Projektkoordination und Ziele des Baumschullandes
Die Besucher der igs 2013 neugierig zu machen auf die Region und ein "Pinneberger Baumschulland" erleben zu lassen, das ihnen diese Kulturlandschaft als ein reizvolles und lohnendes Ausflugsziel in der Metropolregion präsentiert, das ist es, was wir erreichen möchten.
Dieses Zitat stammt von den Projektkoordinatorinnen, die eine nachhaltige Wertsteigerung der Region durch eine gestärkte Außenwahrnehmung in Verbindung mit den Baumschulen anstreben.
Seit Oktober 2011 sind Dr. Heike Meyer-Schoppa und Dipl.-Ing. (FH) Martina Schneekloth als Regionalmanagerinnen für das Pinneberger Baumschulland bei der Fördergesellschaft des Landesverbandes Schleswig-Holstein im Bund deutscher Baumschulen (BdB) e.V., Service Grün UG, tätig. Die Service Grün UG erhielt im September 2011 den Zuschlag vom Kreis Pinneberg für die Projektleitung.
Ausstellungskonzept und historische Bedeutung der Region
Das Ausstellungskonzept basiert auf zwei Säulen. Auf einer Fläche von 2.100 Quadratmetern wird die Vielfalt der für das Landschaftsbild typischen Baumschulquartiere durch ausgewählte Gehölzgruppen dargestellt. Die zweite Säule zielt darauf ab, Besuchern die Verbindung von Landschaft, Kultur und Baumschulgeschichte zur Kulturlandschaft erfahrbar zu machen.
Im Pinneberger Baumschulland finden sich nicht nur fast 300 Baumschulen, was das Gebiet zu einem der weltweit größten Anbaugebiete macht, sondern hier hat der "grüne" Sachverstand auch sonst vielerorts seine Spuren hinterlassen.
Dies erläutert Meyer-Schoppa. Dr. Frank Schoppa, Geschäftsführer des Landesverbandes Schleswig-Holstein im Bund deutscher Baumschulen (BdB) e.V., betont die Bedeutung der Gehölzproduktion:
Den meisten Menschen ist nicht bewusst, wie Gehölze produziert werden und welchen Wert sie für unsere Gesellschaft haben. Eine Gartenschau ohne Gehölze wäre keine Gartenschau. Öffentlichkeitsarbeit in dieser Dimension ist für den Landesverband erstmalig und birgt die Chance, das Baumschulgebiet in seinem Ansehen bei allen Zielgruppen zu stärken.
Für die Bepflanzung stellen die Baumschulen rund 8.000 Gehölze im Wert von etwa 40.000 Euro bereit.
Zeugen der besonderen Kulturgeschichte sind unter anderem das Arboretum in Ellerhoop/Thiensen, das Rosarium in Uetersen, der Rosengarten in Pinneberg, das Gartenbauzentrum der Landwirtschaftskammer Schleswig-Holstein mit Berufs- und Meisterschule, der Sitz des Bundes deutscher Baumschulen (BdB) e.V. in Pinneberg und das Deutsche Baumschulmuseum.
Die von der Landwirtschaftskammer Schleswig-Holstein für den Kreis Pinneberg gestaltete Gartenroute trägt den Titel: "Von Baumschulbaronen und Pflanzenjägern".
Markenbildung und Partnerengagement für das Projekt
Ein eigenes Logo soll die Kulturlandschaft als Marke etablieren, ähnlich wie das Alte Land oder die Lüneburger Heide. Ein Flyer stellt die Kulturlandschaft kurz vor und dient der Ansprache weiterer Unterstützer. Der Flyer bietet Partnern zudem die Möglichkeit, für das Projekt zu werben und die regionale Vernetzung zu fördern.
Die Projektleiterinnen koordinieren Aktivitäten und Akteure und werben benötigte Mittel ein. Sie betonen die Bedeutung des Engagements:
Wir freuen uns, dass sich schon jetzt 20 Partner für das "Pinneberger Baumschulland" engagieren, indem sie die Kulturlandschaft als Sponsor, Förderer oder Akteur unterstützen und damit auch die Gartenschau in die Region holen. Je überzeugender der Auftritt der Kulturlandschaft auf der igs 2013 gelingt, umso nachhaltiger wird sich der Einsatz für die Region und die Beteiligten auszahlen.
Neben der individuellen Ausstellungs- und Infofläche steht allen Kulturlandschaften ein gemeinsamer Markt- und Veranstaltungsbereich zur Verfügung. Eine gemeinsame Veranstaltungsplanung fördert die Vernetzung der Regionen.
Auftaktveranstaltung zur igs 2013
Am 12. März 2012 findet im Gartenbauzentrum der Landwirtschaftskammer Schleswig-Holstein in Ellerhoop, in Zusammenarbeit mit dem Kreis Pinneberg, eine Auftaktveranstaltung statt. Ziel ist es, Politik, Verwaltung und Kultur auf das Projekt aufmerksam zu machen. Die Projektleitung möchte Städte, Gemeinden und Kulturschaffende ansprechen, die das Pinneberger Baumschulland auf der igs 2013 als Plattform zur Selbstdarstellung nutzen können.
