Broschüre liefert Kommunen praktische Hilfen für Biotopvernetzung und Artenschutz
Das BiotopVerbund-Projekt „Landschaft + Menschen verbinden – Kommunen für den bundesweiten Biotopverbund“ stellt seit Anfang August eine kostenfreie Planungshilfe für Kommunen bereit. Die rund 20-seitige Broschüre enthält praktische Hinweise zur Initiierung und Umsetzung von Maßnahmen zur Vernetzung ökologisch wertvoller Lebensräume.
Ziel des Projekts ist der Ausbau eines bundesweiten Netzwerks miteinander verbundener Biotope, um Tier- und Pflanzenarten langfristig zu schützen und ihre Lebensräume zu sichern.
Zerschneidung von Lebensräumen nimmt zu
Steigender Flächenbedarf für Bauvorhaben, Straßenbau und intensive Landnutzung führen zunehmend zur Zerschneidung von Landschaften. Dadurch werden Biotope isoliert und wichtige Wanderwege sowie Rückzugsräume für Tiere und Pflanzen gehen verloren.
Nach Einschätzung der Projektbeteiligten ist die Vernetzung bestehender Lebensräume ein zentraler Baustein, um den Rückgang der Artenvielfalt zu stoppen. Dazu sollen Biotope neu geschaffen, aufgewertet und miteinander verbunden werden.
Erfahrungen aus Modellregionen fließen ein
Die Inhalte der Planungshilfe basieren auf Erfahrungen aus mehreren Modellregionen. Maßnahmen zur Aufwertung und Vernetzung von Biotopen wurden bereits auf Rügen, in der Grafschaft Bentheim sowie im bayerischen Ampertal bei Freising umgesetzt.
Die dort gewonnenen Erkenntnisse bilden die Grundlage für die Handlungsempfehlungen der Broschüre. Gefördert wird das Projekt im Bundesprogramm Biologische Vielfalt durch das Bundesamt für Naturschutz mit Mitteln des Bundesumweltministeriums.
Unterstützung für Kommunen und lokale Akteure
Die Planungshilfe richtet sich insbesondere an Kommunen, soll aber auch Landschaftspflegeverbände, weitere Verantwortliche auf kommunaler Ebene sowie Privatpersonen unterstützen.
„Die Beteiligten leisten mit ihrem Engagement für den Biotopverbund einen wichtigen Beitrag für mehr lebensfreundliche Infrastrukturen. Gleichzeitig steigern sie aber auch die Lebensqualität der lokalen Bevölkerung und fördern den regionalen Tourismus“, erklärt Projektleiter Dr. Johannes Heinze.
Die Broschüre steht kostenfrei als Download zur Verfügung und kann zusätzlich in gedruckter Form angefordert werden.
Für den Garten- und Landschaftsbau bieten Maßnahmen zur Biotopvernetzung zusätzliche Ansatzpunkte bei naturnaher Freiraumgestaltung, Grünflächenplanung und biodiversitätsfördernden Projekten im kommunalen Umfeld.

