Studie zur nachhaltigen Luxurisierung im GaLaBau veröffentlicht
Eine aktuelle Studie mit dem Titel „Nachhaltige Luxurisierung im Garten- und Landschaftsbau“ untersucht die Vereinbarkeit von Luxusprodukten und Nachhaltigkeit im Kontext hochwertiger Privatgärten. Die Untersuchung, initiiert von Benedikt Schradi, Gründer und Geschäftsführer von KNUMOX, wurde vom Institut für nachhaltiges Wirtschaften in der Bau- und Immobilienwirtschaft der Hochschule Osnabrück unter der Leitung von Prof. Dr. Heiko Meinen durchgeführt.
Die Studie zielt darauf ab, Unternehmen des Garten- und Landschaftsbaus die Möglichkeiten nachhaltiger Konzepte und Dienstleistungen für hochwertige Privatgärten aufzuzeigen. Prof. Dr. Michael Braungart, Entwickler des Cradle-to-Cradle-Konzepts, würdigt die Arbeit bereits im Vorwort als wichtigen Impuls für eine naturverbundene Arbeitsweise in der Branche.
„Die Studie bringt meine Überzeugung zum Ausdruck, dass die Garten- und Landschaftsbaubranche eine neue und ganzheitliche Perspektive entwickeln muss, um ihren Kunden nachhaltige Lösungen anbieten zu können, die den gesellschaftlichen Erwartungen und den Veränderungen unserer Lebensbedingungen gerecht werden. Dabei bleibe ich Optimist und sehe weit mehr Potenziale für alle Beteiligten als Nachteile. Allerdings arbeitet die Studie auch klar heraus, dass wir uns auf einen Prozess des Umdenkens und Lernens einlassen müssen.“
Unternehmerische Perspektiven und Lösungsansätze
Die Studienverfasser Prof. Dr. Heiko Meinen, der Unternehmensberater Georg von Koppen und Oliver Meyer fokussieren sich auf die unternehmerische Perspektive. Sie analysieren Chancen und Herausforderungen, die sich aus gesellschaftlichen, ökologischen und wirtschaftlichen Veränderungen für die Branche ergeben. Nachhaltigkeit wird dabei als Anlass für ein grundlegend neues Selbstverständnis verstanden, das eine authentische Transformation von Produkten und Dienstleistungen erfordert, um anspruchsvolle Auftraggeber zu erreichen.
Die Studie beleuchtet konkrete Potenziale und Lösungsansätze, von Beiträgen des Garten- und Landschaftsbaus zur Bewältigung des Klimawandels bis hin zu unternehmerischen Chancen in hochwertigen Privatgärten. Traditionelle Lösungen werden kritisch hinterfragt und Wege zur Weiterentwicklung für eine finanzstarke und qualitätsbewusste Zielgruppe aufgezeigt.
Resonanz und praktische Umsetzung
Die Studie findet Beachtung in Wissenschaft und Praxis. Neben Prof. Dr. Michael Braungart haben auch der Zukunftsforscher Matthias Horx und Rainer Bierig, Geschäftsführer des Verbands Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau Baden-Württemberg e.V., die Arbeit mit Vorworten begleitet. Matthias Horx ordnet darin den Trend des nachhaltigen Luxus gesellschaftlich ein.
„Und wem könnte die Natur ein besseres Vorbild sein als dem Garten- und Landschaftsbau? Einer Branche, die sich per Definition mit der Natur beschäftigt und ein tiefes Verständnis für ihre Zusammenhänge mitbringt. Die von KNUMOX in Auftrag gegebene Studie gibt einen wichtigen Anstoß, wie die Garten- und Landschaftsbaubranche genau dies in die Tat umsetzen kann – wie sie nicht nur in der Natur arbeitet, sondern mit ihr.“
Benedikt Schradi setzt die in der Studie formulierten Ansätze auch praktisch um. Im Jahr 2024 startet KNUMOX ein Pilotprojekt, bei dem farbige Glaselemente nicht nur gekauft, sondern alternativ als Nutzungsrecht auf Zeit erworben werden können. Die Elemente verbleiben im Eigentum von KNUMOX und werden bei Farbwechsel oder Vertragsende zurückgenommen. Dies ermöglicht eine Kontrolle über die Materialien und eine Verlängerung des Lebenszyklus durch mehrfache Wiederverwendung. Am Ende ihres Lebenszyklus können die Glaselemente sortenrein eingeschmolzen und die Materialien erneut eingesetzt werden. Kunden profitieren von Flexibilität bei der Anpassung von Farben und Gestaltung an neue Vorlieben oder Gartenkonzepte.
Dieses Vorgehen demonstriert, wie nachhaltige Luxurisierung im Garten- und Landschaftsbau durch die Verbindung von ökologischer Verantwortung, unternehmerischem Erfolg und anspruchsvoller Gestaltung realisiert werden kann.


