Naturschutz

Klimawandel könnte Sterblichkeit durch Herzkrankheiten vervielfachen

Eine Studie des DWD prognostiziert eine drastische Zunahme hitzebedingter Todesfälle durch koronare Herzkrankheiten in Deutschland. Ohne Anpassungsmaßnahmen könnte sich die Sterblichkeit bis zum Ende des Jahrhunderts um das Drei- bis Fünffache erhöhen. Besonders gefährdet sind ältere Menschen und Personen mit Vorerkrankungen.

Hitzewellen und ihre gesundheitlichen Folgen

Längere und intensivere Hitzeperioden belasten das Herz-Kreislauf-System. Die Studie zeigt, dass Hitzewellen, die überdurchschnittlich lang und heiß waren, mit höheren Todesfallzahlen korrelierten. Besonders gefährdet sind ältere Menschen und Personen mit chronischen Erkrankungen. Auch rasche Temperaturänderungen oder starke Temperaturschwankungen innerhalb eines Tages werden mit einer erhöhten gesundheitlichen Belastung in Verbindung gebracht.

Tage mit raschen Temperaturänderungen gegenüber dem Vortag oder starken Temperaturschwankungen am gleichen Tag, werden mit einer erhöhten gesundheitlichen Belastung in Verbindung gebracht. Solche Tage werden in einem zukünftigen Klima häufiger auftreten. Daher ist es wichtig, dass wir uns auf den Klimawandel einstellen, um dessen gesundheitlichen Folgen so gering wie möglich zu halten.

Diese Belastungen werden voraussichtlich in den bereits heute warmen Regionen Süd- und Westdeutschlands am stärksten zunehmen, so die Einschätzung von UBA und DWD.

Anpassungsstrategien und Vorsorgemaßnahmen

Zur Vorbereitung auf Hitzewellen gibt es bereits verschiedene Möglichkeiten. Das Hitzewarnsystem des DWD, zugänglich über Internet und Wetter-App, ermöglicht eine frühzeitige Information über längere Hitzeperioden. Es wird betont, dass nicht nur die Anpassung an extreme Hitze, sondern auch an die zunehmende Variabilität des Wetters wichtig ist.

Individuelle Maßnahmen wie eine gesunde Ernährung, ausreichend Bewegung, geringer Alkoholkonsum und Rauchverzicht können dazu beitragen, das persönliche Risiko zu senken und besser mit den Belastungen des Wetters umzugehen. Darüber hinaus sind präventive Maßnahmen auf kommunaler Ebene sinnvoll, wie die Reduzierung von Wärmeinseln in Städten und eine verbesserte Vorbereitung im Gesundheitswesen.

Die Studie ist Teil umfassender Analysen zu den Auswirkungen des Klimawandels auf Mensch und Umwelt, die im Rahmen der Deutschen Anpassungsstrategie (DAS) der Bundesregierung und des dazugehörigen Aktionsplans durchgeführt werden. Die Untersuchungen, basierend auf einer Literaturstudie, einer repräsentativen Umfrage und spezifischen Erhebungen, belegen, dass bestimmte Wettersituationen mit einer Zunahme gesundheitlicher Beschwerden und Sterbefälle einhergehen. Ein Großteil dieser Wettersituationen wird in Zukunft voraussichtlich häufiger auftreten.

17.07.2015

Weitere Informationen erhalten Sie hier:

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Deutschland

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