Neues Umweltbildungsprojekt im Botanischen Garten
Der Botanische Garten in München startet ein neues Umweltbildungsprojekt, das sich auf heimische Tier- und Pflanzenarten konzentriert. Ziel ist es, bei Kindern und Jugendlichen das Interesse an der bayerischen Artenvielfalt zu wecken und ihnen Entdeckungsmöglichkeiten zu bieten. Die Initiative wurde im Vorfeld des Internationalen Tags der biologischen Vielfalt am 22. Mai vorgestellt.
Förderung und Konzept
Das Bayerische Umweltministerium unterstützt das Museumspädagogische Zentrum mit einer Förderung von 23.000 Euro. Das neue Umweltbildungskonzept umfasst Führungen für Schulklassen und Kindergartengruppen sowie Informationsmaterialien für Lehrkräfte und Erzieher. Die Maßnahme ist Teil der Artenschutz-Kampagne „Bayern Arche“.
Umweltbildung ist der Schlüssel zu mehr Artenschutz.
Unter der Dachmarke „Bayern Arche“ werden verschiedene Aktivitäten des Freistaats zum Erhalt der Artenvielfalt zusammengefasst. Im Jahr 2011 wurde beispielsweise der Schmetterlingspavillon mit 300.000 Euro aus Mitteln des Konjunkturpakets II und Landesmitteln gefördert. Jährlich investiert der Freistaat Bayern 3,2 Millionen Euro in die Umweltbildung.
Schmetterlingspavillon und Biotop
Besucher des Schmetterlingspavillons können in einem 2500 Quadratmeter großen Lehr- und Schaubiotop Informationen über heimische Schmetterlinge, Wildbienen und andere Insekten erhalten. In Bayern sind über 3000 Schmetterlingsarten beheimatet, von denen etwa die Hälfte, darunter der Apollo oder der Hochmoorgelbling, als gefährdet gelten.
Im Botanischen Garten München tragen zudem die Projekte „Botanischer Artenschutz“ und „Garchinger Heide“ zum Verständnis der heimischen Natur und ihrer Lebensräume bei. Das bestehende Biotop „Garchinger Heide“ wurde in das Konzept integriert und repräsentiert einen Ausschnitt des gleichnamigen Naturschutzgebietes nördlich von München.