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Zukunftsstrategien im Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau: Branche blickt zuversichtlich nach vorn

Die GaLaBau-Branche blickt optimistisch in die Zukunft, vorausgesetzt, Betriebe nutzen ihr Potenzial und die Politik fördert die Erforschung positiver Grünwirkungen. Eine Konferenz in Berlin zeigte Herausforderungen und Lösungsansätze auf.

Potenziale und politische Unterstützung für eine grüne Zukunft

Die Branche des Garten-, Landschafts- und Sportplatzbaus kann mit Zuversicht in die Zukunft blicken. Dies setzt voraus, dass Betriebe ihr unternehmerisches Potenzial ausschöpfen und die Politik die Erforschung der positiven Wirkungen von Grün auf Klima und Wohlbefinden unterstützt.

Dieses Fazit zog August Forster, Präsident des Bundesverbandes GaLaBau e. V. (BGL), nach einer zweitägigen Strategie-Konferenz in Berlin. Auch Dr. Robert Kloos, Staatssekretär im Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz, bestätigte positive Perspektiven für die Branche.

Die Menschen erkennen, dass das grüne Umfeld das Wohlbefinden steigert.

Kloos betonte die Notwendigkeit, neue Formen der Begrünung, wie Fassaden- und Dachgestaltung, zur Verbesserung des Stadtklimas stärker zu nutzen. Hierfür sei Forschung zu geeigneten Pflanzen und deren Standortansprüchen erforderlich. Das Ministerium plant für 2014 einen weiteren Kongress, um privaten und öffentlichen Auftraggebern die positiven Effekte von Grünflächen auf Stadtklima und Wohlbefinden näherzubringen.

Experten zeigten auf der Konferenz Herausforderungen und Lösungsansätze für die Betriebe. Ein wichtiger Punkt war die Ausbildung des Berufsnachwuchses zu selbstständigen Mitarbeitern, die Verantwortung in Betrieben und auf Baustellen übernehmen können. Weitere Themen waren moderne betriebswirtschaftliche Methoden, die Bedeutung von Pflanzen für künftige Lebensformen, Marktchancen für landschaftsgärtnerische Leistungen und grüne Lösungen für Städte.

Wir haben viele hervorragende und anregende Vorträge gehört. Die Konferenz hat gezeigt, dass das gesamte unternehmerische Potenzial eingesetzt werden muss, um die Betriebe zukunftsfest zu machen. Die Entwicklung und Umsetzung einer zukunftsfähigen Unternehmensstrategie muss Chefsache sein. Die Erkenntnisse der Konferenz müssen über die Verbände in die Betriebe getragen werden.

Für erfolgreiches unternehmerisches Handeln sind laut BGL-Präsident Forster auch die politischen Rahmenbedingungen entscheidend. Er forderte bei der Novellierung des Baugesetzbuchs ein ausgeglichenes Verhältnis von bebauter Fläche und Grün. Im Rahmen der Kompensations-Verordnung sollten Ausgleichsmaßnahmen mit Grün verstärkt in Städten umgesetzt werden. Forster betonte zudem, dass bei Mehrwertsteuer und staatlichen Subventionen alle Anbieter landschaftsgärtnerischer Leistungen gleich behandelt werden müssen.

Eine stärkere Forschungsförderung mit europäischen und nationalen Finanzmitteln sei notwendig, um das Wissen über die Wirkung von Pflanzen bei der Feinstaubreduzierung zu erweitern und den Beitrag von qualifiziertem Grün zur Milderung der Folgen des Klimawandels besser aufzuzeigen. Die Konferenz "Zukunftsstrategie für den GaLaBau" ist Teil des Projektes "Zukunftsstrategie Gartenbau" des Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz. Die Ergebnisse der Konferenz werden gemeinsam mit dem Ministerium dokumentiert und veröffentlicht.

14.11.2012

Weitere Informationen erhalten Sie hier:

Bundesverband Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau e. V. (BGL)

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53604Bad Honnef
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