA-TV" der EnergieAgentur.NRW verfügbar. Außerdem startete das Ministerium die Twitter-Serie #KlimawandelNRW mit 20 Fakten, Zahlen, Trends und Projektionen.