Kontinuierliche Verbesserung und Marktnähe
Die Kompaktradlader von Komatsu, mit Einsatzgewichten von 4,98 bis 7,465 Tonnen, werden im Komatsu Werk in Hannover entwickelt und produziert. Dieser Ansatz ermöglicht eine schnelle Umsetzung von Marktrückmeldungen im Rahmen des kontinuierlichen Verbesserungsprozesses des Unternehmens.
Michael Wadsack, Senior Produktmanager bei Komatsu, erläutert die Konzeption und die Stärken dieser Maschinen.
Einsatzgebiete und Stärken
Kompaktradlader werden oft als „fahrende Schubkarren“ bezeichnet, bieten jedoch ein breiteres Anwendungsspektrum. Ursprünglich für Baustellen konzipiert, zeichnen sie sich durch eine robuste Bauweise aus. Dies macht sie auch für andere Bereiche interessant, darunter Industrie- und Recyclinganwendungen, Kommunaleinsätze und die Landwirtschaft. Die Maschinen sind für unterschiedliche Herausforderungen geeignet, unabhängig von Jahreszeit oder Tageszeit.
Neuerungen gegenüber Vorgängermodellen
Alle Kompaktradlader sind mit Motoren der Abgasstufe V und Dieselpartikelfiltern ausgestattet. Dies führt zu reduzierten Abgasemissionen. Gleichzeitig wurde die Motorleistung erhöht. Beim Modell WA70M-8 beträgt die Steigerung der Motorleistung rund 25 Prozent und das Drehmoment erhöht sich um 30 Prozent im Vergleich zum Vorgänger.
Auch der Fahrerkomfort wurde verbessert. Die Kabine wurde überarbeitet und verfügt über ein neues Schalterkonzept für eine intuitivere Bedienung. Ein großer Monitor zeigt wichtige Informationen an und kann in 24 Sprachen eingestellt werden. Das optionale Radio bietet DAB+-Empfang und eine Freisprechfunktion für Mobiltelefone. Eine 40-km/h-Schnellfahrversion ist ebenfalls neu verfügbar.
Verbesserter Fahrerkomfort und Sicherheit
Die gesteigerte Motorleistung führt zu einer agileren Fahrweise der Maschinen. Die Sicherheit wurde durch ein neues Maschinendesign mit niedrigem Auspuff verbessert, was die Sicht beim Rückwärtsfahren optimiert. Das neue Schalter- und Bedienkonzept platziert alle Bedienelemente intuitiv, was die Einarbeitung auch für weniger geübte Fahrer erleichtert.
Besondere Merkmale
Besonders hervorheben möchte ich die kontinuierliche Weiterentwicklung dieses erfolgreichen Maschinenkonzepts. Bei Komatsu steht Evolution im Vordergrund, weniger Revolution. Dieser Ansatz ist nur durch die enge Marktnähe zu unseren Kunden und Händlern möglich und fest in der Firmen-DNA verankert.
Aus Kunden- und Händlerwünschen sind neue Optionen entstanden. Dazu gehören eine höhenverstellbare Anhängekupplung für verschiedene Anhängertypen, die Möglichkeit zum Betrieb leistungsstarker hydraulischer Anbaugeräte (Highflow) wie großer Schneefräsen sowie eine Kriechgangregelung für konstant langsame Fahrgeschwindigkeiten, beispielsweise beim Einsatz von Kehrbesen.
Modellunterschiede: WA70, WA80 und WA100
Die Wahl des Modells hängt von verschiedenen Faktoren ab. Komatsu bietet drei Modelle an, die sich an den Bedürfnissen der meisten Kunden orientieren und durch optionale Extras individuell angepasst werden können.
- Der WA70M-8 ist das kleinste in Europa angebotene Modell. Mit einer Höhe von unter 2,5 Metern eignet er sich für niedrige Einfahrten oder den Containertransport. Er ist in der Lage, eine 2-Tonnen-Steinpalette sicher zu verfahren.
- Für Anwender mit höheren Anforderungen an Motorleistung, Hublast oder Sitzposition empfiehlt sich der WA80M-8.
- Der WA100M-8 ist für weiter wachsende Aufgaben konzipiert.
Ein Test der Maschinen wird empfohlen, um das passende Modell für das jeweilige Einsatzfeld zu finden. Die Händler unterstützen bei der Auswahl. In Deutschland sind dies BRR Baumaschinen Rhein-Ruhr GmbH, GP Baumaschinen GmbH Halle, Kuhn Baumaschinen Deutschland GmbH, Ritter & Schwald Baumaschinen GmbH sowie Schlüter Baumaschinen GmbH.
