Die Grüne Stadt

Baubeginn der Themengärten auf der Landesgartenschau Ingolstadt 2020

Der symbolische Spatenstich für die Themengärten der Landesgartenschau Ingolstadt 2020 ist erfolgt. Diese Gärten, die als Besuchermagnete dienen, zeigen auf über 2.000 Quadratmetern umwelt- und ressourcenschonende Gartengestaltung. Acht Fachbetriebe sind für Planung und Umsetzung verantwortlich.

Wichtiger Schritt für die Landesgartenschau Ingolstadt 2020

Am 16. Mai 2019 erfolgte der symbolische Spatenstich für die Themengärten der Landesgartenschau Ingolstadt 2020. Anwesend waren Dr. Christian Lösel, Oberbürgermeister der Stadt Ingolstadt und Aufsichtsratsvorsitzender der Landesgartenschau Ingolstadt 2020 GmbH, Eva Linder, Geschäftsführerin der Landesgartenschau Ingolstadt 2020 GmbH, sowie Gerhard Zäh, Präsident des Verbandes Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau Bayern (VGL Bayern).

Die Landesgartenschau, die vom 24. April bis 4. Oktober 2020 unter dem Motto „Inspiration Natur“ stattfindet, bietet 164 Tage lang ein Programm mit Bezug zur Nachhaltigkeit. Seit Juli 2017 wird im Ingolstädter Nordwesten ein rund 23 Hektar großer Erholungsraum geschaffen. Die nun begonnenen Bauarbeiten an den Themengärten sind elf Monate vor der Eröffnung ein wichtiger Schritt, da diese Gärten bei früheren Gartenschauen als Besuchermagnete dienten.

Insgesamt neun Schaugärten werden auf über 2.000 Quadratmetern die Möglichkeiten einer umwelt- und ressourcenschonenden Gartengestaltung aufzeigen. Acht Fachbetriebe, davon sechs Mitglieder des VGL Bayern, sind für Planung, Umsetzung und Betreuung verantwortlich. Oberbürgermeister Dr. Christian Lösel äußerte die Hoffnung, dass die Ausstellungen viele Ingolstädter zu tierfreundlichen und nachhaltigen Gärten inspirieren und so zur Begrünung der Stadt beitragen.

Geschäftsführerin Eva Linder hob hervor, dass die Gestaltung durch regionale Firmen den Besuchern ermöglicht, Ideen mit ortsansässigen Unternehmen umzusetzen. Verbandspräsident Gerhard Zäh erläuterte die Zusammenarbeit von Landschaftsarchitekten, Landschaftsgärtnern und dem Produktionsgartenbau. Jeder Betrieb zeige, wie unterschiedliche Schwerpunkte gesetzt werden können und wie durch die Kombination von Elementen kreative, moderne oder klassische Akzente entstehen.

Konzepte der Themengärten

Die Landschaftsgärtner präsentieren verschiedene Konzepte, die zum Verweilen und zur Inspiration einladen:

  • Die Garten- und Landschaftsbau Fiedler GmbH & Co. KG aus Großmehring gestaltet einen „Nachhaltigen Garten“ mit regionalen Qualitätsprodukten. Eine standortgerechte Bepflanzung bietet Nahrung für Insekten und Menschen, inklusive eines Obst-, Gemüse- und Kräutergartens. Wege und ein begrünter Sitzplatz sind barrierefrei. Ein Wasserbecken und Cortenstahl verleihen dem Garten eine moderne Ästhetik.
  • In Kooperation mit Därr Landschaftsarchitekten aus Halle realisiert Garten- und Landschaftsbau Fiedler die „Ideenschmiede im Freiraum“. Ein weißer Kubus mit bepflanztem Schaukeltisch steht im Zentrum. Stahlseile überspannen den Kubus und erzeugen Schattenbilder.
  • Die Freisinger Gartenschmiede GmbH zeigt im Themengarten „Leben im Fluss“ fließende Formen. Ein mäandernder Weg verbindet runde Bereiche wie ein Wasserbecken mit Sauna, einen Aufenthaltsbereich mit Holzpavillon und Outdoorküche sowie einen Rückzugspavillon. Die Bepflanzung umfasst Gemüsebeete, Rasen, Gräser, Stauden und Bäume.
  • Die Firma Kiermeier Gärten zum Wohlfühlen aus Attenhofen vermittelt mit dem „Ein-Blick ins Paradies Weiss-Blau“ bayerisches Lebensgefühl. Eine Hecke umrahmt den Garten und gibt den Blick auf Stauden-, Kräuterbeete und Blühpflanzen in den bayerischen Landesfarben frei. Engelskulpturen und göttliche Motive begleiten die Besucher. Ein Schwimmteich mit Wasserfall und ein Saunahaus mit Terrasse ergänzen das Ensemble.
  • Die Gartenidee Kuchler GmbH aus Geisenfeld thematisiert in Zusammenarbeit mit Gartenarchitekt Alexander Koch und Designer Peter Schreyer die „Nachhaltigkeit durch optische Vergrößerung von Freiräumen“. Grundlagen der Gartenarchitektur zur Vergrößerung von Freiräumen werden präsentiert, ergänzt durch Wassergeräusche und Klänge. Informationen zu den Methoden sind über QR-Codes auf dem Boden abrufbar.
  • Die Majuntke GmbH & CO. KG Professionelles Grün aus Mainburg baut in Zusammenarbeit mit dem Freisinger Landschaftsarchitekturbüro Freiraum den „Gebrauchten Garten“. Hier werden bereits mehrfach verwendete Materialien eingesetzt. Ein geschwungener Besucherpfad aus recyceltem Ton- und Ziegelsplitt sowie Pflanzen und niedrige Einbauten leiten durch die Themenbereiche. Halbdurchlässige Sichtschutzelemente grenzen den Garten vom Hauptweg ab.
  • Andreas Thoma Garten- und Landschaftsbau aus Nandlstadt schafft unter dem Leitmotiv „Refugium“ einen Rückzugsort für Menschen, Insekten und Kleinstlebewesen. Dieser Garten bietet Raum zur Selbstversorgung mit Obstgehölzen und essbaren Pflanzen. Eine klare Formensprache und naturnahe Bepflanzung zeichnen ihn aus, wobei der Einsatz recycelter Materialien eine zukunftsorientierte Kreislaufwirtschaft im Garten- und Landschaftsbau demonstriert.
  • Die Firma Stauden Haid aus Ingolstadt beteiligt sich mit zwei Beiträgen: Der Klimawandelgarten „Manche mögen´s heiß“ präsentiert Pflanzen, die an Niederschlagsarmut und hohe Temperaturen bei ausreichender Winterhärte angepasst sind. Der Garten „Man lebt immer zweimal“ demonstriert die Wiederverwendung von Gegenständen durch Upcycling.

22.05.2019

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