Gletscher als Indikatoren des Klimawandels und ihre Bedeutung
Gletscher sind Mahnmale des Klimawandels: Sie reagieren besonders schnell und stark auf die Veränderungen des globalen Klimas. Der Bericht soll aufklären, aufrütteln und aktivieren.
Huber betonte, dass jeder Einzelne zum Klimaschutz beitragen könne. Laut dem Bericht verlieren die bayerischen Gletscher seit Beginn der Industrialisierung an Volumen, Fläche und Länge. Im Jahr 1820 betrug die maximale Ausdehnung aller Gletscher in Bayern etwa vier Quadratkilometer. Heute sind davon nur noch rund 0,7 Quadratkilometer übrig, was weniger als einem Viertel der ursprünglichen Fläche entspricht.
Folgen des Gletscherschwunds und Handlungsbedarf für Bayern
Der Gletscherbericht zeigt, dass dringender Handlungsbedarf besteht. Besonders wichtig sind Anpassungsmaßnahmen an die Folgen des Klimawandels.
Huber wies darauf hin, dass vermehrt mit alpinen Gefahren, einer Gefährdung der Trinkwasserspeicher und Hochwasserereignissen zu rechnen sei. Auch Wildbäche, Bergwälder sowie die Tier- und Pflanzenwelt des sensiblen Geo- und Ökosystems der Alpen seien bedroht.
Bayern reagiert auf diese Entwicklung mit einem Vier-Punkte-Plan, der nachhaltige Klimaschutzpolitik, Klimaanpassung, Klimaforschung und individuelle Maßnahmen für den Klimaschutz umfasst. Die Bayerische Staatsregierung plant, in den nächsten fünf Jahren über eine Milliarde Euro in Energie, Klimaschutz und Innovation zu investieren.
Klimaschutz und Energiewende sind keine Gegensätze, sondern Schlüsselthemen einer nachhaltigen bayerischen Klimaschutzpolitik. Wir wollen heute unserer Verantwortung für die Generation von morgen nachkommen.
Bayern hält an seinen Klimaschutzzielen fest, den CO2-Ausstoß bis 2020 deutlich unter sechs Tonnen pro Einwohner und Jahr zu senken. Ein weiterer Baustein für einen nachhaltigen Umgang mit der Natur ist der Öko-Tourismus.
Nachhaltiger Bergsport und Öko-Tourismus als Lösungsansatz
Das Bayerische Umweltministerium entwickelt gemeinsam mit dem Deutschen Alpenverein das Projekt „Nachhaltiger Bergsport“.
Wir wollen den sanften Naturtourismus stärken. Jeder soll die Berge erleben, genießen und verstehen können, ohne die Lebensräume von Tieren und Pflanzen zu gefährden.
Der Deutsche Alpenverein soll dabei unterstützt werden, über umweltfreundlich betriebene Hütten zu informieren, Fahrgemeinschaften für Bergsportler zu organisieren und für die Artenvielfalt im Alpenraum zu sensibilisieren.
