Die Grüne Stadt

Klimawandel in der Stadt: Anpassung des Stadtgrüns

Der Klimawandel erfordert eine Anpassung des Stadtgrüns. Die Baumschule Lorenz von Ehren schlägt eine Kombination aus heimischen und fremdländischen Gehölzen vor, die widerstandsfähiger gegenüber extremen Klimabedingungen sind. Ein Klimabaumhain dient als Beobachtungsfeld.

Anpassungsstrategien für das Stadtgrün

Der Klimawandel und seine Auswirkungen sind seit über zehn Jahren ein zentrales Thema für die Baumschule Lorenz von Ehren. Gehölze reagieren empfindlich auf veränderte Lebensbedingungen, sei es durch neue Schaderreger oder direkte klimatische Einflüsse. Heimische Pflanzen sind den Bedingungen in Städten, insbesondere hohen Temperaturen, oft nicht mehr gewachsen.

Eine Anpassung des Stadtgrüns an die aktuellen klimatischen Gegebenheiten wird in den kommenden Jahren notwendig. Bernhard von Ehren, geschäftsführender Gesellschafter der Baumschule Lorenz von Ehren, schlägt hierfür eine Kombination aus heimischen und fremdländischen Gehölzen vor. Letztere zeigen sich widerstandsfähiger gegenüber extremen Klimabedingungen wie Trockenheit, Hitze, Starkregen und Starkwindereignissen. Beispiele hierfür sind der Amberbaum (Liquidambar styraciflua) aus Nordamerika oder der Eisenholzbaum (Parrotia persica) aus dem Nahen Osten.

Klimabaumhain als Beobachtungsfeld

Im Klimabaumhain der Baumschule Lorenz von Ehren werden 61 als klimawandeltauglich eingestufte Bäume beobachtet. Diese Auswahl entspricht den Empfehlungen der Baumschule, der GALK (Gartenamtsleiterkonferenz) und des Projekts Stadtgrün 21 und umfasst eine Mischung aus fremdländischen und heimischen Gehölzen.

Bei Anpflanzungen in der Stadt sollten wir auf Praktikabilität und weniger auf Ideologien achten. Angesichts klimatischer Veränderungen sollten auch nichtheimische Gehölze verstärkt beim Stadtgrün berücksichtigt werden können. Diese Gehölze sehen nicht nur gut aus, sie kommen auch mit den veränderten Rahmenbedingungen in unseren Städten besser zurecht.

Dieses Fazit zog Michael Grosse-Brömer, Mitglied des Deutschen Bundestages, nach seinem Besuch des Klimabaumhains. Bernhard von Ehren ergänzte, dass auch nichtheimische Gehölze als Insektenweide und Vogelnährgehölze dienen können, da dies für die heimische Fauna keinen Unterschied mache.

Politiker und Baumschulunternehmer waren sich einig, dass neue Bäume für die Städte notwendig sind, um deren Lebensqualität im Kontext des Klimawandels zu erhalten.

28.11.2019

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