Naturschutz

Klimaschutzmärkte unter dem Pariser Abkommen: Vorbereitung der Weltklimakonferenz

Die „PreCOP“ in San José bereitete die Weltklimakonferenz (COP-25) vor. Vertreter aus rund 60 Staaten diskutierten über internationale Marktmechanismen zur Stärkung des weltweiten Klimaschutzes. Deutschland war durch Umwelt-Staatssekretär Jochen Flasbarth vertreten.

Internationale Kooperation und Anrechnungssysteme für den Klimaschutz

In Santiago wollen wir die letzten Detailregeln für die Umsetzung des Übereinkommens von Paris vereinbaren. Dabei geht es insbesondere um die Ausgestaltung von Marktmechanismen, die es uns erlauben, die Dekarbonisierung der Weltwirtschaft durch internationale Kooperation schneller und effizienter voranzubringen.

Für die Nutzung von Marktmechanismen im internationalen Klimaschutz ist ein verlässliches Anrechnungssystem erforderlich. Dieses System muss gemäß den Vorgaben des Pariser Übereinkommens eine doppelte Anrechnung von Emissions-Zertifikaten im Geber- und Nehmerland ausschließen. Flasbarth äußerte sich zuversichtlich, dass in Chile eine Einigung erzielt werden kann, obwohl dies technisch und politisch anspruchsvoll sei.

Weitere Themen und nationale Klimaschutzziele im Fokus

Zusätzlich zu den Marktmechanismen wurden weitere Themen behandelt. Dazu gehörten die Ambition der nächsten Runde nationaler Klimaschutzziele, Maßnahmen zur Unterstützung von Staaten, die besonders von klimawandelbedingten Schäden und Verlusten betroffen sind, sowie die Integration von Genderaspekten in den Klimaschutz.

Neben robusten Regeln brauchen wir unbedingt größere Anstrengungen im internationalen Klimaschutz. Hierfür müssen wir alle im nächsten Jahr verbesserte nationale Klimaschutzziele unter dem Pariser Abkommen vorlegen.

Flasbarth hob das Engagement Costa Ricas hervor, das sich bereits im Februar 2019 zur Treibhausgasneutralität bis 2050 verpflichtet hat und seine Klimaschutzzusage unter dem Pariser Abkommen erhöhen wird. Auch Deutschland hat die Entscheidung getroffen, bis 2050 klimaneutral zu werden.

12.10.2019

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